Google ruft Mitarbeiter aufgrund Einreiseerlass von Donald Trump zurück

Es ist einerseits derart surreal und andererseits spüren wir bereits die ersten Auswirkungen des am 20. Januar vereidigten 45. US-Präsident Donald Trump. Dieser stellt nun nach knapp einer Woche Amtszeit unter Beweis, dass seine “Wahlversprechen” keine leeren Blasen waren, wie viele bis zuletzt gehofft hatten. Nun hat Google CEO Sundar Pichai 187 Mitarbeiter dazu angehalten, dringend ihren Urlaub und Dienstreisen aufgrund des jüngsten Einreiseerlass zu beenden.

Donald Trump verweigert die Einreise

Höchstwahrscheinlich bereits zu spät. Denn ersten Einreisewilligen die aus Syrien, dem Irak, Iran, Sudan, Somalia, Jemen oder Libyen kommen, wird bereits aufgrund des Erlass von Donald Trump am Flughafen die Einreise verweigert. Das gilt für Menschen mit einem gültigen Visum gleichermaßen wie Besitzer einer begehrten Green Card.

Das erschreckende ist nicht nur dass derartige Wahlversprechen nun in die Realität umgesetzt werden, sondern mit welcher Härte und Entschlossenheit hier vorgegangen wird. Denn wenngleich Sundar Pichai hier seine Mitarbeiter aus dem Urlaub oder Dienstreise zurückruft, dann zu spät. Denn Donald Trump sein Erlass mit den entsprechenden Einreiserestriktionen  ist zum sofortigen Vollzug angeordnet. Zwar “erst einmal nur” für 90 Tage, doch niemand weiß was der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika als nächstes beschließt.

Google CEO Sundar Pichai geschockt

Sundar Pichai, selbst vor Jahren aus Indien eingewandert äußert sich wie folgt in einem internen Memo:

We’re concerned about the impact of this order and any proposals that could impose restrictions on Googlers and their families, or that create barriers to bringing great talent to the U.S.
We’ll continue to make our views on these issues known to leaders in Washington and elsewhere.

Auch Mark Zuckerberg äußert sich kritisch

Aber auch Mark Zuckerberg hat sich bereits öffentlich zu dem aktuellen Dekret geäußert, dessen Eltern aus Deutschland und Polen kommen:

The United States is a nation of immigrants, and we should be proud of that. Like many of you, I’m concerned about the impact of the recent executive orders signed by President Trump.
We need to keep this country safe, but we should do that by focusing on people who actually pose a threat.

Ich erinnere noch einmal daran, dass es sich bei Donald Trump Augenscheinlich nach nicht nur um einen rassistischen, homophoben und Frauenfeindlichen Menschen handelt, sondern um den aktuell mächtigsten Mann der Erde, welcher wie gestern erst bewiesen nicht einmal auf seinen eigenen Secret Service hört und einfach macht was er will (zum Beitrag).

Nun sagt ihr mir mal was zu tun ist?

[Quelle: Wall Street Journal | via 9to5Google]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

2 Gedanken zu „Google ruft Mitarbeiter aufgrund Einreiseerlass von Donald Trump zurück

  • 29. Januar 2017 um 17:37
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    Was zu tun ist? Ich schlage vor, über Android zu berichten… Ich schätze Deine Arbeit sehr, MaTT, und mir ist klar, dass Trump durchaus polarisiert. Unabhängig von meiner oder Deiner Meinung dazu habe ich machmal aber tatsächlich keine Lust auf Politik und das ständige Dauermedienfeuer. Und dann lese ich Android News & TV. Weil ich hier davon verschont werde. Bitte belasse es dabei. Man kann die selbe Nachricht auch ohne Schaum vor dem Mund schreiben, als Profi sollte man Gefühle und Geschäft trennen können und sich machmal auch zurücknehmen und sich auf die Präsentation der Fakten beschränken. Die Bewertung bekommt der Leser schon selbst hin. Wenn Du unbedingt Dampf ablassen musst, dann kennzeichne es als politischen Kommentar. Es ist Deine Plattform und Du kannst hier machen, was Du willst, keine Frage. Bedenke aber bitte, wer Deine Zielgruppe ist und welche Informationen sie hier in welcher Form erwartet.

    Antwort
    • 29. Januar 2017 um 18:48
      Permalink

      Hallo Nico,

      Vielen Dank für deine Kritik.
      Ich versuche einmal alles zu beantworten, da es doch etwas vielschichtiger ist als wahrscheinlich wirklich gemeint.
      Ich gebe dir Recht, dass Politik auf einem Technik Blog nichts verloren hat. Der Einstieg zu Donald Trump machte aber die Auflage zur Abgabe seines Android Smartphones.
      Hier in diesem Beitrag ging es um Google, welche durch den CEO ihre Mitarbeiter versuchen zurück zuholen. Das war meiner Meinung auch noch eine News mit Technik Bezug.

      Die zweite Kritik bezog sich auf sachliche Berichterstattung fernab von subjektiven Bemerkungen.
      Auch hier gebe ich dir prinzipiell Recht. In der Tat war dass die ursprüngliche Philosophie von android tv als wir unseren Blog 2011 gegründet haben. Inzwischen sehen wir uns aber einen derart großen Wettbewerb ausgesetzt, wo wir teilweise mit Hobby-Bloggern konkurrieren, sodass wir uns auch hier unterscheiden müssen.
      Schaue ich heute auf News Republic (oder alternativen News Aggregator), sehe ich 20 x ein und den selben Beitrag. Also haben wir uns entschieden getreu der eigentlichen Ideologie eines Blog zu folgen. Und der war im Grunde so etwas wie ein öffentliches Tagebuch. Also voll von persönlichen Emotionen. Das ist im Grunde auch die einzige Möglichkeit uns von anderen zu unterscheiden.
      Man ließt einfach die News bei dem Blog, mit dem man am meisten sympathisiert, bzw. sich selbst identifiziert.

      Was uns im Grunde zu Punkt 3 bringt. Unsere Zielgruppe. Bei circa 10 bis 20.000 Leser am Tag, scheinen einige meiner Denkweise zu folgen. Mit Sicherheit wird man sich auch hier mit einigen Lesern stoßen, aber auch das finde ich eher konstruktiv.
      Trotzdem bin ich dir für deinen Denkanstoß dankbar und werde ihn bei jedem Beitrag im Hinterkopf behalten und überlegen in wie weit hier denn Handlungsbedarf besteht.

      Antwort

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