Apple schwärzte Google wegen In-App-Käufe bei der FTC an

Anfang des Jahres musste sich Apple einer Anhörung der TFC zum Thema In-App-Käufe stellen, welche mit einem für Apple relativ teuren Vergleich endete. Der Konzern musste einen durch Kinder verursachten Schaden in Millionenhöhe begleichen. Allerdings wollte das Unternehmen nicht alleine dastehen und verriet ähnliches von Google an die FTC.

Viele Spiele die es heutzutage in diversen App Stores für Mobilgeräte gibt sind auf den ersten Blick kostenlos. Erst auf den zweiten Blick zeigt sich, dass sich der Großteil über sogenannte In-App-Käufe finanziert, was bei wenig bis gar keiner Kontrolle oder passenden Sicherheitsmechanismen schnell sehr teuer werden kann. So geschehen im iTunes App Store, wo zahlreiche Kinder die Kreditkarten ihrer Eltern mit mehreren Tausend US-Dollar belasteten, weil der Erwerb von zusätzlichen Leben, Spielmünzen und dergleichen ohne wirkliche Kontrolle erfolgte.

In-App-Käufe und die Konkurrenz

Jedenfalls erwähnte Apples Anwalt Bruce Sewell gegenüber den beiden FTC-Mitarbeiterinnen Edith Ramirez und Julie Brill einen Artikel, welcher zeigt wie einfach ein Kind die Passwort-Sperre für In-App-Käufe im Google Play Store umgehen könne. Diese kleine Anekdote fand die auf Politik-Journalismus spezialisierte Website Politico in einem Gespräch mit Bruce Sewell heraus.

Nach Meinung von Politico war das nur ein taktisches Manöver, um von der eigenen damals fehlenden Kontrolle was In-App-Käufe betrifft abzulenken, bzw. diese ein wenig herunterzuspielen. Laut Politico habe man einen tieferen Einblick in die E-Mail-Kommunikation erhalten können zu dem Fall, weswegen dieses kleine Detail im Fall der In-App-Käufe überhaupt erst ans Tageslicht kam. Man geht mittlerweile davon aus, dass die FTC irgendwann offiziell ein Verfahren gegen Google anstrengt.

Auch bei Google gibt es ein Zeitfenster von 30 Minuten, in welchem die erneute Eingabe des Passworts für in-App-Käufe nicht gefordert wird. Mittlerweile hat Google eine Funktion implementiert, welche bei jeglicher Art von Käufen die Eingabe des Passworts verlange, unabhängig davon ob es ein Spiel oder ob es sich um In-App-Käufe handelt.

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Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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