Google diskriminierte Frauen und Asiaten: 3,8 Millionen US-Dollar Strafe

Ein US-Arbeitsministerium stellte bei einer routinemäßigen Überprüfung der Arbeitsverhältnisse bei Google fest, dass das Unternehmen aus Mountain View regelmäßig Frauen und Asiaten diskriminierte. So sollen Frauen bei Google deutlich weniger verdienen als die männlichen Kollegen und asiatische Bewerber:innen wurden über dem Durschnitt bei Recruiting-Prozessen benachteiligt.

 

Diskriminierung von Frauen und Asiaten bei Google

Erwischt! Es dürfte nach wie vor ein gesellschaftliches Phänomen sein, dass Frauen in der Wirtschaft nicht nur schlechter bezahlt werden, sondern auch seltener in Führungspositionen gelangen. Veraltete Denk-Strukturen veranlassen ewig Gestrige nach einer Gesellschaftsordnung zu entscheiden, bei der der Mann eine bevorzugte Stellung in Staat und Familie innehat. Doch im 21. Jahrhundert können und wollen auch Männer Kinder erziehen und aufwachsen sehen. Google hat es nun als Unternehmen mit einer Vorbild-Funktion hart getroffen. 3,8 Millionen US-Dollar Strafe werden für den Alphabet-Konzern fällig. Auferlegt hat dies das US-Arbeitsministerium, nachdem es bei einer routinemäßigen Überprüfung eklatante Diskriminierung von Frauen und Asiaten festgestellt hatte.

Das Geld kommt den Benachteilten zugute

Die Untersuchungen stammen aus dem Zeitraum 2014 bis 2017, wo Google 2.783 Ingenieurinnen in Mountain View deutlich weniger gezahlt wurde als dem männlichen Pendant. Ebenfalls hatten weibliche Bewerberinnen und Menschen mit asiatischer Herkunft 2017 im Einstellungsverfahren statistisch gesehen einen Nachteil. Der geschlossene Vergleich mit dem US-Arbeitsministerium sieht eine Ausgleichszahlung von 2,6 Millionen US-Dollar an die knapp 5.500 benachteiligten Mitarbeiterinnen und Bewerber:innen vor. Weitere 1,2 Millionen US-Dollar werden beiseite gelegt, um zukünftige Diversitätsbemühungen zu finanzieren.

„Unabhängig davon, wie komplex oder wie groß die Belegschaft ist, setzen wir uns weiterhin für die Durchsetzung von Chancengleichheitsgesetzen ein, um Nichtdiskriminierung und Gerechtigkeit in der Belegschaft zu gewährleisten“, sagte Jane Suhr, Regionaldirektorin des Office of Federal Contract Compliance Programs.

Besserung in Sicht

Google konnte bis zum heutigen Tage deutliche Bemühungen auf diesem Gebiet nachweisen. Eine Google-Sprecherin äußerte sich, „dass jeder nach der Arbeit bezahlt werden sollte, die er leistet, und nicht danach, wer er ist“.

[Quelle: US-Arbeitsministerium |via Reuters]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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