Wir hatten bereits darüber berichtet, das auch Honor wie der einstige Mutterkonzern Huawei kurz davor stehen könnte auf die Entity List gesetzt zu werden und vermutlich unter dem US-Embargo und dessen Sanktionen die selben Verluste hinzunehmen hätte, wie es jüngst Huawei erfahren musste. Unterschiedliche Parteien haben sich nun zu den Vorfall geäußert und wir stehen unmittelbar vor einer Entscheidung. Oder doch nicht? Denn Pro und Contras scheinen sich aktuell die Waage zu halten, Was nun?
Die Geschichte rund um Huawei als Kollateralschaden im Handelskrieg zwischen China und den USA ist einmalig. Und wer angenommen hätte, der Schachzug Honor als ehemalige Tochter an ein chinesisches Konsortium zu verkaufen würde die Probleme lösen, der hat sich geirrt. Auch das US-Abgeordnetenhaus hat Wind von der augenscheinlichen Täuschung bekommen, welche Huawei und Honor allen Anschein nach der Welt da draußen glauben lassen möchte. Allein die Präsentation der aktuellen Honor Magic3 Series ist der blanke Hohn, wenn man einmal die Modelle mit der Huawei Mate 40 Serie gegenüberstellt.
Honor hat bislang nicht ein Smartphone global mit Google Mobile Service (GMS) offiziell in den Handel gebracht, obwohl Honor-CEO George Zhao immer wieder beteuert, über entsprechende Lizenzen für den Google Play Store sowie den geräteübergreifenden Anwendungen wie die Kontakte, Kalender und Gmail zu verfügen.
Wie nun die Washington Post berichtet, gibt es aber eine neue Entwicklung, nachdem 14 Abgeordnete das US-Handelsministerium ein Embargo mit entsprechenden Sanktionen für Honor gefordert haben. So soll es zwei Lager mit gegensätzlichen Meinungen geben. Auf der einen Seite die Mitarbeiter des Pentagons und des Energy Departments, welche auch eine Bedrohung der nationalen Sicherheit von Honor ausgehen sehen und auf der anderen Seite das Commerce und das State Department. Hier ist man der einhelligen Meinung, dass von Honor keine Bedrohung zu erwarten sei, da der Konzern nicht am LTE-5G-Aufbau beteiligt sei und auch keine Smartphones in den USA verkaufe. Das aber nebenbei bemerkt noch nirgendwo außerhalb von China.
Die nächste Instanz ist das US-Kabinett. Findet man auch hier zu keiner Einigung, dann muss US-Präsident Biden eine Entscheidung treffen. Der war aber entgegen allen Erwartungen ebenfalls wie Donald Trump konsequent gegen Huawei vorgegangen. Meine Vermutung ist, das Honor keinen globalen Vorstoß eingehen wird, bis in den USA eine Entscheidung gefallen ist. Und das – wo man bereits schon die globalen Preise der Honor Magic 30 Series kommuniziert hat. Zum Glück gibt es ja noch TradingShenzhen*.
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