Mit dem HTC One max begibt sich HTC erstmals in die von Samsungs Galaxy Note dominierte Phablet-Klasse, um den Erfolg des HTC One in eine neue Sphäre zu heben. Aber hat ein auf den ersten Blick zu groß geratenes HTC One überhaupt eine Chance als Neuankömmling oder kann das HTC-Phablet den Markt im Sturm erobern? Und überhaupt: Wie nützlich ist der Fingerprint-Sensor auf der Rückseite wirklich? Das und noch mehr haben wir uns mal für euch angeschaut.
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Technische Daten |
HTC One max |
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Prozessor |
Qualcomm Snapdragon 600 Quadcore mit 1,7 GHz GPU: Adreno 320 |
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Betriebssystem |
Android 4.3 Jelly Bean mit HTC Sense 5.5 |
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Interner Speicher |
16 GB Interner Speicher MicroSD Slot |
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RAM |
2 GB |
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Modellbezeichnung |
T6 |
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Display |
5,9″ FullHD SLCD3 Display mit 1.920 x 1.080 Pixel und Gorilla Glass 3 |
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Anschlüsse |
MicroUSB, 3,5mm Audio Klinkenanschluss |
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Sensoren |
Accelerometer, Gyroskop, Proximity, Licht und Fingerabdruck |
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Abmessungen (HxBxT mm) |
164,5 x 82,5 x 10,29 mm |
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Gewicht |
217 Gramm |
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Gehäusematerial |
Aluminium |
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Kamera |
Ultrapixel Kamera, 2,1 Megapixel Frontkamera |
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Internet |
GSM (850/900/1.800/1.900 MHz) + UMTS/HSPA+ (850/900/1.800/1.900/2.100 MHz) 42 Mbit/s + LTE (800/900/1.800/2.100/2.600 MHz) + WLAN a/b/g/n/ac |
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Bluetooth |
4.0 + aptX |
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Akkutyp |
Fest verbauter Li-Ion |
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Kapazität |
3,8 V/3.300 mAh |
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Gesprächszeit |
bis zu 28 Std. (2G), bis zu 25 Std. (3G) |
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Standby-Zeit |
bis zu 585 Std. (2G), 393 Std. (3G) |
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Netz |
GSM 850/900/1.800/1.900 MHz, UMTS 900/1.900/2.100 MHz, LTE 800/900/1.800/2.600 MHz |
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Preis |
UVP 699,- Euro (aktuell ab 629,51 Euro Stand 05/01/14) |
| Besonderheit | LED, NFC, IrDA, DLNA, MHL, HTC BoomSound, Fingerabdruck |
Das HTC One max kommt nicht mit dem Maximalen an Zubehör zum Käufer, eher etwas spartanisch ist der Lieferumfang. Neben dem Phablet selbst finden sich lediglich ein Netzteil-Adapter mit USB-Datenkabel und einem Headset wieder. Zu besagtem Headset packt HTC freilich die üblichen Aufsätze für kleinere bzw. größere Ohren dazu, da nicht jeder mit der mittleren Größe zurecht kommt. Ansonsten gibt es nichts weiter, sieht man mal von den gedruckten Garantie-Bestimmungen ab. Sozusagen das Übliche an Zubehör, was man so erwarten kann.
Die Ähnlichkeit beschränkt sich aber nicht nur auf das Design, dass sehr viele Fans gefunden hat. Auch bei den genutzten Materialien geht HTC denselben Weg: Ein Unibody-Gehäuse mit Metall. Würde man zumindest erwarten, bei einem wortwörtlichen Kampfgewicht von 217 Gramm. Bei einem genaueren Blick fällt jedoch auf, dass der eigentliche Rahmen des HTC One max aus Kunststoff besteht, ähnlich dem Rahmen des HTC One mini (zum Test). Lediglich auf der Front unterhalb und oberhalb des Display sowie auf der Rückseite findet sich Metall wieder. Ob das jetzt wirklich jedermanns Geschmack ist sei mal dahin gestellt, der matte Kunststoff fühlt sich keinesfalls minderwertig an. Die riesige Rückseite bietet schließlich mehr als genug an hartem und kalten Metall.
Auf der rechten Seite in den Kunststoffrahmen eingefasst sind die einzigen physischen Tasten des Phablet, die Lautstärke-Wippe und die Power-Taste zum ein- und ausschalten des HTC One max. Die Tasten selber sind aus geriffeltem Metall gefertigt und bieten einen guten Druckpunkt, der sich deutlich erfühlen lässt. Die Tasten selber sind weniger gut zu erfühlen, sodass auf den kontrollierenden Blick zum Treffen der Tasten nicht verzichtet werden kann. Beim kleineren HTC One lag die Power-Taste noch auf der Stirnseite, mit integriertem Infrarot-Sender und -Empfänger. Beim HTC One max ist der Infrarot-Port für sich allein aber an der gewohnten Oberseite. Was sowohl bei HTC One als auch HTC One mini zu halber Akrobatik mit den Fingern führte, ist beim HTC One max damit deutlich intuitiver gelöst.
Auf der Unterseite des HTC One max findet sich lediglich ein MicroUSB-Anschluss wieder sowie das Mikrofon für Telefonate, ansonsten ist die Unterseite vollkommen nackt. Auf der linken Seite befindet sich ziemlich weit oben ein kleiner Schiebeschalter wieder und an dieser Stelle wird es richtig interessant. Schiebt man mit etwas Schmackes den Schalter nach unten, offenbart sich die metallene Rückseite des HTC One max als abnehmbar! Wer sich jetzt freut, dass der 3.300 mAh fassende Akku auswechselbar ist, der wird direkt enttäuscht. Auch beim HTC One max ist der Akku fest verbaut und lässt sich nur in einer Fachwerkstatt wechseln. Die abnehmbare Rückseite biete lediglich den Zugang zum MicroSIM-Slot und dem MicroSD-Slot, der MicroSD Speicherkarten mit bis zu 64 GB aufnimmt.
Allerdings ist der starre Akkudeckel auch eines der kleines Mankos in der ansonsten tadellosen Verarbeitung des HTC One max: Dieser ist nicht ganz passgenau, sodass sich unschöne Spaltmaße an den Übergängen zum Kunststoff ergeben. Überhaupt ist der Sinn der abnehmbaren Aluminium-Platte nicht ganz schlüssig, wenn der Akku sowieso fest verbaut ist. Einzige Erklärung wäre für die Unterbringung der MicroSIM- und MicroSD-Slots, um ein möglich makelloses Äußeres zu ermöglichen. Das es auch anders geht zeigen sowohl das HTC One als auch HTC One mini.
Was jedoch positiv hervorzuheben ist, gerade bei dieser Größe, ist die abgerundete Keilform des Phablets an sich. Dadurch schmiegt sich der Brocken unerwartet gut in die Handfläche. Einzig die angesprochenen Spaltmaße des Aluminium-Deckels fallen negativ auf, sofern man unverhofft mit dem Finger drüber streicht. Der Rest der Rückseite wird von einem Pogo-Pin-Anschluss für Zubehör in der rechten unteren Seite belegt sowie der Ultrapixel-Kamera nebst LED-Blitzlicht und dem Fingerprint-Sensor. Was jedoch sofort auffällt, ist der Verzicht auf das BeatsAudio-Logo. Das HTC One max ist das erste HTC-Smartphone das auf das Logo verzichtet, nachdem der Konzern seine letzten Anteile an Beats Electronics verkaufte.
Die Vorderseite des HTC One max hingegen ist wiederum fehlerfrei in Sachen Haptik und Verarbeitung. Die Front wird vom riesigen FullHD-Display dominiert, dass sich über 5,9″ in der Diagonale erstreckt. Ober- und unterhalb sind die für HTC typischen BoomSound Stereo-Lautsprecher untergebracht, die in Sachen Klang einiges her machen. diese sind allerdings nicht ganz symmetrisch angeordnet, schaut man sich die Front mal etwas genauer an. Macht einen eher unschönen Eindruck, zumal das Platzangebot beim HTC One max eigentlich mehr als ausreichend sein müsste. Jedenfalls befinden sich unterhalb des Displays die beiden kapazitiven Tasten für Zurück und Home, welche das HTC-Logo in ihrer Mitte einrahmen. Dieses ist wie bei den zwei kleineren Geschwisterchen nicht funktionstüchtig.
Gerade die Blickwinkel-Stabilität ist bei einem Phablet wie dem HTC One max von größerer Bedeutung, immerhin lädt ein solch großes Display regelrecht zum mobilen Kinovergnügen ein, gerne auch mal mit einem weiteren Zuschauer. Die Anforderung erfüllt das HTC One max mit Bravour, anders als so mancher Konkurrent aus dem (nicht allzu) fernen Japan. Selbst die Helligkeit bzw. Ablesbarkeit des Display bei direkter Sonneneinstrahlung weiß zu gefallen, wenngleich die Helligkeitsautomatik nicht immer gute Dienste leistet. Oft genug ertappt man sich dabei, wie der Inhalt des Display einen Tacken zu dunkel erscheint, die Automatik ausgeschaltet und die Helligkeit manuell eingestellt wird.
Kurz um: Das Display des HTC One max gibt keinen Anlass zur Kritik.
Bestenfalls in Spielen ist der Leistungsunterschied zu spüren aber wie gesagt, im alltäglichen Gebrauch ist der Snapdragon 600 mehr als ausreichend, zu Wartezeiten kommt es in der Regel nicht. Bei etlichen im Hintergrund laufenden Apps und Diensten kann es hie rund da zwar auch mal zu etwas Gezuckel und Geruckel kommen aber ein Snapdragon 800 befeuertes Smartphone ist davor auch nicht immer gefeit. Wie gesagt, anspruchsvollere Spiele wie Real Racing 3, Galaxy on Fire 2 HD oder GTA Vice City packt das HTC One max ohne größere Probleme und auf einem 5,9″ FullHD-Display sehen Spiele einfach nur Klasse aus.
Trotzdem hat das HTC One max hin und wieder seine Probleme mit WLAN und GPS, was vermutlich auf den Aluminium-Korpus an einigen Stellen zurückzuführen ist. Selbst an ein FM Radio haben die Taiwaner gedacht, welches wie üblich ein per Kabel eingestöpseltes Headset als Empfangsantenne benötigt. Apropos Anschließen: USB-Datenträger erkennt das HTC One max problemlos. Der MicroUSB-Port auf der Unterseite ist voll USB-OTG-kompatibel, einen entsprechendes Adapter-Kabel vorausgesetzt. Über die MicroUSB-Buchse wird zudem die HDMI-Kompatibilität via MHL realisiert, sodass sich der HTC-Klotz auch gut als Medienzentrale im Kinozimmer „missbrauchen“ lässt.
Wiederum anders sieht es in Sachen Kamera aus. Wie bei der gesamten One-Familie vertraut HTC auch bei seinem Phablet-Einstand auf die eigene Ultrapixle-Technologie. Heißt nichts anderes, als das die einzelnen Sensoren des Kamera-Chips eine deutlich größere Fläche haben aber nominell „nur“ mit 4,3 Megapixel aufwarten können. Das sich diese vermeintlich niedrige Auflösung dennoch sehen lassen kann, zeigt besagte Ultrapixel-Technologie. Trotzdem teilt sich das HTC One max eine Eigenschaft mit dem kleineren HTC One mini: HTC verzichtet auf einen optischen Bildstabilisator, was sich bei der Vergrößerung von Aufnahmen im direkten Vergleich bemerkbar macht. Während das HTC One eine gute Bildschärfe liefert, schleichen sich beim HTC One max erste Detailfehler ein.
Hier einmal je ein Testfoto im Vergleich zur Sony SmartShot QX10, der Canon EOS 600D und Sony Xperia Z1:
Besonders hervorzuheben in Sachen Funktionalität ist an dieser Stelle Sense TV, was sich als äußerst praktischer Helfer für die heimische Unterhaltungselektronik erwiesen hat. Fernseher, BluRay-Player oder Set-Top-Box, alles lässt sich per Infrarot-Port des HTC One max bequem von einem Gerät aus steuern. Selbst die Wahl der Sender über den integrierten EPG geht herrlich problemlos von der Hand, was bei WatchON von Samsung nicht immer der Fall ist. Allerdings kann die Sense TV Fernbedienung nicht wie bei Samsung direkt in den Notification Drawer eingeblendet werden. Dennoch geht die Bedienung der Heimelektronik bei HTC subjektiv gefühlt einfacher von der Hand, zumal HTC neben einem Infrarot-Sender auch noch einen -Empfänger verbaut. Heißt nichts anderes, als das Sonder-Funktionen der Fernbedienung mit dem HTC One max angelernt werden können.
Weiterhin hat HTC dem HTC One max mit der App „Kritzeln“ dem HTC One max eine mehr oder weniger exklusive App für einen diogitalen Notizblock spendiert. Spätestens an dieser Stelle fällt der größte Unterschied zum Klassen-Primus Samsung Galaxy Note 3 auf: Auf einen Stylus verzichtet HTC komplett. Dabei ist es gerade dieses kleine Zubehör, das den Erfolg der Phablets von Samsung mit begründet hat und für einen digitalen Notizblock geradezu ideal ist. Der Unterschied wird ersichtlich beim Versuch, mit dem Zeigefinger etwas hinzukritzeln, das wenigstens halbwegs lesbar ist. So gut gemeint die Kritzeln-App auch ist, ohne einen Stylus bleibt sie ein netter Zusatz, der schnell in Vergessenheit gerät beim Nutzer.
Selbst das Bestätigen von Einkäufen im Google Play Store wird nicht unterstützt, was daher zwangsläufig die Frage nach dem Sinn des Fingerprint-Sensor im HTC One max aufkommen lässt. Außerdem ist die Positionierung des Sensors selbst zu hinterfragen, da bestenfalls der Zeigefinger mit einer halbwegs natürlichen Bewegung zum Entsperren oder was auch immer genutzt wird. Alle anderen Finger sind dermaßen unnatürlich, dass die Möglichkeit eher nervtötend denn hilfreich erscheint. Sollte HTC das Sicherheitskonzept der Biometrie weiter verfolgen, müssen diese Punkte dringend verbessert werden, ansonsten bleibt es eine überwiegend nicht genutzte Spielerei ohne echten Mehrwert.
| Wertung | |
|---|---|
| Geschwindigkeit | 4/5 |
| Display | 5/5 |
| Funktionalität | 3/5 |
| Verarbeitung | 4/5 |
| Preis | 3/5 |
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