Als Facebook das Unternehmen hinter dem Messenger WhatsApp für die bisher größte Summe der gesamten IT-Branche übernommen hatte, gab es schon Gerüchte über eine Zusammenlegung beider Dienste. Bisher wurde alles in dieser Richtung dementiert, aber dennoch kommt was kommen muss, und wenn es nur ein Button ist. Der Anfang vom Ende?
Facebook erregt wie kaum ein anderer Konzern der Online-Welt die Gemüter in schöner Regelmäßigkeit und das meistens im Bezug auf das Sammeln von Daten. Erst vor kurzem verkündete man auf der eigenen Entwickler-Konferenz F8, dass der Messenger zur eigenen Plattform inklusive App-Support ausgebaut wird (zum Beitrag) und eine Studie enthüllte, dass man vor dem Daten-Tracking Facebooks nirgends sicher sei (zum Beitrag). Was WhatsApp dabei für eine Rolle spielt ist noch nicht ganz ersichtlich, aber es wird Teil des Zuckerberg-Kosmos.
Das geht aus der noch nicht öffentlich verfügbaren Facebook-App für Android hervor, in welcher es Hinweise auf eine Integration von WhatsApp in dem sozialen Netzwerk geht. Konkret ist dabei die Rede von einem WhatsApp-Button, über welchen man Artikel und andere Inhalte mit nur wenigen Klicks an seine Freunde schicken kann. Also grob gesagt das, was bereits mit Facebook, Twitter, Google+ und – je nach Online-Dienst – mit anderen Social-Networks machbar ist.
Allerdings bedeutet ein Teilen-Button für WhatsApp noch lange nicht das Ende des Messengers oder gar den Abstieg. Vielmehr wird das Angebot an Möglichkeiten weiter ausgebaut, nachdem die Entwickler mit großem Anklang den Weg in den Browser geschafft haben (zum Beitrag) und erst kürzlich mit WhatsApp Call eine VoIP-Funktion in Konkurrenz zu Skype freigeschaltet haben (zum Beitrag).
Seit Facebook den Messenger WhatsApp für die bisher unerreichte Rekord-Summe von 19 Milliarden US-Dollar übernommen hat (zum Beitrag), wurde immer wieder dar+über spekuliert, ob und wann der Dienst komplett in das Angebot von Facebook integriert wird. Bisher agiert das Unternehmen jedoch völlig eigenständig und ist nicht einmal im Zwang, zwingend einen Gewinn zu erwirtschaften (zum Beitrag). Daher kann WhatsApp bis heute Werbe- und Social-Gaming-frei gehalten werden, was den Gründern um CEO Jan Koum bis heute sehr wichtig ist.
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