iWatch: Apple gewinnt TAG Heuer Verkaufsleiter für sich

Apple verfolgt konsequent seine Strategie was die iWatch betrifft, um das iOS-Zubehör zu einem begehrenswerten Gadget für die eigenen Kunden zu machen. Dass die gemutmaßte SmartWatch als ein möglicher Luxus-Artikel zu betrachten ist wird durch den neusten Mitarbeiter im gehobenen Management deutlich: Der Vertriebsleiter von TAG Heuer ist nun bei Apple.

Konkret handelt es sich um den Schweizer Patrick Pruniaux, welcher vor seiner Abwerbung zu Apple als Vice President Global Saltes & Retail bei TAG Heuer des LVMH-Konzerns tätig war. Das hat der verantwortliche Leiter für das Uhrengeschäft von LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton S.A. Jean-Claude Biver gegenüber dem Nachrichtensender CNBC bekannt gegeben. Mit dem neuen Mitarbeiter verstärkt Apple sein Management rund um die iWatch mit der nächsten Persönlichkeit aus der Luxusgüter-Branche, denn mit Paul Deneve (ehemals Yves Saint Laurel) und Angela Ahrendts (ehemals Burberry) hat der Konzern von CEO Tim Cook bereits fachkundige Manager für den Vertrieb anwerben können.

Luxusgut iWatch

Interessant sind jedoch die Details die Biver im Zusammenhang mit dem Weggang seines ehemaligen Vertriebsleiters für TAG Heuer zu erzählen hatte. Schon länger versucht Apple das Knowhow eines schweizerischen Uhrenherstellers in Form einer Partnerschaft für sich zu gewinnen. Denn anscheinend strebt Apple das Gütesiegel „Swiss Made“ für seine iWatch an, was für eine SmartWatch ein ziemlich ungewöhnliches Ziel ist.

Bei „Swiss Made“ muss die betreffende Uhr zahlreiche Kriterien erfüllen, um das renommierte Gütesiegel zu erhalten. So muss das Uhrwerk selbst schweizerisch sein, in der Schweiz zusammengebaut und erstmals in der Schweiz eingeschaltet werden. Zusätzlich muss die Endkontrolle ebenfalls im Alpenstaat erfolgen und die verwendeten Bauteile zu mindestens 50 Prozent aus schweizerischer Herstellung stammen. Erst dann darf eine Uhr das Siegel „Swiss Made“ tragen.

Da Jean-Claude Biver die iWatch bzw. Apple nicht als direkten Konkurrenten für den LVMH-Konzern sieht, betrachtet er den Wechsel von Patrick Pruniaux auch nicht als eine Art Verrat am ehemaligen Arbeitgeber. Trotzdem geben diese Infos einen neuen Blick auf das, was Apple mit seiner iWatch eventuell vorhaben könnte. Sollten die Gerüchte zum Zeitplan stimmen, dann wird die Produktion der iWatch diesen Monat anlaufen, damit der Verkauf im Herbst erfolgen kann.

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Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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