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Netzbetreiber fordern mehr Offenheit von Google, WhatsApp und Co

Europäische Netzbetreiber sind dazu verpflichtet, ihre Netze für ein europaweites Roaming zu öffnen und somit die Grenzübergreifende Nutzung von Mobilfunkdiensten innerhalb der EU zu ermöglichen. Das erfordert allerdings mitunter dern Ausbau der bestehenden Netze und an diesen Kosten sollen sich in Zukunft die großen US-Konzerne mitbeteiligen.

Das die Nutzung mancher Netzbetreiber nicht gerade eine günstige Sache ist weiß vermutlich jeder. Gerade die Deutsche Telekom oder Vodafone sollen Tests zufolge die besten deutschen Netze bieten, was sich beide Unternehmen auch entsprechend bezahlen lassen. Gerade der Ausbau der Datennetze für immer höhere Geschwindigkeiten – LTE Cat6 mit 300 Mbit/Sekunde im Download steht beispielsweise bei uns noch aus – verschlingt zum Teil Milliarden an Euro, die irgendwoher kommen müssen. Die Kunden kann man nicht jede Preiserhöhung verkaufen und daher sollen etliche US-Konzerne nun in die Bresche springen.

Netzbetreiber wollen mehr Offenheit von US-Diensten

10 der größten europäischen Netzbetreiber wollen nicht mehr länger alleine auf diesen Kosten sitzen bleiben und fordern in einem Offenen Brief die EU Kommission dazu auf, US-Konzerne stärker zu regulieren und an den Kosten für den europäischen Netzausbau mit zu beteiligen. Zu den Unterzeichnern des Offenen Briefes gehören Tim Höttgens (Deutsche Telekom), Vittorio Colao (Vodafone) sowie jeweiligen Chefs der Netzbetreiber Telecom Italia, Telefónica, Liberty, Orange, Telenor und TeliaSonera, als auch die beiden Netzausrüster Ericsson und Alcatel-Lucent.

Konkret fordern die europäischen Netzbetreiber vom neuen Chef der EU-Kommission Jean-Claude Juncker, dass Internetkonzerne aus den USA an den Kosten für den europäischen Netzausbau beteiligt werden. Google und Co. würden Milliarden an Euro mit ihren Diensten verdienen, was europäischen Unternehmen aufgrund der strikten Datenschutzvorschriften untersagt ist. Gerade die Netzbetreiber leiden unter einem stetig stark wachsenden Datenverkehr, von welchem lediglich US-amerikanische Konzerne profitieren würden durch ihre steigenden Werbe-Einnahmen.

Außerdem fordert die Gemeinschaft der Netzbetreiber von der EU-Kommission, dass sich Dienste wie WhatsApp stärker öffnen müssen für andere Plattformen. Die Kommunikation innerhalb eines geschlossenen Systems wie beispielsweise bei Facebook oder eben WhatsApp solle offener werden, ganz nach dem Vorbild des europäischen Roaming-Systems, bei welchem sich Sprach- und SMS-Dienste auch in fremden Netzen mit der eigenen SIM-Karte nutzen lassen.

[Quelle: Rheinische Post | Danke für den Tipp Olivier]
Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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Veröffentlicht von
Stefan

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