Apple plant Mobile Payment mit PayPal als Partner

Vor wenigen Tagen wurde bekannt dass Apple an einem eigenen System für mobiles Bezahlen arbeitet, gemeinhin auch als Mobile Payment bezeichnet. Und wenn Apple etwas gänzlich Neues anpackt, dann bekommt die alteingesessene Konkurrenz nicht ganz unbegründet leichte Panik vor dem neuen Gegenspieler. Deshalb will sich PayPal bei Zeiten absichern und bietet Apple seine Dienste an.

Manchmal könnte man echt meinen, dass alles was Apple anfasst zu einem Erfolg wird. Beste Beispiele seien das iPhone, das iPad, iTunes und natürlich der iPod. Selbst die MacBooks und Desktop-Rechner der Macentosh-Reihe sind trotz ihrer vergleichsweise hohen Preise immer wieder begehrte Hardware, woran deren Design und Verarbeitung nicht ganz unbeteiligt ist. Aber auch in der Zubehör-Industrie hat der Konzern aus Cupertino ordentlich für Aufmerksamkeit gesorgt, was an der enorm breitgefächerten Palette an Zubehör-Produkten zu sehen ist.

Apple und PayPal als Partner?

Ob nun dem geplanten Bezahldienst von Apple ein ebensolcher Erfolg beschieden ist lässt sich noch nicht abschätzen. Mit der eBay-Tochter und dem Pionier für Online-basierte Bezahlsysteme PayPal, stehen die Chancen allerdings nicht allzu schlecht. Das geht aus einem Bericht von re/code hervor, welche ihre Informationen wiederum von drei hochrangigen Managern aus der Industrie haben wollen. Diese wiederum stehen mit Mitarbeitern von Apple und PayPal in Verbindung, was nähere Details in die Sache bringt. So habe PayPal aktiv seine Unterstützung angeboten, was Technologien zum Erkennen von Betrug, der Bearbeitung von Zahlungsaufträgen und Backend-Infrastruktur mit Bezug zum Online-Bezahlen betrifft. Oder wie re/code einer der Personen zitiert:

They’re telling them, ‚We’ll do it in the background‘. Basically, it’s just, ‚We want to be a part of this.‘

Sie erzählen ihnen ‚Wir machen es im Hintergrund‘. Im Grunde genommen heißt es nichts anderes als ‚Wir wollen ein Teil davon sein‘.

Neue Wege des Bezahlens

Laut re/code sei Apple allerdings nicht auf die Mitarbeit von PayPal angewiesen, das Unternehmen von CEO Tim Cook könne eine solche Plattform auch ohne Hilfe von PayPal aufbauen und betreiben. Jedenfalls ist nach wie vor unklar, wie eine solche Plattform mit dem iPhone als zentraler Punkt aussehen könnte oder welche Technologie der Konzern nutzen will. Ein kürzlich publik gewordenes Patent könnte allerdings ein wenig Licht ins Dunkel bringen: Dort ist die Rede von NFC, Bluetooth und WLAN im Zusammenhang mit dem iBeacon-Protokoll.

PayPal selbst sieht sich gehörig unter Druck gesetzt, denn die eBay-Tochter versucht schon länger ohne großen Erfolg Fuß zu fassen im Markt für mobiles Bezahlen. Für PayPal geht es um wirklich viel, denn 85 bis 95% aller Transaktionen werden künftig vermutlich über solch mobile Bezahlsysteme abgewickelt werden. Verständlich dass das Unternehmen von diesem Kuchen ein großes Stück abhaben möchte. Apple hat übrigens letztes Jahr bekannt gegeben, dass man mehr als 575 Millionen iTunes-Konten habe, die ihrerseits mit mindestens einer Kreditkarte verknüpft sind. Ein neuer lukrativer Markt der sich da für Apple auftut, sollten all diese Kunden über eine Plattform von Apple unterwegs Käufe tätigen.

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Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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