Google Maps: In Frankreich illegal weil kostenlos?

Na das könnte ja noch was werden. Haben in den letzten Wochen und Monaten vor allem Patentklagen die tägliche Berichterstattung quasi dominiert, geht der französische Kartographie Anbieter ‚Bottin Cartographes‘ einen neuen Weg und verklagt Google kurzerhand wegen deren kostenloser Google Maps App und deren API. Und das Gericht stimmt dem sogar noch zu!

So hat ein französisches Gericht der Klage entsprechend Google zur Zahlung von 500.000,- Euro verdonnert, zzgl. der 15.000,- Euro Gerichtskosten. Inhalt der Klage ist, das Google mit dem kostenfreien anbieten von Google Maps und der Google Maps API kostenpflichtige Mitbewerber aus diesem Marktbereich heraus drängen. Man befürchte das Google dann, wenn alle konkurrenzfähigen Mitbewerber raus sind, die eigenen Dienste nur noch gegen Zahlung zur Verfügung stellen würde.

Solch ein unterlegtes Verhalten wäre allerdings recht untypisch für Google, immerhin lebt der Internetkonzern ja von seinen Werbeschaltungen. Auch der alte Slogan „Don’t be evil“ passt da nicht so recht ins Bild, auch wenn die klagende Firma das gerne als solches darstellen will.

[Quelle: MoDaCo.com]

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Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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3 Gedanken zu „Google Maps: In Frankreich illegal weil kostenlos?

  • 6. Februar 2012 um 19:49
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    „Man befürchte das Google dann, wenn alle konkurrenzfähigen Mitbewerber raus sind, die eigenen Dienste nur noch gegen Zahlung zur Verfügung stellen würde.

    Solch ein unterlegtes Verhalten wäre allerdings recht untypisch für Google, immerhin lebt der Internetkonzern ja von seinen Werbeschaltungen.“

    Untypisch? Genau das hat google doch vor kurzem erst gemacht: http://blog.fefe.de/?ts=b055de8c

    Aber zum Glück gibt es ja noch die OpenStreetMap. 🙂

    Antwort
    • 6. Februar 2012 um 19:54
      Permalink

      Zu allererst gilt ja die sogenannte Unschuldsvermutung aber das hast schon Recht, Google ist auch nur ein gewinnorientiertes Unternehmen. 😉

      Nur ist halt die Unterstellung der Knackpunkt: erst Konkurrenz durch Gratisangebote vom Markt fegen und dann erst für die Dienste Gebühren zu erheben, wenn keine Konkurrenz mehr da ist.

      Antwort
    • 6. Februar 2012 um 20:33
      Permalink

      Wer mal nachgeforscht hat, wäre auf die Google eigene Seite gestossen, die so viel sagte wie:“Ihr dürfts solange gratis nutzen, wie die Leute euren Dienst frei nutzen können, wenn ihr was für wollt oder sonst irgend eine Hemmschwelle einbaut (registrierung etc.) dann müsst ihr zahlen.“

      Antwort

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