Xiaomi CyberDog offiziell: Werden Roboter jetzt massentauglich?

Xiaomi hatte auf seinem Launch-Event neben dem Mi Mix 4 und den zwei Xiaomi Mi Pad 5 auch noch eine kleine Überraschung für uns – den Xiaomi CyberDog. Eine Mischung aus Sonys Aibo und einem Spot von Boston Dynamics. Nur kostet er keine 60.000 Euro, sondern ist bereits für umgerechnete 1.300 Euro zu haben. Ein Xiaomi Mi 11 Ultra ist auch nicht günstiger.

 

Mit dem Xiaomi CyberDog hat wohl niemand gerechnet

Zugegeben – es war eine erfreuliche Überraschung, als Xiaomi-Gründer und CEO Lei Jun am Ende des Mi Mix 4 Launch Events einen Roboter-Hund Namens Xiaomi CyberDog offiziell präsentierte. Der kleine Hund hat die futuristische Optik des gelben „Spot“ von Boston Dynamics, zeigte aber auf der Bühne des Events kleine Attraktionen wie einen Salto rückwärts und interagierte mit dem CEO wie der sensible  Aibo (Artificial Intelligence roBOt) von Sony. Wer sich nun fragt, was denn ein Roboter-Hund auf der Bühne von Xiaomi zu suchen hat, wird überrascht sein, dass der Konzern dessen Portfolio von Hause aus schon recht umfangreich ist, diesen für umgerechnet 1.300 Euro (9.999 Yuan) verkaufen möchte.

Fans und Entwickler dürfen zuerst

Zugegeben vorerst nur an eine limitierte Menge von 1.000 Stück. Dennoch überraschend günstig, wenn man berücksichtigt, dass Spot knapp 60.000 Euro und der 2005 entwickelte Aibo 2.500 Euro kostet. Das hängt aber hauptsächlich damit zusammen, dass der Xiaomi CyberDog noch verhältnismäßig dumm ist und vorerst ein zuhause bei Software-Entwicklern sucht. Dabei scheint sein Einsatzgebiet noch komplett unklar zu sein. Zwar reagiert der Roboter-Hund schon auf sein „Herrchen“ und folgt ihm auf Wunsch auch auf Schritt und Tritt, doch Xiaomi möchte hier die Kreativität der Fans nicht eingrenzen.

Auch technisch gut ausgestattet

Technisch gesehen gibt es festzuhalten, dass der Open-Source-Roboter ein Gewicht von gerade einmal drei Kilogramm auf die Waage bringt. Die verbauten Servomotoren haben einen Drehmoment von 220 U/min was den Hund vom Terminator zu einer maximalen Geschwindigkeit von 11,5 km/h befähigt. Für die künstliche Intelligenz ist eine Nvidia Jetson Xavier NX-Plattform verantwortlich, welche dank 384 CUDA-Kerne, 48 Tensor-Kerne, eine 6 Carmel ARM-CPU und 2 Deep-Learning-Beschleunigungs-Engines den Xiaomi CyberDog nahezu autonom bewegen lassen. Unterstützt wird er durch insgesamt 11 Berührungs- und Ultraschall-Sensoren.

Damit sich der Xiaomi-Roboter so frei bewegen, Objekte verfolgen und Orte lokalisieren kann, sind Mikrofone, GPS und eine Reihe von Kameras verbaut. Darunter auch eine Intel RealSense D450-Kamera mit einem Ultra-Weitwinkel-Fisheye-Objektiv. Selbst für den nötigen kabelgebundenen Anschluss ist mit drei USB-Type-C- und einem HDMI-Port gesorgt. Natürlich reagiert CyberDog auch auf Sprachbefehle und lässt sich wie alle Xiaomis Smart-Produkte via App über das Smartphone steuern.

Xiaomi CyberDog

[Quelle: Pressemitteilung | BGR]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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