Manch einer wird vermuten, das Huawei von jeher seine HiSilicon Kirin Prozessoren selbst fertigt. Leider weit gefehlt. Lediglich das Design entwickelt man zum Teil selbst. Die eigentliche Produktion hatte bislang der taiwanische Chip-Hersteller TSMC übernommen, was ja bekanntlich 2019 aufgrund des US-Embargos zum großen Crash geführt hat. Nun teilt die chinesische Medienlandschaft mit, das Huawei bereits Ende 2022 seine ersten eigenen SoCs fertigen will.
Es dürfte allgemein keine Neuigkeit sein, das Huawei seit dem im September 2019 in Kraft tretenden US-Embargo mit entsprechenden Sanktionen und Auflagen auf dem europäischen Smartphone-Markt keine große Rolle mehr spielt.
Bislang konnte der Konzern noch von diesem Großeinkauf seine Kunden recht gut bedienen. Doch es scheint nun gehen auch hier die Reserven zu neige. Tatsächlich zeichnet sich aber aus den USA eine recht undurchschaubare Meinungsänderung bezüglich der Auflagen stattzufinden. Denn der US-kalifornische Chiphersteller Qualcomm darf sehr wohl SoCs für Huawei fertigen, wie der aktuelle Snapdragon 888 im Huawei P50 Pocket Foldable unter Beweis stellt. Jedoch ist ihnen die Verwendung „moderner“ LTE-5G-Technologie verwehrt.
Wie nun die „Global Times“ berichtet, plant Huawei bis Ende 2022 eine „Huawei Precision Manufacturing Alliance“ zu errichten, welche zum ersten Mal selbst Halbleiter produzieren wird. Dazu habe man gestern eine 100 prozentige Huawei-Tochter gegründet, welche mit einem eingetragenen Kapital von 600 Millionen Yuan (94,18 Millionen US-Dollar) gezeichnet wurde.
Huawei teilte dem staatsnahem Medien-Unternehmen am Dienstag weiterhin mit, dass sich die neue Division hauptsächlich auf das Verpacken, Testen und Zusammenbauen von High-End-Geräten, Modulen, Komponenten in den Bereichen Optoelektronik, Wireless, digitale Energie, Smart Cars und andere Terminalprodukte konzentrieren wird.
Es ist nicht eindeutig kommuniziert, ob auf lange Sicht dazu auch die Produktion von mobilen Prozessoren zählt, welche eines Tages in der Massenfertigung für die eigenen Smartphones dienen soll. Xiang Ligang, Generaldirektor der neuen „Abteilung“ redet von Fähigkeiten einer „bestimmten Massen- und Kleinserien-Produktion“ und „obwohl das neue Unternehmen keine Chips herstellt, konzentriert sich das Geschäft auf die Chipindustrie“. Öhm – ja. Da in dem Bericht aber von einem „Streben nach Eigenständigkeit“ die Rede ist, würde ich das jetzt einfach mal so interpretieren, das man schon früher oder später für Smartphones eigene HiSilicon Kirin Prozessoren fertigen wird.
Einen derartigen Bericht lesen wir aber nicht zum ersten mal. Bereits im Sommer war zu vernehmen, dass bereits Anfang 2019 entsprechende Pläne unter dem Namen „HiSilicon Factory“ ins Leben gerufen worden sein sollen. Unterstützt wird das ganze Projekt natürlich – wie nicht selten in China – von der staatlichen Regierung, welche den Halbleiter-Bedarf für das eigene Land gewährleistet wissen möchte.
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