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GEMA reitet Spotify in die Pleite

Musik-Streaming-Dienste wie AMPYA, Spotify oder Simfy erfreuen sich immer größter Beliebtheit. Nun meldet sich Spotify Mitgründer und CEO Daniel Ek in einem Interview mit dem Wall Street Journal zu Wort. Trotz doppelter Einnahmen zum Vorjahr, kann das schwedische Unternehmen aufgrund zu hoher Lizenzgebühren, keine Gewinne erwirtschaften.

Spotify und sein Angebot

Nachdem lange Zeit das illegale kopieren und downloaden von Musik in Form von *.mp3-Files, fälschlicherweise als Kavaliersdelikt galt, sorgte ein im Oktober 2008 in Stockholm gestartetes Unternehmen mit dem Namen Spotify AB, für ein ruhiges Gewissen des Musikkonsumenten.
Spotify bietet aktuell dem Musik Interessierten 3 Geschäftsmodelle an:

  1. Freemium
    Gratis Musik auf dem PC oder Laptop mit Werbeeinblendungen
  2. Unlimited
    Für 4,99€ im Monat Musik auf dem PC oder Laptop ohne Werbeeinblendungen
  3. Premium
    Für 9,99€ im Monat Musik ohne Werbeeinblendungen auf allen Endgeräten (inkl. Smartphone & Tablet). Die Musik kann auch für den Offline Modus heruntergeladen (verschlüsselt) werden.
Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁

Verlustgeschäft

Im Jahre 2011 ging Spotify mit dem Major Label Universal Music eine Kooperation ein, um auch auf dem US-Amerikanischen Markt Fuß zu fassen. Trotz weltweiter 4 Million zahlender Mitglieder und einem Umsatz von rund 188 Millionen Euro im Jahre 2011, verzeichnete Spotify knapp 40 Millionen Euro Verlust.
Bis zum März diesen Jahres schaffte es der schwedische Musik-Streaming-Dienst sogar auf 30 Millionen Abonnenten, wovon ca. 6 Millionen einen der beiden kostenpflichtigen Dienste nutzen. Das macht eine Verdopplung des Umsatzes zum Jahre 2012 von 434,7 Millionen Euro aus.
Unglücklicherweise steigerten sich aber auch die Verluste von 45,4 Millionen auf 58,7 Millionen Euro.

“There is no ‘freemium’ business on the Internet that is behaving like that,”

Spotify CEO Daniel Ek (gemeinsam mit James Duffett-Smith) freut sich über die steigende Tendenz der „zahlenden“ Mitglieder. Aktuell würden ungefähr 20 Prozent der Freemium Kunden auf ein Unlimted oder Premium Paket wechseln. Dennoch würde man trotz dieser Erfolge eines lebensfähigem Geschäftsmodells, aufgrund der hohen Lizenzgebühren Verluste einfahren, so Daniel EK weiter.

GEMA

In Deutschland ist die GEMA das eintreibende Element der Lizenzgebühren. Die GEMA erwirkte im Jahre 2012 zunächst eine einstweilige Verfügung, die den Betrieb des Streaming-Dienst in Deutschland außer Kraft setzte. Nach zähen Verhandlungen konnte das schwedische Unternehmen im März 2012 wieder zugelassen werden und sein Musikangebot legal vertreiben.

Ob nun die dauerhaften Verluste tatsächlich der „zu hohen“ Lizenzgebühren der GEMA geschuldet sind, vermögen wir nicht zu beurteilen. Dennoch ist es nicht das Erste Mal das die GEMA unangenehm im weltweiten Musikgeschäft auffällt.
Spotify hingegen hat sich dahingehend geäußert das weitere Gespräche mit den Kooperationspartnern, sprich den Plattenfirmen anstehen, um die aktuellen Verluste zu kompensieren.

[Quelle: The Wall Street Journal | via Leser Daniel Z.]

 

MaTT

Mit dem Palm groß geworden und dem Qtek 1010, sowie HTC Hero die unstillbare Lust an dem OS Android bis zum heutigen Tage entdeckt. Als Gründer von Android TV (heute GO2mobile), pflasterten Meilensteine bei Areamobile (Head of Video Content) oder NextPit (Senior Editor) den Weg von Bestenlisten, News, Tests und Videos. Auch heute noch Spezialagent für alles Kreative.

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MaTT

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