Apple ist nicht wirklich auf Werbeeinnahmen von iAd angewiesen

Im Jahre 2010 führte Apple mit iAd eine mögliche zusätzliche Einnahmequelle durch Werbung innerhalb einer App ein. Der Werbedienst, der vorrangig für die Entwickler gedacht ist, wird von Apple eher zurückhaltend behandelt – sehr zur Verärgerung der Werbetreibenden. Denn Apple zeigt sich wenig kooperativ was die Weitergabe an Kunden bezogenen Nutzerdaten anbelangt.

iAd

Mit iOS 4 führte Apple eine weitere Möglichkeit ein, um auf dem mobilen Betriebssystem Werbung zu schalten und so zum einen Unternehmen eine Millionen starke Zielgruppe zu bieten und zum anderen App-Entwicklern mit In-App Werbung Geld zu verdienen. Was bei Google und seinen im Google PlayStore erhältlichen Android Apps hervorragend funktioniert, hat sich im Laufe der Jahre bei Apple eher als keine so lukrative Einnahmequelle heraus kristallisiert.
Der Grund hierfür ist laut Dan Grigorovici, Mitbegründer von AdMobius – einem mobilen Advertising Vermarkters – die fehlende Kooperation mit Apple im Bezug auf verwertbare Daten der Nutzer.

It’s one of the best in terms of data quality and accuracy … but I think Google is a little more open.

Was Herr Grigorovici mit „beste Datenqualität und Genauigkeit“ meint, sind die Informationen und Zahlen die Apple aufgrund von seinem breit aufgestellten Angebot von iTunes und dem App Store speichert. Dazu gehören nicht nur die üblichen Kundendaten wie Alter, Adresse und GPS-getrackte Routen sondern auch die individuellen Vorlieben in Sachen App-Wahl, Musik- und Filmgeschmack als auch das verfügbare Budget für den Tag täglichen App-Einkauf.
Daten die ein Unternehmen wie AdMobius zu Marktforschungszwecken gerne auswerten würde, um so den Unternehmen noch effizientere Werbung anbieten zu können.

Fehlendes Interesse?

Des einen Leid ist des anderen Freud! Aus Sicht der Apple Kunden und Nutzer ist diese Einstellung von Apple mehr als nur von Vorteil. Wer sieht es schon gerne das seine persönlichen Daten von Unternehmen ausgewertet und zu Werbezwecken verwendet werden. Doch Grund hierfür ist nicht Apples philantropische Einstellung zu seinen Kunden. Vielmehr misst das Unternehmen aus Cupertino diesem Geschäftszweig nicht das ausreichende Interesse zu. iAd wurde im Prinzip nachträglich ins Leben gerufen und verfolgt kein wirkliches Verkaufsziel. Zum Vergleich: Apple tätigte im vergangenen Jahr 258 Millionen US Dollar Einnahmen durch iAd bei Google waren es 3,98 Milliarden US Dollar Werbeeinnahmen.

iTunes Radio

Doch das Blatt könnte sich im Hause Apple in Kürze mit der Einführung von iTunes Radio wenden. Der im Herbst vergangenen Jahres in den USA eingeführte, kostenlose Musikdienst finanziert sich ausschließlich über Werbung. Ausnahme sind Kunden von iTunes Match, welche für 24,99 Euro im Jahr iTunes Radio werbefrei konsumieren können. Bereits jetzt hat Apple als Werbepartner McDonalds, Macys, Pepsi  und Nissan für iTunes Radio mit im Boot. Grund genug für das kalifornische Unternehmen den bis dato stiefmütterlich behandelten Unternehmenszweig iAd neu zu strukturieren und mit Konzentration auf die Musikbranche mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Bleibt zu hoffen das unsere Nutzerdaten nach wie vor von iAd Kunden nicht via Cookies aufgezeichnet und nach verfolgt werden können.

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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