Apple verbannt gefährliche Chemikalien aus Produktion

Großkonzerne wie Apple haben immer wieder eine gewisse Vorbildfunktion einzunehmen, wenn es um gewisse Dinge wie der Herstellung von eigenen Produkten geht. Insbesondere die Organisation China Labor Watch kritisierte den US-Konzern regelmäßig und nun reagierte das Unternehmen auf einen weiteren Vorwurf: Den Einsatz gefährlicher Chemikalien.

Die Reaktion sieht so aus, wie sie hätte schon längst stattfinden müssen. Apple hat ganz einfach den Gebrauch von Benzol und n-Hexan in der Produktion seiner Auftragsfertiger verboten, da den Stoffen nachweislich gesundheitsschädliche Eigenschaften anhaften. Das berichtet die Associated Press. Außerdem gibt es mittlerweile bessere Alternativen zu den beiden Stoffen, was dem Verbot dienlich ist. Seit März prangerten sowohl China Labor Watch als auch Green America den Gebrauch beider Chemikalien in den Werken an, wo Geräte von Apple produziert werden.

Apple im Kampf gegen verbotene Chemikalien

Benzol ist lange Zeit als Putzmittel verwendet worden. Die Chemikalie ist mittlerweile als Karzinogen klassifiziert, da sie unter anderem Leukämie auslösen kann. n-Hexan hingegen wurde hauptsächlich als Lösungsmittel genutzt und wurde nachgewiesen als Ursache für Nervenkrankheiten. Nach dem Aufkommen der Vorwürfe bei chinesischen Auftragsfertigern startete Apple eine Untersuchung die zu dem Ergebnis kam, dass lediglich vier der 22 Fabriken mit den Chemikalien arbeiteten und das auch in den vorgegebenen Sicherheitsgrenzen.

Trotzdem hat Apple jetzt den Gebrauch besagter Chemikalien komplett verboten, zumindest was die letzten Phasen in der Produktion von Mac- und iOS-Geräte betrifft. In den vorhergehenden Schritten ist der Gebrauch von Benzol als auch n-Hexan weiterhin möglich, Apple als Auftraggeber hat jedoch neue Höchstgrenzen für die Verwendung festgelegt. Green America hat bereits auf diese Maßnahmen reagiert und sie als „gute erste Schritte“ bezeichnet. Lisa Jackson, Vice President of Environmental Initiatives von Apple, beschreibt die Maßnahmen folgendermaßen:

Wir tun alles Mögliche um den Einsatz von chemischen Belastungen einzudämmen und auf Bedenken zu reagieren. Wir glauben das es wichtig ist unsere Führungsrolle zu zeigen und in die Zukunft zu blicken, indem wir versuchen umweltfreundlichere Chemikalien zu verwenden.

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Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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