Als Apple im letzten Jahr das iPhone 5s vorstellte, brach der Konzern mit dem zeitgleich vorgestellten iPhone 5c erstmalig seine bis dahin gültige Tradition von nur einem neuen iPhone pro Jahr. Das mit einem farbenfrohen Kunststoffgehäuse ausgestattete iOS-Smartphone verkauft sich allerdings weitaus schlechter als von Apple erwartet.
Mit gerade mal 100 Euro Preisunterschied hat Apple das von vielen als „Billig-iPhone“ erhoffte iPhone 5c vorgestellt. Technisch ist es auf dem Stand des iPhone 5 – nur das es sich durch das in fünf Farben erhältliche Gehäuse aus Kunststoff von seinem Quasi-Vorgänger unterscheidet. Das und der mit 599 Euro vergleichsweise sehr hohe Preis für das kleinste Modell mit 16 GB internem Speicher sorgt dafür, dass Apple auf mehr als 3 Millionen iPhone 5c Geräten sitzen bleibt. Das als gehobenes Einsteiger-Smartphone vorgesehene Kunststoff-iPhone ist damit weit hinter den Erwartungen von Apple zurück.
Laut dem taiwanischen Branchenportal DigiTimes sind alleine 1 Million Geräte des iPhone 5c in den Lagern der Mobilfunkanbieter und die anderen 2 Millionen Geräte befinden sich noch bei Auftragsfertiger Foxconn. Auch wenn Apple traditionell keine genauen zahlen über die verkauften iPhone-Modelle veröffentlicht, sprechen die Industrie-Quellen von DigiTimes über einen sehr schleppenden Verkauf des iPhone 5c. Selbst das aktuelle Einsteiger-Smartphone iPhone 4s mit nur 8 GB Speicher soll sich besser verkaufen als das iPhone mit Kunststoff-Rückseite.
Einer der Hauptgründe ist wie schon erwähnt der Preis, der sich in den beiden verfügbaren Speicher-Varianten des iPhone 5c um gerade einmal 100 Euro zum iPhone 5s unterscheidet. Das, der bessere Prozessor, die Kamera mit dem True Tone LED-Blitzlicht und dem Fingerabdruck-Sensor in der Home-Taste reicht für viele aus, um zum im Verhältnis unwesentlich teureren iPhone 5s zu greifen. Vor allem zum Jahresende 2013 brachen die Verkäufe sehr deutlich ein, nachdem die Produktion des iPhone 5c bereits im Oktober 2013 stark zurückgefahren wurde.
Wie Apple der Sache nun begegnen will ist unklar, einen Kommentar gibt der Konzern von CEO Tim Cook jedenfalls grundsätzlich ab. Vielleicht wird der Preis deutlich reduziert, um zumindest die Lager-Bestände abverkaufen zu können.
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