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Alexa und Google hören mit geheimen Trick nicht länger zu

Wer kennt das nicht: Im Fernseher spielt ein Amazon Echo oder Google Home Werbespot und kaum ist das Aktivierungswort genannt, reagieren tausende von smarten Lautsprechern in unseren Haushalten. Das gehört nun Dank einem geheimen Trick, der Vergangenheit an.

Amazon hatte im vergangenen Monat anlässlich des deutschen Verkaufsstart des Amazon Echo Spot (aktuell bei uns im Test) zu einigen Presseveranstaltungen geladen. Unter anderem kam die Frage auf, wie denn genau dieses Problem gelöst werden könnte, dass nicht ständig der smarte Lautsprecher die „Befehle“ des Werbespots aus dem TV ausführt. Amazon hat bereits eine kleine Umgehung für seine Amazon-Echo-Produkte eingeführt: Das Aktivierungswort lässt sich von „Alexa“, wahlweise auf „Amazon“, „Echo“ oder „Computer“ ändern. Aus eigener Erfahrung kann ich aber mitteilen, dass auch das an Star Trek angelehnte Wort „Computer“ nicht zwingend besser gewählt ist.

Aktivierungswort frei wählbar

Google als auch Amazon arbeiten daran, das Aktivierungswort frei wählbar zu gestalten. Das jedoch ist nach eigenen Aussagen nicht so ganz einfach. Wie Amazon auf dem Event den Pressevertretern gegenüber mitteilte, würde das Unternehmen (auch in Deutschland) bei seinen eigenen Werbespots eine geheime Technik verwenden, die den smarten Lautsprecher zur Passivität bewegt. Doch welche Technik dies realisiert, wollte Dr. Philipp K. Berger, Country Manager Alexa bei Amazon dann doch nicht preisgeben.

Vermutet wird eine Übertragung eines Signaltons in einem Frequenzbereich, der außerhalb des menschlichen Gehör liegt. Die technische Universität Clausthal berichtet dazu:

Für den Menschen hörbar sind Schallwellen mit einer Frequenz von 16 Hz bis ca. 20.000 Hz. Ultraschall sind vom menschlichen Gehör nicht wahrnehmbare Schallwellen sehr hoher Frequenz (>16 kHz), ab 10 [ 9 ] Hz spricht man sogar von Hyperschall. Schall, dessen Frequenzen unterhalb der Hörgrenze (16 Hz) liegen, wird als Infraschall bezeichnet. Periodische Druckschwankungen dieses Frequenzbereiches werden nur noch als niederfrequente Schwingungen wahrgenommen.
Die untere Grenze des menschlichen Gehörs, die sogenannte Hörschwelle, ist schwer zu erfassen. Das Ohr besitzt bei einer Frequenz von etwa 4.000 Hz seine größte Empfindlichkeit mit einem Schwellwert pmin = 10[-5] N/m[2]. Bei 2.000 Hz ist der Schwellwert bereits auf pmin = 2.10[-5] N/m[2], bei 100 Hz auf 3.10[-5] N/m[2 ] angestiegen.

Amazon Alexa und Google Home schweigen auf geheimer Frequenz

Bereits 2017 wurde unter dem Namen „DolphinAttack“ nachgewiesen, dass der Amazon Echo akustische Signale im Frequenzbereich oberhalb von 20 Kilohertz im Nahbereich permanent empfangen kann und auch darauf reagiert. Seinerzeit war jedoch die Aussage widerlegt worden, dass der Sprachassistent nur nach dem Aktivierungswort „zuhört“.

Auch Google bestätigte uns auf Nachfrage, dass der Google Home und Google Home Mini bei hauseigenen Werbespots nicht auf „Okay Google“ und „Hey Google“ reagieren würde. Da werden die Zuschauer des 52. NFL Super Bowl 2018 heute Nacht (0:30 Uhr) im Spiel New England Patriots gegen die Philadelphia Eagles dankbar sein. Wer dabei sein will: Pro 7 überträgt ab 22:50 Uhr live aus dem U.S. Bank Stadium in Minneapolis/Minnesota.

[Quelle: Presseveranstaltung | TU Clausthal | via Bloomberg]
Andreas Voetz

Seit 1997 im Internet unterwegs, habe ich vor einigen Jahren meine Leidenschaft für das bloggen entdeckt. Als ich 2010 mein erstes Android-Handy in Händen hielt, war es um mich geschehen. Mein Thema war gefunden und man kann diverse Beiträge auf einigen Seiten, als auch meinem privaten Blog begutachten.

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