Beats Music: Apple geht aggressiver gegen Spotify vor

Ob der überarbeitete Streaming-Dienst Beats Music nun zur Anfang Juni stattfindenden WWDC 2015 vorgestellt wird oder nicht ist noch immer offen, aber Apple bringt sich immer deutlicher in Stellung gegen den Konkurrenten Spotify. Mittlerweile ist der Konzern nicht mehr allzu zimperlich, was nun das US-Justizministerium auf den Plan gerufen hat.

Einem Bericht von The Verge zufolge soll sich Apple darauf konzentrieren, den Start von Beats Music so erfolgreich wie nur möglich zu machen. Das Umwerben der Musik-Verlage ist bereits im vollen Gange (zum Beitrag). Angeblich versucht es der Konzern sogar mit rechtlich und moralisch zweifelhaften Methoden, indem die großen Musik-Labels dazu gedrängt werden, ihre Musik nicht mehr im kostenlosen Abo von Spotify anzubieten. Aber nicht nur der Marktführer aus Schweden soll von diesen Versuchen Apples betroffen sein, auch wenn kein weiterer Streaming-Anbieter explizit genannt wird.

Unlautere Vorarbeit für Beats Music?

Sollte der Vorwurf gegen Apple tatsächlich wahr sein, dann wäre das eine erhebliche Schwächung der Konkurrenz, um den eigenen Dienst einen bestmöglichen Start zu ermöglichen. Unter anderem soll Apple der Universal Music Group eine Lizenzierung in derselben Höhe wie YouTube anbieten, um deren Musik in den Katalog von Beats Music zu integrieren. Jedoch unter der Bedingung, dass alle Musikvideos des Platten-Konzerns von der Video-Plattform entfernt werden.

Dass die Vorwürfe nicht ganz aus der Luft gegriffen sind, zeigt unter anderem eine vom US-Justizministerium angestrengte Untersuchung der Vorwürfe. Die ersten hochrangigen Manager der Musikbranche wurden bereits vom US-Justizministerium zu den Geschäftspraktiken Apples rund um Beats Music befragt. Über die daraus gewonnenen Erkenntnisse gibt es bisher noch keine Details. Das sich Apple selbst nicht zu den Vorwürfen äußern möchte, ist verständlich und war auch nicht anders zu erwarten.

Übrigens ist laut den Informationen der New York Post das US-Justizministerium nicht die einzige Behörde, die sich Apple bezüglich Beats Music näher anschaut. Auch die EU-Kommission hat eine Untersuchung gegen Apple eingeleitet, um festzustellen, ob der Konzern tatsächlich aktiv gegen Freemium-Angebote vorgeht. Da Spotify mittlerweile mehr Lizenzeinnahmen an Künstler ausschüttet als der Verkauf digitaler Musik via iTunes (zum Beitrag), muss Apple dieser Entwicklung natürlich entgegen steuern.

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Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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