Aktuelle Passwort-Manager 2020: Ihre Stärken und Schwächen

Noch nie war es so wichtig, sich um den Schutz persönlicher Daten zu kümmern wie heute. Für alle Webanwendungen werden individuelle Zugangsdaten benötigt, doch wie soll man sich all diese Nutzernamen und Passwörter merken? Schließlich empfehlen vielen Experten für jede Anwendung im Internet ein anderes Passwort zu verwenden. Wenn man dann ein Passwort vergessen hat, gestaltet sich der Freischaltungsprozess für den Nutzer in vielen Fällen sehr mühsam. Abhilfe schaffen sogenannte „Passwort-Manager“, die all Ihre Passwörter und Benutzernamen automatisch speichern und auf die Sie mit einem persönlichen Master-Passwort von Ihrem Android- oder iOS-Smartphone aus jederzeit schnell und einfach zugreifen können. Im folgenden Artikel gehen wir auf die Stärken und Schwächen aktueller Passwort-Manager ein und stellen Ihnen die Besten für Ihr Smartphone vor.

Warum sollte man einen Passwort-Manager benutzen?

Sichere Passwörter für alle Konten, auf die man jederzeit zugreifen kann. Das ist das Versprechen, was beliebte Passwort-Manager wie 1Password, KeePass oder Steganos ihren Nutzern versprechen. Sicherheitsexperten raten schon seit Jahren zu diesem digitalen Tool, um die Sicherheit der persönlichen Daten im Word Wide Web zu erhöhen. Die Grundlage der Nützlichkeit dieser Werkzeuge ist jedoch auch gleichzeitig ihr größter Nachteil. Das sind konkret die Stärken und Schwächen aktueller Manager für Ihr Smartphone:

Stärken:

  • Nutzer müssen sich nur noch ein Passwort merken
  • Passwörter werden in verschlüsselten Datenbanken archiviert
  • Mittels eingebundener Passwort-Generatoren werden stets sichere Passwörter erzeugt
  • Der Passwort-Manager loggt sich mit einem Klick automatisch in den jeweiligen Web-Service ein
  • Ihre digitale Identität wird optimal geschützt

Schwächen:

  • Sie müssen dem Passwort-Dienst vertrauen und diesen die Kontrolle über ihre Online-Zugangsdaten übergeben
  • Falls das Master-Password gehackt wird, hat der Cyberkriminelle Zugriff auf alle gespeicherten Zugangsdaten

Was sind die bekanntesten Passwort-Manager-Anbieter?

Für das Android- und iOS-Betriebssystem sind zahlreiche Lösungen verschiedener Anbieter erhältlich. Im Folgenden gehen wir kurz auf Einige ein, die sich in der Nutzergemeinde einer großen Beliebtheit erfreuen und auch in Sachen Sicherheit punkten. Eine detaillierte Analyse der besten Tools könnt ihr im großen „Passwort-Manager im Vergleich“ nachlesen.

1Password

Bei diesem Tool handelt es sich wohl um den Platzhirsch seiner Zunft. Das Masterkennwort wird bei der Erstellung auf seine Sicherheit überprüft, was heutzutage bei allen guten Tools zum Standard gehört. Wenn ihr die App zusammen mit der Desktop-Version nutzen möchtet, könnt ihr bei der Einrichtung den gesamten in der Cloud archivierten Datensatz übernehmen. Das Design der 1Password-App ist übersichtlich gestaltet, es wirkt jedoch im Vergleich zu anderen Anbietern etwas veraltet.

‎1Password - Password Manager
‎1Password - Password Manager
Entwickler: AgileBits Inc.
Preis: Kostenlos+
1Password - Passwort-Manager
1Password - Passwort-Manager
Entwickler: AgileBits
Preis: Kostenlos+

Dashlane

Wie bei 1Password, werden Passwörter beim Anbieter gespeichert, vorher aber lokal sicher verschlüsselt. Anwendungen stehen ebenso für alle gängigen Plattformen bereit. Wer die App im vollen Umfang nutzen möchte, muss sich auch hier mit einem monatlichen Obolus beteiligen. Da das Unternehmen permanent auf Kundensuche ist, lohnt sich ein Blick nach Rabatt-Codes. Erst vor Kurzem gab es für den Code „C8C77LR7“ für Neu- und Bestandskunden ein halbes Jahr Premium gratis. Ansonsten bezahlt ihr für den Premium-Dienst 3,33 Euro monatlich und erhaltet sogar eine Dark-Web-Überwachung und Warnungen. Die mobilen Anwendungen sind selbstredend kostenfrei.

‎Dashlane – Passwort-Manager
‎Dashlane – Passwort-Manager
Entwickler: Dashlane
Preis: Kostenlos+
Passwort-Manager von Dashlane
Passwort-Manager von Dashlane
Entwickler: Dashlane
Preis: Kostenlos+

KeePass

Anders als bei vielen anderen Anbietern, handelt es sich bei KeePass um eine Open-Source-Project. Vermutlich einer der Ersten am Markt und prinzipiell nur für Windows verfügbar. Obwohl das Design der App vermutlich genau aus diesem Grund etwas gewöhnungsbedürftig ist, sind alle Einstellungen übersichtlich gestaltet und sinnvoll in der App integriert. Findige Programmierer haben natürlich schnell den Bedarf entdeckt, sodass es auch hier mobile Alternativen gibt. Für Android hat sich für mich das kostenlose Keepass2Android bewährt. Auf Wunsch kann der Login auch via Fingerabdruck getätigt werden. Da selbst meine Bank dieses Sicherheitsfeature nutzt, vertraue ich meinem Daumen ebenfalls dem Passwort-Manager an.

Keepass2Android
Keepass2Android
Preis: Kostenlos

Für das Apple iPhone oder Tablet tendiere ich zu dem noch recht frischen KeePassium. Auch hier lassen sich die verschlüsselten KeePass-Datenbanken aus der Cloud problemlos öffnen und bearbeiten. Wie bei iOS üblich, müssen Premium- und Pro-Funktionen bezahlt werden. Für die meisten wird aber vermutlich die kostenlose Variante reichen.

‎KeePassium (KeePass)
‎KeePassium (KeePass)
Entwickler: Andrei Popleteev
Preis: Kostenlos+

Steganos

Hierbei handelt es sich um einen leistungsstarken Kennwort-Manager, der mit hoher Sicherheit, breiter Funktionsvielfalt und einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Das Tool gehört nicht umsonst zu einer der bekanntesten und meist genutzten Anwendungen. Durch den Einsatz einer speziellen virtuellen Tastatur wird das Protokollieren der Passworteingaben durch Keylogger und ähnliche Computer-Schädlinge verhindert. Der Passwort-Generator bietet die Möglichkeit, die Länge des Kennworts und die Art der genutzten alphanumerischen Zeichen nach persönlichen Anforderungen festzulegen.

‎Steganos Mobile Privacy
‎Steganos Mobile Privacy
Preis: Kostenlos
Steganos Mobile Privacy
Steganos Mobile Privacy
Preis: Kostenlos

Wir hoffen, dass für euch das Richtige dabei ist. Wenn noch Fragen offen sind, immer rein in die Kommentare.

[Quelle: Hard Tecs 4U]

 

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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