Technisch gesehen ist die Smartphone-App in erster Linie für Liebhaber der elektronischen Musik interessant, da es sich vereinfacht gesagt um eine Digital Audio Workstation kurz DAW mit einem mehrspurigen MIDI Sequenzer handelt. Da man allerdings auch Musik von Drittanbieter-Produkten direkt aufnehmen kann, ist Samsung Soundcamp um einiges offener als man es auf den ersten Blick meinen könnte.
Damit die musikalischen Möglichkeiten ausgelebt werden können, bietet die App bis zu acht Tonspuren für MIDI-Sequenzen oder Audio-Aufnahmen in Stereo-Qualität, die sich mit einem Drum-Computer, Synthesizer und mehr verfeinern lassen. Zusätzlich bietet Samsung Soundcamp einen MIDI Editor und Mixer auf PC-Niveau (Angaben des Herstellers), um die Dynamik der Audio-Aufnahmen zu optimieren. Die Oberfläche erinnert dabei stark an das technische Equipment, welches man auch in einem echten Tonstudio antreffen kann, damit sich Musikproduzenten oder die es noch werden wollen, direkt heimisch fühlen.
Samsung hat sogar daran gedacht, eine Loop-Maschine in Samsung Soundcamp zu integrieren, welche bis zu 250 verschiedene Loops aus der App Loopmaster importieren kann. Alternativ kann man auch Erweiterungen in verschiedenen Musikstilen herunterladen. Es gibt sogar einen vollwertigen Sampler zum Aufnehmen und Abmischen von Musikinstrumenten, sodass diese in Samsung Soundcamp selbst ebenfalls als Instrument zur Auswahl stehen.
Interessant ist, dass es passend für die Smartphone-App auch eine App für die Gear Smartwatches mit Tizen Betriebssystem gibt, von welchen aus man einige Effekte und auch Loops mit einfachen Wischgesten steuern kann. Auf Seiten der offiziell unterstützten Hardware nennt Samsung explizit den Unique Synthesizer und WOW2 Filter, den Phase84 Phasen-Synthesizer sowie iLectric Piano und iGrand Piano. Aber auch mit einer herkömmlichen MIDI-Tastatur lässt sich die Noteneingabe via eines Host-fähigen MiroUSB-Port deutlich vereinfachen.
Leider möchte man fast sagen, ist die Kompatibilität von Samsung Soundcamp auf die Modelle Galaxy S6, Galaxy S6 edge, Galaxy S6 edge+, Galaxy S5, Galaxy Note 5, Galaxy Note 4, Galaxy Note Edge, Galaxy Tab S2, Galaxy Tab S und das erst jüngst neu vorgestellte Galaxy View (zum Beitrag) beschränkt, was mit an der Firmware liegt. Mit Android 5.0 Lollipop hat Google den Grundstein gesetzt, den Samsung mit eigenen Anpassungen am Betriebssystem noch weiter optimiert hat, sodass sich die aktuellen Android Smartphones und Android Tablets von Samsung ernsthaft zur mobilen Musikproduktion eignen (zum Beitrag) und mit Android 6.0 Marshmallow ist eine weitere erhebliche Verbesserung im Zusammenspiel mit MIDI zu erwarten (zum Beitrag).
Aufgrund der Fülle an Funktionen und Möglichkeiten, ist der Speicherbedarf von Samsung Soundcamp enorm. Auf einem Samsung Galaxy Note mit aktueller Lollipop-Firmware, stürzt die App kurz nach dem Start ab.
Samsung hat nun auf seinem Galaxy-Oktober-Event in Südkorea und den USA das Galaxy XR-Headset offiziell…
Anfang der Woche hat Vivo im Heimatland das als preiswert zu bezeichnende iQOO 15 präsentiert.…
Manch einer von Euch wird vermutlich schmunzeln, wenn wir wieder einmal über das Apple iPad…
Neben dem Realme GT 8 Pro, das mit austauschbaren Kamera-Arrays in runder und eckiger Form…
Noch vor dem OnePlus 15 und OnePlus Ace 6 hat nun das Schwester-Unternehmen heute das…
Bislang war der Exynos-Prozessor von Samsung eher ein Chip, welchen die werte Kundschaft gemieden hat.…
Diese Seite verwendet cookies.