Google Daydream View: Mein erster Eindruck der VR-Brille

google-daydream-view-3Heute fällt ja bekanntlich der Startschuss für die Google Daydream View VR-Brille, welche es schon seit dem 21. Oktober im Google Store gemeinsam mit dem Chromecast Ultra vorzubestellen gibt. Wir durften die Virtual Reality Brille samt Controller schon einmal testen und wollen euch nun unseren ersten persönlichen Eindruck wiedergeben.

#madebygoogle

Am 4. Oktober war es bekanntlich soweit dass Google seinen lang erwarteten #madebygoogle Event abhielt, der neben den beiden Google Pixel Smartphones, für uns auch den Google Chromecast Ultra und die Daydream View VR- Brille bereit hielt. Auch der Google Home Lautsprecher wird noch unsere Verkaufsregale beehren, doch damit lässt sich das Unternehmen aus Mountain View noch bis Anfang 2017 Zeit (zum Beitrag).

Google Daydream View

Wie so ziemlich alle #madebygoogle Produkte kommt auch die Daydream View VR-Brille samt Bluetooth-Controller in einem schlichten weißen Karton daher, welcher auch einige Teile wie ein “Gummiband” dabei hat, dessen Verwendung sich mir nicht auf Anhieb erschließt. Vermutlich ist es aber einfach nur ein Sicherungsband für die Fernbedienung, welches man sich um das Handgelenk macht um im VR-Blindflug diese nicht quer durch das Wohnzimmer zu feuern.

Ersteinrichtung

Die Ersteinrichtung ist hinsichtlich der selbstständigen NFC-Erkennung schnell und einfach erledigt. Google installiert sich die seit kurzem im Google Play Store verfügbare Daydream App als auch die Google VR Services und die Daydream Tastatur runter, sofern das noch nicht geschehen ist. Alle Anwendungen haben in den vergangenen Tagen nahezu täglich Updates erhalten, was dahingehend schon beeindruckend ist, da der offizielle Startschuss erst heute fällt und wir eh eine Pre-Version für unseren Test zur Verfügung hatten. Von daher will ich mich hier mit Versionsnummern erst gar nicht beschäftigen.

Funktionieren scheinen aber bis dato nur die beiden Google Pixel Smartphones, obwohl mein Nexus 6P schon einmal die VR Services installiert, mir aber die Daydream App nach wie vor verweigert. Auch das jüngst als Daydream ready angekündigte Huawei Mate 9 (zum Beitrag), will nicht mit der Daydream View VR-Brille arbeiten, obwohl es aufgrund der universellen Verarbeitung hineinpasst. Mehr oder weniger.

Daydream
Daydream
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos
  • Daydream Screenshot
  • Daydream Screenshot
  • Daydream Screenshot
  • Daydream Screenshot
  • Daydream Screenshot
  • Daydream Screenshot

Bei der kostenlosen Daydream App handelt es sich praktisch um unsere zentrale Schnittstelle der gleichnamigen VR-Brille. Es ist gleichermaßen der Homescreen auf dem installierte Anwendungen zu finden sind, als auch neue kostenlose und kostenpflichtige VR-Apps erworben werden können. Auch ein Zugang zu den Einstellungen ist von hier aus möglich.

Das VR-App Angebot ist vom Start weg schon recht umfangreich. Neben YouTube VR, Steet View und natürlich Play Filme, gibt es auch schon ein breites Angebot an kostenlosen und kostenpflichtigen Spielen wie Wonderglade, Mekorama oder EarthShape.

Hier einmal eine kleine Liste aller Daydream VR-Anwendungen welche noch in diesem Jahr verfügbar sein sollen:

Nachrichten und News

1. BBC
2. CNN VR
3. Fantastic Beasts
4. Hello Mars (UCCVR)
5. IdeaSpace (Wayfair)
6. Invasion! (Baobab)
7. NYT VR
8. Relax VR (Now Technologies Play Ltd)
9. The Rose and I (Penrose)
10. The Turning Forest (BBC )
11. Underworld (The Guardian)
12. VRtually There (USA Today)

Dein eigenes Kino

1. HBO Go
2. Hulu VR
3. Jaunt
4. NBA
5. NextVR
6. Netflix

Zocken bis zum abwinken

1. Action Bowling (Tribal City)
2. Archer E Bowman (VoidAlpha)
3. Arcslinger (Big Red Button)
4. Baskhead (VRLines)
5. Claro (Super Bright)
6. Classroom Aquatic (Sunken Places)
7. Danger Goat (nDreams)
8. Daydream Blue (RalphVR)
9. Earthshape (Bithell)
10. Evil Robot Traffic Jam (Element Games)
11. Frostbound (Schell Games)
12. Gunjack 2: End of Shift (CCP)
13. Home Run Derby (MLB)
14. Keep Talking and Nobody Explodes (Steelcrate Games)
15. Layers of Fear (Aspyr)
16. LEGO Mekorama (Martin Magni)
17. Moatboat (Moatboat)
18. Need for Speed: No Limits VR (EA)
19. PolyRunner (LucidSight)
20. Sisters (Otherworld)
21. Untethered (Numinous)
22. VR Karts (Viewpoint Games)
23. Wands (Nux Studios)

Der Daydream Controller

Bevor es aber so richtig losgehen kann, braucht es noch eine kleine Erklärungstour für den Bluetooth Controller, welcher praktischer Weise bei Nichtnutzung in der View VR-Brille sicher verstaut werden kann.
Der circa 10 Zentimeter große Controller besteht aus einem Touchpad, welches auch einen Druckpunkt hat, einem App-Button, einem Home-Button, einer weißen Status-LED und seitlich einer Lautstärkewippe. Auf der Unterseite befindet sich noch ein USB Type-C Port zum aufladen des fest verbauten 220 mAh starken Akkus. Zu der Laufzeit kann ich aufgrund des kurzen Einsatz noch keine aussagekräftigen Daten liefern.

Das virtuelle Erlebnis

Nun muss ich gleich schon einmal vorwarnen das ich als Samsung Gear VR, Oculus Rift und HTC Vive User recht verwöhnt bin was den Konsum der virtuellen Realität anbelangt. Und hier “musste” die 69 Euro teure VR-Brille von Google natürlich deutlich abstinken.

Während der Tragekomfort aufgrund des weichem und atmungsaktivem Material erfreulich angenehm ist, gibt es keine Möglichkeit die Sehstärke zu korrigieren. Lediglich die richtige Position der Brille ist ausschlaggebend für ein scharfes Bild. Brillenträger sind hier gleich mal komplett aus dem Spiel. Keine Chance.

Weiter geht es mit dem vernichtenden Urteil, dass ich nach der perfekten Position mit einem “scharfen” Bild nach unten alles offen hatte. Also an der Stelle wo für die Nase eine Ausbuchtung ist, kann ich meine Außenwelt wahrnehmen. Keine Ahnung ob ich mit einem Baby Gesichtserker gesegnet bin oder die Passgenauigkeit generell schlecht ist.

Die Auflösung empfand ich persönlich auch nur als Mittelklasse. Da habe ich schon deutlich besseres gesehen. Und das obwohl ich schon das Pixel XL mit 2.560 x 1.440 Pixel verwendet habe. Es liegt wohl eher an dem Basismaterial, welches man dem Zuschauer zur Verfügung stellt.

Weiterhin war der Controller zu weilen etwas abgelenkt und entwickelte ein gewisses Eigenleben. Man sah praktisch ohne das ich den Controller bewegte, wie der Cursorpoint sich je nach Gusto langsam nach oben oder unten manövrierte. Hier bin ich aber der Meinung das ein Software Update schnell Abhilfe schaffen wird.

Technische Daten

  • Abmessungen Länge: 105 mm x Breite: 35 mm x Höhe: 17 mm
  • Gewicht: 40 g
  • Sensoren: 9-Achsen-IMUs für präzises Messen
  • WLAN
  • Bluetooth mit geringem Strombedarf
  • Anschlüsse: Kurze Ladezeiten dank USB Typ-C-Port1
  • Akku: 220-mAh-Akku mit einer Laufzeit von bis zu 12 Stunden

Fazit der Daydream View VR-Brille

Zuallererst möchte ich hier einmal die Intention positiv hervorheben, welche Google mit der Daydream Plattform (App) als auch der Daydream View verfolgt. Eine VR-Brille für alle (kommenden) Android Smartphones macht wirklich Sinn und erübrigt den ständigen Neukauf. Aus dem Grund kann man auch über die 69 Euro hinwegsehen, zumal Google im Augenblick die nötige Preis Sensibilität vermissen lässt. Der im Paket enthaltene BT-Controller ist deutlich besser als ein seitliches Touchpad. Auch dafür Pluspunkte.
Minuspunkte gibt es aber eindeutig aufgrund der Phobie gegenüber Sehbehinderten Nutzern. Weder mit Brille noch ohne gibt es aufgrund einer fehlenden Sehstärken-Regulierung eine Chance zum virtuellen Erlebnis. Solang die View VR-Brille eh nur mit den beiden Google Smartphones funktioniert, dürfte die Menge an potentiellen Kunden eh noch sehr überschaubar sein.

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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