Huawei P50 Pocket: Das nächste Klapp-Foldable ist offiziell!

Zugegeben kam das Huawei P50 Pocket als zweites, quadratisches Klapp-Foldable am Markt ein wenig überraschend. Erwartet wurde aufgrund einer TENAA-Eintragung ein Huawei Mate X3. Ein direkter Konkurrent zum Galaxy Z Flip3 wurde jedoch nicht erwartet, wenngleich aufgrund des Erfolges bei Samsung auch nachvollziehbar. Und so hat der aufgrund weiterhin bestehenden US-Sanktionen angeschlagene Hersteller soeben das faltbare Smartphone im Taschenformat in drei Farben vorab für China vorgestellt. Ein globaler Release scheint aber geplant.

 

Irgendwie ist das Huawei P50 Pocket doch eine Überraschung

In einer Welt, wo Leaks zum Teil Monate im Voraus dem eigentlichen Launch seiner gesamten Magie berauben, war die heutige Präsentation des Huawei P50 Pocket eine willkommene Abwechslung. Zwar gab es auch hier vor der offiziellen Vorstellung einige Informationen, größtenteils aber vom Hersteller selbst initiiert. Lange Rede und gar kein Sinn: Das kompakte Klapp-Foldable von Huawei ist offiziell.

Vorgestellt in den Farben Crystal Diamond White, Obsidian Black und einer Gilt Gold Premium Edition. Letzteres entstand in Zusammenarbeit mit der niederländischen Modedesignerin Iris Van Herpen. Doch sowohl die goldene als auch die weiße im doppelseitigen dreidimensionalen Mikrogravur-Verfahren hergestellte Variante waren uns optisch schon bekannt. Neu hingegen ist das schon nahezu schlicht anmutende Schwarz. Diese Version scheint uns aber vorerst vorenthalten zu werden. Preislich steigt Huawei im Heimatland China bei knapp 9.000 Yuan ein, was knapp 1.250 Euro sind und etwas teurer als Oppo sein Erstlingswerk – dem Find N – im faltbaren Segment darstellt (1.100/1.250 Euro). Denn wer die Vollausstattung wünscht wird bei Huawei mit 10.998 Yuan (1.525 Euro) zur Kasse gebeten.

Huawei P50 Pocket

Dafür gibt es dann Embargo bedingt einen speziell gefertigten Snapdragon 888 Octa-Core-Prozessor mit einem LTE-4G-Modem, welcher sich auch im Huawei P50 Pro befindet. Ich erwähne das, weil vermutlich beide Modelle auch hierzulande im kommenden Jahr – natürlich ohne Google Mobile Anwendungen – erscheinen werden. Zumindest gibt es bereits in Europa eine entsprechende Internetseite. Auch Huawei bietet die Wahl zwischen 8/256 GB und 12 GB RAM gepaart mit stolzen 512 GB internen Programmspeicher.

Triple-Kamera wieder auf ganz hohem Niveau

Auch kameratechnisch backt das Unternehmen keine kleinen Brötchen, wenngleich erstmalig nichts von einer Kooperation zum deutschen Kameraexperten Leica erwähnt wird. Hier stellt man sich mit einer 40-Megapixel-True-Chroma-Kamera mit einer Blende von f/1.8, einem 13-Megapixel-Ultra-Weitwinkel- und einem 32-Megapixel-Ultra-Spektrum-Objektiv recht gut auf. Auch letzterer Sensor bietet eine maximale Blende bei f/1.8, was besonders gelungene Nachtaufnahmen vermuten lässt.

Im Inneren schlummert eine 10,2-Megapixel-Kamera mit einer Blende von f/2.2 im 6,9 Zoll großem faltbaren AMOLED-Display (Punch Hole). Die Auflösung beträgt 2.790 x 1.188 Pixel (FHD+) bei einer maximalen Anzahl von 120 Bildern pro Sekunde. Die Touch-Samplingrate beträgt 300 Hertz. Ein besonderes Highlight ist das optisch als zweite Kamera-Optik getarnte 1,04 Zoll große Cover-Display. Auch hier OLED-Technologie (340 x 340 Pixel) mit 60 Hertz Refresh- und 120 Hertz Touch-Rate. Was bislang mehr wie ein Gimmick wirkte, ist in Wirklichkeit ein voll funktionstüchtiger Bildschirm mit vielen nützlichen Funktionen.

Schwachpunkt des Galaxy Z Flip3 wettgemacht!

Zumindest auf dem Datenblatt scheint Huawei die größte Schwachstelle laut unserem Test mit dem Samsung Galaxy Z Flip angegangen zu haben. Die Rede ist von der zu schwachen Akku-Leistung im Samsung-Klapp-Foldable. Ist dort der Akku gerade einmal 3.300 mAh. Huawei schafft es aber in das 170 x 75,5 x 7,2 Millimeter große und 190 Gramm leichte Huawei P50 Pocket einen 4.000 mAh starken Akku unterzubringen. Geladen wird mit 40-Watt-SuperCharge. Kabelloses Laden ist laut Datenblatt nicht vorgesehen.

[Quelle: Huawei]

Samsung Galaxy Z Flip3: Mein erster Eindruck des Volks-Foldable

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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