iMac Retina unterstützt kein Target Display Modus

Auch wenn der neue iMac Retina mit einem Einstiegspreis von 2.599 Euro alles andere als ein Schnäppchen ist, planten nicht gerade wenige ihn als einen günstigen 5K Monitor für einen bereits vorhandenen Mac-Rechner zu nutzen. Schließlich muss man seine funktionierende Hardware nicht gleich komplett austauschen. Allerdings wird aus diesem Plan nichts.

Schlicht und ergreifend aus technischen Gründen wird sich das Vorhaben nicht in die Realität umsetzen lassen und der neue iMac Rechner mit seinem 5K Display nicht als externer Monitor nutzen. Was gegen die Nutzung als externes Display spricht ist ganz einfach der DisplayPort-Anschluss des neuen iMac.

Kein Monitor-Modus für den iMac Retina

In den Support-Dokumenten für den Rechner schließt Apple den sogenannten Target-Display-Modus (TDM) komplett aus. Diese Betriebsart führte Apple mit der Thudnerbolt 2 Schnittstelle im Jahre 2009 ein, womit sich ein iMac über DisplayPort als externes Display ansprechen lässt. Allerdings schafft die Spezifikation 1.2 von DisplayPort die hohe Auflösung von 5.120 x 2.880 Pixel des iMac Retina nicht. Oder um es anders auszudrücken: DisplayPort 1.2 ist viel zu langsam für den neuen iMac. Erst DisplayPort 1.3 bietet ausreichend Bandbreite für die Nutzung und dieser Standard wird erst in Thunderbolt 3 Einzug halten, was wiederum noch eine Weile dauert, bis es tatsächlich fertig geschweige denn verfügbar ist.

Bisher gibt es neben dem iMac Retina nur einen einzigen Monitor der ebenfalls über eine 5K-Auflösung verfügt: Der Dell UP2715K, der mit 2.500 US-Dollar auch nicht unbedingt als Schnäppchen durchgeht. Zwar nutz der Dell DisplayPort 1.2 zur Datenübertragung, aber das nur mit Trick 17: Es braucht zwei Anschlüsse gleichzeitig, damit der Monitor genutzt werden kann.

Ob Apple allerdings an einem puren Monitor mit 5K-Auflösung arbeitet oder der iMac Retina einzigartig bleibt ist nicht bekannt. Gänzlich undenkbar wäre es zwar nicht, aber da selbst der aktuelle Mac Pro zwei DisplayPort-Kabel bräuchte, ist das eher unwahrscheinlich. Vermutlich wird es erst mit der nächsten Generation des Mac Pro einen dedizierten 5K Monitor geben.

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Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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