Apple erhält Patent für Kinect-ähnliche 3D-Gestensteuerung

Apple arbeitet fleißig an neuen Technologien für einen einfacheren Umgang mit elektronischen Geräten und ein besonders lukratives Feld könnte die Gestensteuerung mit dem Körper sein. Denn was Microsoft mit seiner Kinect-Erweiterung für die Xbox nutzt, wird auch bei Apple vielleicht in nicht allzu ferner Zukunft möglich werden.

Das nötige Patent für eine Technologie bestehend aus Software und der zugehörigen Hardware in Form diverser Kameras und Sensoren hat Apple vom United States Patent and Trademark Office zumindest zugesprochen bekommen. In dem Patent wird eine 3D-Gestensteuerung unter Zuhilfenahme mit dem menschlichen Körper bzw. vielmehr mit einzelnen Körperteilen wie Hände, Arme und Kopf beschrieben, welche von an einen Rechner angeschlossenen Kameras erfasst und von der Software als solche auch erkannt werden können.

Apple-Patent für 3D-Gestensteuerung

Gestensteuerung für iOS oder Mac OS X?

Die Software soll sogar so ausgereift sein, dass sie die Bewegungen einzelner Finger der jeweils beobachteten Hand erkennen kann, was eine Gestensteuerung nicht nur viel genauer, sondern auch technologisch komplizierter machen dürfte. Denkbar wäre, dass das zugesprochene Patent tatsächlich zum Einsatz kommt für einen zur WWDC 2015 erwarteten Apple TV 4 (zum Beitrag). Die Steuerung der Set-Top-Box wäre damit durchaus um einiges intuitiver wenn man berücksichtigt, wie Apple auf eine möglichst große Perfektion derartiger Produkte fixiert ist.

Gestensteuerung an sich ist zumindest schon länger kein Fremdwort für Apple und schon gar nicht in Kombination mit Mac OS X. So beherrscht das Trackpad der MacBook-Familie diverse Multitouch-Gesten im zweidimensionalen Raum, weswegen der Schritt in die dritte Dimension keinesfalls abwegig erscheint. Ein Apple TV 4 würde sich daher für die Einführung einer 3D-Gestensteuerung geradezu anbieten.

Allerdings haben Nutzer-Oberflächen, die stark auf die Steuerung per Gesten setzen, nicht gerade nennenswerte Erfolge feiern können. Ein gutes Beispiel dafür ist die Xbox One von Microsoft selbst, welche mittlerweile auch ohne der Kinect-Steuerung verkauft wird. Zubehör wie TrackIR oder der Leap Motion Controller fristen bis heute eher ein Nischendasein, was auch Apple nicht entgangen sein dürfte. Daher könnte es auch sein, dass das Patent für die 3D-Gestensteuerung erst gar nicht großartig zum Einsatz kommt.
Zumindest noch nicht.

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Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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