Positive Nachrichten für all diejenigen, die auf das flashen von Custom Firmwares und Custom Kernel auch beim Galaxy S III, dem aktuellen Flaggschiff von Samsung, nicht verzichten wollen oder können: Knapp 2 Wochen vor offiziellem Verkaufsstart ist das neue Superphone gerootet worden!
Wenn es um das Thema Root für Samsung Modelle geht, dann fällt meistens immer ein Name zuerst: Chainfire, ein niederländischer und sehr sympatischer Hacker aus der Community der XDA Developers. Den meisten wird er durch seine CF-Root Kernel bekannt sein sowie dem Tool Chainfire3D, welches das emulieren anderer GPU’s ermöglicht. Wie bereits bei den anderen Topmodellen des südkoreanischen Konzerns ist auch der Bootloader des Galaxy S III weder verschlüsselt noch sonstwie gesperrt, die Modder-Community wird sich also wie bisher auch beim Galaxy S, Galaxy S II und Galaxy Note nach Herzenslust auslassen können.
Chainfire teilt den als Insecure Kernel bezeichneten Kernel allerdings noch nicht mit der Community, denn der Root wurde auf einem Vorseriengerät erzielt, welches wiederum nachverfolgbar ist. Da sich das Format des Kernels von zImage zu boot.img geändert hat, ist der Root nun innerhalb von 10 Minuten von einem ernsthaften Entwickler zu erreichen. Durch den neugepackten Kernel wird die Variable ro.secure=1 immer mit dem Wert 0 ausgelesen, egal ob die Variable den vorgegebenen Wert 1 hat oder nicht.
Durch die Modifikation, die übrigens komplett per Remote-Verbindung bewerkstelligt wurde, ist Chainfire eine weitere Änderung aufgefallen: Die Partition für das Recovery (eine Art Mini-OS als Fallback Sicherheit) wird diesmal ebenfalls genutzt, weshalb das Recovery wie zum Beispiel CWM (ClockWorkMod) separat vom Kernel geflashed werden kann. Ebenfalls neu ist der Verzicht auf das bekannte gelbe Warndreieck bei einem Kernel, der nicht die Samsung-Signatur trägt und somit bereits beim booten eine Modifikation optisch anzeigt. Auch wenn darauf verzichtet wurde, wird nach wie vor ein Zähler bei jedem Flash hochgezählt, der sich übrigens bisher nicht durch TriangleAway von Chainfire wieder auf 0 setzen lässt.
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Hört sich schon mal ganz gut an.
Vor allem zeigt es wie offen Samsung mit der Modder-Gemeinde umgeht. In meinen Augen ein ganz großes Plus, siehe damals die Petition gegen gesperrte Bootloader bei HTC.