iOS: Ab Februar gelten neue Regeln für neue Apps

2013 führte Apple mit dem iPhone 5s und dem riesigen Update auf iOS 7 erstmals die Unterstützung der 64-Bit Hardware-Architektur ein und überraschte damals sogar die gesamte Industrie. Mittlerweile ist der Wechsel ganz gut geglückt und künftig müssen sich auch Entwickler an neue Regeln halten: 32-Bit ist am Aussterben in der Apple-Welt.

Mit der Vorstellung von iOS 7 führte Apple auch neue Richtlinien ein für die Entwicklung neuer Apps. Ab dem 1. Februar sind diese Richtlinien für neue Apps nun bindend, ansonsten werden diese Apps nicht für den iTunes App Store zugelassen. Wer bereits erfolgreich seine Apps im App Store anbietet ist bei Updates nicht zwingend auf die neuen Regeln angewiesen. Bis Ende März können Updates noch auf der alten Code-Basis eingereicht werden und ab Juni gelten ähnliche Regeln.

Zukunftsfähige iOS-Apps

Die neuen Regeln besagen, dass jede App mindestens mit dem iOS 8 SDK erstellt werden müssen und das in einer 64-Bit Fassung. Die Umstellung ist dabei weniger schwierig als sich das mancher eventuell vorstellt: Sind die aktuellen Versionen des SDK und der Entwicklungsumgebung Xcode installiert, muss man lediglich die Standard-Einstellungen („Standard architectures“) während des Anlegens eines neuen Projektes übernehmen. Nach erfolgreicher Kompilierung werden Binaries mit Code sowohl für 32-Bit als auch 64-Bit erstellt. Wie schon erwähnt gehört zu den neuen Vorgaben auch die zwingende Nutzung des iOS 8 SDK. Wer eine 64-Bit fähige App einreichen will die noch auf dem iOS 7 SDK basiert, wird ab dem 1. Februar ebenfalls abgelehnt.

Den Hinweis auf die neuen Regeln hat Apple derzeit auf seinem Entwickler-Portal online geschaltet und gilt gemeinhin als die letzte große Warnung, bevor es ernst wird für die iPhone- und iPad-Entwickler. Das bedeutet allerdings in gewisser Weise auch, dass viele ältere Systeme mit neuen Apps nicht mehr zusammen arbeiten werden. Zumindest wenn Nutzer iOS 7 oder eine noch frühere Version von Apples mobilen Betriebssystem installiert haben.

Über kurz oder lang könnte diese Maßnahme die Adaptionsrate für die aktuelle Fassung von Apples iPhone-Betriebssystem weiter in die Höhe treiben. Denn angesichts der ungewohnt großen Probleme kurz nach dem Start von iOS 8 haben weitaus weniger Kunden auf die neuste Version des Betriebssystems aktualisiert (zum Beitrag). Apple sah sich zwischenzeitlich sogar dazu gezwungen, offiziell ein Downgrade auf eine ältere Version anzubieten (zum Beitrag).

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Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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