HTC: Kein Jelly Bean Update für One V und Desire C

Googles mobiles Betriebssystem Android in der Version 4.0 Ice Cream Sandwich hat jetzt über ein Jahr auf dem Buckel, weshalb es Zeit für den Nachfolger Android 4.1 Jelly Bean wird. Das sehen wir Kunden mit Sicherheit so, denn eine neue Androidversion hat nicht nur neue Funktionen an Bord, sondern schließt auch diverse Sicherheitslöcher. Umso ärgerlicher deshalb, wenn bestimmte Geräte kein Update erhalten werden.

Meistens betrifft es die Geräte der unteren Preisregionen, denen ein offizielles Update verwehrt bleibt. Die Hersteller reden sich in solchen Momenten traditionell mit den Hardware-Anforderungen heraus, dass diese einfach zu unterdimensioniert sei für das Update. Die Hardware selber ist dabei seltenst das wirkliche Problem, das beweisen findige Tüftler aus der Android Community oft genug. Nein, der Flaschenhals sind meistens die Hersteller-Oberflächen und bei HTC wirkt sich die Sense UI besonders extrem aus.

Aus diesem Grund erhalten alle Modelle mit 512 MB und weniger RAM kein Update auf Android 4.1 Jelly Bean. Aus diesem Jahr betrifft es somit die Modelle One V und Desire C, die von der Update-Verweigerung betroffen sein werden. Was allerdings mit den alten Modellen der Sensation-Reihe wird, ist indes ebenfalls noch unklar. Zwar sagte HTC das Update auf Android 4.1 Jelly Bean für das Sensation zu, was aus den Schwestermodellen Sensation XE und Sensation XL wird ist auch Wochen nach dem Versprechen offen. Nicht von ungefähr werden da Erinnerungen an das Desire-HD-Desaster wach und reißen alte Wunden auf. Das es eben doch geht, hat ja die Community bewiesen.

Andererseits sollte man auch nicht vergessen, das es Käufern der günstigeren Smartphones vermutlich eh schnuppe sein wird, welche Androidversion denn jetzt genau auf deren Smartphone läuft. Für diese Kategorie Benutzer dürfte der Nutzen von größerer Bedeutung sein, als möglichst jedes Update mitzunehmen das es gibt.

[Quelle: HTC | via AndroidAndMe]

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Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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2 Gedanken zu „HTC: Kein Jelly Bean Update für One V und Desire C

  • 13. November 2012 um 15:09
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    was ist denn das für eine Aussage: …… das es Käufern der günstigeren Smartphones vermutlich eh schnuppe sein wird, welche Androidversion denn jetzt genau auf deren Smartphone läuft. Ich habe mich für dieses Modell entschieden weil mir die Größe zugesagt hat. Wenn ich vorher gewusst hätte das ein Telefon das kaum ein 3/4 Jahr auf dem Markt ist schon nicht mehr mit Updates versorgt wird wäre meine Wahl anders ausgefallen.
    Ich habe seid 6 Jahren HTC Modelle. Ich kann nur sagen das es mein letztes war. Werde mir jetzt das Nexus 4 zulegen sobald es verfügbar ist.

    Antwort
  • 14. November 2012 um 9:22
    Permalink

    Das sehe ich ähnlich, wie Andreas. Außerdem war das Sensation XE bzw. XL auch nicht gerade ein Billig-Androide beim Marktstart. Und wenn ich mit die heutigen Preise dafür anschauen, so sind die immer noch nicht gerade günstig zu haben.

    Zudem ist es aus meiner Sicht gerade für Otto-Normal-Verbraucher, die sich nicht für Updates interessieren, wichtig ein Update zu erhalten Denn Nutzer diese haben in der Regel keinen Virenscanner installiert und probieren mal gerne aus Spaß oder „Anraten des Sohnes“ die App des eigenen Kreditinstituts aus, um eine Überweisung zu machen. Und schwups kann es passieren, dass irgendjemand sich Zugriff auf diese sensiblen Daten verschaffen kann.

    Ich verstehe einfach nicht, warum in diesen Tech-Blogs immer nur der Fokus auf neue Funktionen im Zusammenhang mit Update erwähnt wird. Die Updates sollen vor allem unter Sicherheitsaspekten betrachtet werden. Die Nerds werden eh ihr Gerät flashen, rooten oder zumindest einen Virenschutz draufpacken, wenn ihnen das wichtig ist. Aus diesem Grunde sollte ein Google bzw. Hersteller mal über ein Silent-Update nachdenken und die Geräte nur eine Meldung anzeigen lassen, um darauf hinzuweisen, dass ein Update nicht mehr möglich ist bzw. unterstützt wird und auf ein damit verbundenes Sicherheitsrisiko hinweisen, damit der Großteil der Nutzer auf der, im wahrsten Sinne des Wortes, sicheren Seite stehen

    —-

    Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten

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