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Amazon Astro und eine fliegende Überwachungsdrohne erobern unser Wohnzimmer

Amazon hielt gestern seinen jährlichen Event ab, auf dem allerlei neue Produkte vorgestellt wurden, welche zum Teil auch kurzfristig deutsche Verkaufsregale erreichen. Darunter die uns bereits aus dem vergangenen Jahr bekannte fliegende Überwachungsdrohne „Always Home Cam“ von Ring und den Amazon Astro, dem ersten Haushaltsroboter welcher ebenfalls zur Überwachung auf Patrouille durch die Wohnung geschickt werden kann.

 

Indoor-Überwachungsdrohne nun auch zu kaufen

Bereits vergangenes Jahr fühlte ich mich leicht an den Science-Fiction-Thriller Minority Report erinnert, als Amazon seine fliegende Indoor-Drohne „Always Home Cam“ von Ring offiziell vorgestellt hatte. Ein Jahr hat der US-Onlinehändler nun gewartet, dass sich die Kunden mit dem Gedanken anfreunden können. Nun lässt sich die Drohne in den USA für 250 US-Dollar kaufen. Jedoch nur auf Einladung. Die „Always Home Cam“ parkt in einem viereckigen Würfel und kann dann bei einem Geräusch oder einem entsprechenden Befehl an den von euch festgelegten Ort fliegen und das Videobild entsprechend übertragen.

Amazon gibt den Hinweis, dass die Drohne so laut in der Luft sei, dass sie euch nicht „unbeobachtet“ ausspionieren kann. Auch sei die Kamera, sofern die Drohne sich in der Ladestation befindet, nicht in der Lage ein Kamerabild zu übertragen. Ein deutscher Verkaufsstart ist noch nicht bekannt.

Amazon Astro wird unser neuer Mitbewohner, oder?

Wer das schon spooky fand, dürfte von Amazon Astro noch ein wenig mehr überrascht sein. Denn „Astro“ ist der erste Haushaltsroboter von Amazon. Nachdem Xiaomi schon mit seinem 1.300 Euro teuren „CyberDog“ seine Vorstellung eines Roboters vorgestellt hat, will nun Jeff Bezos nach dem Weltall euer Wohnzimmer erobern.

Dabei erinnert der rollende Zwerg aber eher an Disneys Wall-E oder einem Staubsauger mit rückenseitiger Staufläche und einem Tablet als Kopf, als an einen martialischen Boston Dynamics Verschnitt der Chinesen. Aber auch hier ist der Vater des Gedanken die Überwachung.

Und da am Boden sich in unserer Welt nur so wenig tut, fährt „Astro“ eine Teleskopkamera aus dem Hirn, um auch oben entsprechende Videoübertragung zu ermöglichen. Durch das rotierende Display und den digitale „Augen“ besitzt der Haushaltsroboter eine Art Persönlichkeit. Unterm Strich dient er jedoch der Überwachung eurer vier Wände.

Nachdem Amazon Astro den Grundriss eurer Wohnung kartografiert hat, könnt ihr gewisse Sperrzonen einzeichnen, welche von der autark fahrenden Kamera nicht aufgezeichnet werden soll. Selbe Spiel hier, vorerst nur in den USA erhältlich. Der Preis beträgt bei Erhalt einer Day-One-Einladung 1.000 US-Dollar. Der spätere Regulär-Preis soll 1.500 US-Dollar betragen.

Weitere Produkte im Anmarsch

Bei den weiteren Produkten wie beispielsweise dem Echo Show 15, dem Amazon Glow, dem Fitness-Tracker Halo View und einer Video-Türklingel „Blink Video Doorbell“ geht es denn deutlich harmloser zu. Bei dem Echo Show 15 handelt es sich praktisch um ein 15,6 Zoll großes Tablet mit einer Full-HD-Auflösung, das wie ein Bilderrahmen an der Wand hängt und mit einer 5-Megapixel-Kamera und dem verbauten Amazon AZ2 Quad-Core-Neural Edge-Prozessor, auf Basis von Computer-Vision-Algorithmen Personen erkennen kann.

Dadurch soll die gespeicherte „visuelle ID“ erkannt werden und die persönlichen Daten, wie Erinnerungen, Kalenderereignisse, Musiklisten und virtuelle Haftnotizen angezeigt werden. Ein Verkaufsstart für Deutschland ist mit 249 Euro geplant, ein Termin aber noch nicht genannt. Zu guter Letzt noch ein, zwei Worte zu dem Amazon Glow.

Amazon Glow für unsere Kinder

Auch hier drängt sich mir der Verdacht auf, dass Jeff Bezos uns persönlich besser kennen lernen möchte. Jeden einzelnen von uns. Denn nun geht es um unsere Kinder, welche mit Glow an Videogespräche herangeführt werden sollen. Dazu gibt es ein 8 Zoll großes Display und eine 19 Zoll große und touch-sensitive Projektionsfläche. Kinder sollen so proaktiv per Touch mit der projizierten Fläche interagieren. So soll das Lesen, Malen oder auch Spielen mit dem Videochatpartner ermöglicht werden. Der Preis ebenfalls bekannte 249 US-Dollar. Ein Release für Deutschland wurde noch nicht angekündigt.

[Quelle: Pressemitteilung]

 

MaTT

Mit dem Palm groß geworden und dem Qtek 1010, sowie HTC Hero die unstillbare Lust an dem OS Android bis zum heutigen Tage entdeckt. Als Gründer von Android TV (heute GO2mobile), pflasterten Meilensteine bei Areamobile (Head of Video Content) oder NextPit (Senior Editor) den Weg von Bestenlisten, News, Tests und Videos. Auch heute noch Spezialagent für alles Kreative.

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