Apple Pay: Betrugsfälle in den USA sind sehr niedrig

In den USA ist das mobile Bezahlsystem Apple Pay bestens angenommen worden und das nicht nur von Nutzer eines iPhone 6. Auch der Einzelhandel akzeptiert das System immer stärker, was zwangsweise auch Kriminelle anlockt. Aber das System selbst ist sehr sicher, wie sowohl Apple als auch die Banken bestätigen.

Kurz nach dem Start des Systems zum bezahlen mit dem iPhone 6 und iPhone 6 Plus gab es erste Gerüchte, dass man auch mit gestohlenen Kreditkarten-Informationen Apple Pay nutzen könnte. Dabei machen sich die Kriminellen eine Schwachstelle in dem System der Banken selbst zunutze, aber der Anteil solcher gestohlenen Kreditkarten bei den Zahlungen über die Apple-Plattform ist schwindend gering. Zumindest behaupten das sowohl Apple selbst als auch die Partner auf Seiten der Banken-Branche.

Sicheres Apple Pay

Zwar nannten weder Apple noch die Banken gegenüber CNN Money genaue Zahlen, aber man betonte, dass die Missbrauchsrate extrem niedrig sei, verglichen mit dem klassischen Diebstahl von Kreditkarten-Informationen. Allerdings gibt es auch Berichte, in denen von Betrugsfällen von bis zu 6 und 8 Prozent die Rede ist und das wäre in der Tat Besorgnis-erregend. Schließlich wäre das eine Erhöhung um den Faktor 60 gegenüber normalen Betrugsfällen mit gestohlenen Kreditkarten-Informationen laut Cherian Abraham, einem Industrie-Consultant.

Laut Apple würde man die Sicherheit sehr hoch halten, sobald man eine neue Kreditkarte zu Apple Pay hinzufügen will. So sind Partner-Banken angewiesen, jede einzelne Kreditkarte zu authentifizieren und für die Nutzung mit der Bezahl-Plattform frei zu geben. Bei manchen Banken wird die Überprüfung in einem persönlichen Telefongespräch überprüft, während andere Banken die Verifizierung über einen einmal gültigen PIN-Code abwickeln. Zusätzlich bekommt man eine Mail an seine Mail-Adresse geschickt, sobald man eine Kreditkarte zu Apple Pay hinzugefügt hat.

Große Hindernisse für Betrüger

Die Hürden für Betrug mit gestohlenen Kreditkarten-Informationen über Apple Pay sind also sehr hoch. Da fragt man sich wirklich, warum die rate an Betrugsfällen bei manchen Banken – nicht allen! – so extrem hoch ist. Die einzige schlüssige Erklärung ist, dass nicht alle Banken die Sicherheitsrichtlinien auch korrekt einhalten und bei der Überprüfung der Echtheit schlampen.Vor allem bei den Daten, die Apple zur Überprüfung des jeweiligen iTunes-Account an die jeweilige Bank übermittelt.

So wird bei der Ersteinrichtung von Apple Pay auf einem iPhone 6 neben der Kreditkartennummer zusätzlich der aktuelle Ort mit übermittelt, die letzten vier Ziffern der eigenen Mobilfunknummer, ein Screenshot der zuletzt getätigten  iTunes-Käufe und wie lange man die Kreditkarte nun schon mit iTunes benutzt hat. Nur scheinen eben nicht alle Banken diese Daten zur Überprüfung zu nutzen, ob der Nutzer gerade wirklich der Besitzer der jeweiligen Kreditkarte ist, die für Apple Pay registriert werden soll.

Dennoch sind weder Apple noch die Banken allein Schuld an der Situation, aber eines ist definitiv klar: Apple als Betreiber der Plattform, der alles bis ins kleinste Detail kontrolliert, kann die Sicherheit für Apple Pay Kreditkarten durch eine striktere Durchsetzung der Regeln weiter stärken.

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Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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