Hierzulande ist das Tesla Robotaxi – auch als Cybercab bekannt – noch nicht im Einsatz, wenngleich es schon offiziell in Berlin präsentiert worden ist. In den USA, Austin Texas ist das aber anders: Elon Musk setzt hier bereits modifizierte Tesla Model Y Fahrzeuge im komplett autonomen Betrieb ein. Doch hier wurde nun ein Fahrgast mehr oder weniger vom von der Tesla KI abgezockt. Das Robotaxi fuhr in einer Endlosschleife auf einem öffentlichen Parkplatz.
Tesla Robotaxi mit starken Orientierungsschwierigkeiten
Ein Tesla-Robotaxi ist auf einem Parkplatz in Austin, Texas, über mehrere Minuten hinweg knapp 6 Runden im Kreis gefahren. Das Fahrzeug fand den Ausgang nicht, obwohl eine alternative Ausfahrt vorhanden war. Dan Burkland hatte bewusst eine komplexe Situation geschaffen, um die Fähigkeiten der Full-Self-Driving-Software zu testen und das ganze in einem Video festgehalten. Die reguläre Ausfahrt war durch Pylonen blockiert, doch ein beidseitig nutzbarer Eingang hätte als Umfahrung dienen können, wie der Fahrgast nun auf X (ehemals Twitter) berichtet.
INTERVENTION: Tesla Robotaxi Stuck In A Loop
In my 16th Robotaxi ride, I threw a curveball at Robotaxi by having it pick me up in a busy parking lot near an event center. The usual parking lot exit was coned off by parking lot attendants which resulted in some difficulties for… pic.twitter.com/sPHkGHYFXK
— Dan Burkland (@DBurkland) July 25, 2025
Tesla-Mitarbeiter mussten aus der Zentrale übernehmen
Zwar erkannte die Fahrsoftware des komplett autonom fahrenden Cybercab die Blockade korrekt, interpretierte jedoch die alternative Route nicht als gültigen Ausweg. Kurz darauf meldete sich ein Mitarbeiter des technischen Supports per Sprachnachricht und wies darauf hin, dass der modifizierte Tesla Model Y offenbar nicht weiterkomme. Nach einer weiteren Runde auf dem Parkplatz griff ein zweiter Mitarbeiter ein und brachte das Auto zum Stillstand.
Etwa eine Minute nach dem Halt setzte sich das Fahrzeug erneut in Bewegung, allerdings mit auffällig langsamer Geschwindigkeit. Es bewegte sich nur mit etwa 1,5 bis 3 Kilometern pro Stunde. Burkland vermutete daraufhin, dass ein sogenannter Teleoperator das Fahrzeug fernsteuerte. Die langsamen und verzögerten Bewegungen deuteten aus seiner Sicht darauf hin, dass der Mensch im Kontrollzentrum das Steuer übernommen hatte.
Nach weiteren schätzungsweise fünf bis sechs Extrarunden, schien das Fahrzeug eine aktualisierte Navigation erhalten zu haben. Daraufhin beschleunigte es leicht und setzte den Fahrbetrieb in gewohnter Weise fort. Für Burkland war das ein Zeichen dafür, dass Tesla auf solche Vorfälle vorbereitet ist. Er äußerte sich erleichtert darüber, dass der Support offenbar über ein funktionierendes Notfallprotokoll verfügt, um festgefahrene Fahrzeuge wieder auf Kurs zu bringen. Die „Trainingsfahrt“ wurde ihm nachhinein wieder gut geschrieben.
Nur einer von vielen Fehlern
Der Vorfall reiht sich in eine Serie weiterer Fehlfunktionen ein, die seit dem Start des Tesla-Robotaxi-Dienstes in Austin im Juni 2025 beobachtet wurden. Berichte sprechen von Robotaxis, die Probleme beim Linksabbiegen hatten, zu schnell fuhren oder sich in alltäglichen Verkehrssituationen falsch verhielten. Das zugrunde liegende System basiert ausschließlich auf Kameras und KI (künstlicher Intelligenz). Sensoren wie Radar oder Lidar werden aus Kostengründen nicht verwendet.
Nicht nur Tesla kämpft mit derartigen Herausforderungen. Auch andere Anbieter wie Waymo, die auf mehr Sensortechnik setzen, berichten von Ausfällen in komplexen Umgebungen wie Parkplätzen oder Kreisverkehren. Trotz der ambitionierten Pläne von Elon Musk, den Dienst 2025 in vielen weiteren Städten auszurollen, zeigen diese Vorfälle, dass autonome Fahrzeuge noch weit davon entfernt sind, im urbanen Alltag zuverlässig zu funktionieren.




















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