LG K8 (2017) im Test – Low Budget für den Mittelklassepreis

Mit dem LG K8 (2017) bringt der Südkoreanische Elektronik-Konzern eine Neuauflage seiner Mittelklasse Smartphones auf den Markt. Bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 165 Euro musste natürlich an der einen oder anderen Stelle gespart werden, was wir uns in unserem Test einmal genauer angeschaut haben.

LG K8 (2017) – Design und Verarbeitung

Das LG K8 (2017) kommt in einem Kunststoffgehäuse daher, welches an manchen Stellen leider nicht so gut verarbeitet ist, wie wir es von LG normalerweise gewohnt sind. Gerade der Übergang vom Display zu den Seiten weist eine recht scharfe Kante auf, welche die Bedienung unangenehm macht. Eine Chromeinlage an den Seiten suggeriert einen Metall-Look, der jedoch über den optischen Effekt nicht hinaus kommt. Die Lautstärketasten befinden sich, für uns ungewohnt, an der linken Seite. Sie verfügen über einen angenehmen Druckpunkt und sitzen auch nicht locker in ihren Führungen. An der Oberseite ist nur eine Bohrung für das Mikrofon. Die Zugänge wie Micro-USB und 3,5 mm Klinkenstecker sind auf der Unterseite des Gerätes zu finden.

LG K8 (2017)

Die abnehmbare Rückseite, unter sich der 2.500 mAh Akku, sowie die Aufnahme für die Nano-SIM und die MicroSD-Karte befinden, hat ein “Riffel-Design”. Dies sorgt für interessante Lichtreflexe. Leider ist der Kunststoff jedoch trotzdem recht rutschig. Mit 142 Gramm ist das LG K8 (2017) recht schwer für ein Gerät aus Kunststoff, doch fällt dieses nicht unangenehm ins Gewicht.

LG K8 (2017)

Der klassischen Designsprache von LG folgend, ist der Powerbutton unterhalb der Kamera auf der Rückseite angeordnet. Auf einen Fingerabdruckscanner hat man leider verzichtet, obwohl er in anderen Smartphones auch dieser Preisklasse schon fast zum Standard gehört.

LG K8 (2017)LG K8 (2017)LG K8 (2017)

LG K8 (2017) – Technische Daten

Technische Daten LG K8 (2017)
Display 5 Zoll TFT-LCD In-Cell Touch Display 1.280 x 720 Pixel 294 dpi
Prozessor Qualcomm Snapdragon 425 Quad-Core-CPU 1,4 GHz, Adreno 308 GPU
Arbeitsspeicher 1,5 Gigabyte
interner Speicher 16 Gigabyte (10 GB verfügbar)
microSD-Karte ja, bis 32 Gigabyte
SIM Nano-SIM
Betriebssystem Android 7.0 Nougat
Akku 2.500 mAh
Kamera 13 MP Hauptkamera Single LED-Blitz, 5 MP Frontkamera mit 120 Grad Weitwinkel
Konnektivität 850/900/1900/2100 MHz, LTE Cat 4, Wi-Fi 802.11 b/g/n, NFC, GPS, Glonas
LTE Band 20 ja
Anschlüsse MicroUSB, 3,5 mm Klinke
Maße 144,8 x 72,1 x 8,1 mm
Gewicht 142 Gramm

LG K8 (2017) – Hardware und Software

Unter der Plastikhaube des LG K8 (2017) schlägt ein kleiner Qualcomm Snapdragon 425 CPU, dessen 4 Kerne auf 1,4 GHz getaktet sind. Als GPU kommt eine Adreno 308 zum Einsatz. Dies sorgt im Alltagsbetrieb eine ausreichende Leistung, doch sollte man sicherheitshalber Grafiklastige Spiele vermeiden. Dafür mitverantwortlich ist der knapp bemessene Arbeitsspeicher von 1,5 GB. Wieso eigentlich 1,5? Warum nicht 2 GB? Das weiß wohl nur LG. Auch der interne Speicher von 16 GB ist in heutigen Zeiten, in denen Apps gerne die Gigabyte-Grenze sprengen, nicht mehr zeitgemäß. Daran ändert auch die optionale MicroSD-Karte nichts, weil die auf maximal 32 GB begrenzt ist. LG, setzen sechs.

LG K8 (2017)

Out of the Box ist auf dem LG K8 (2017) das aktuelle Android 7.0 Nougat auf Sicherheitspatch Ebene vom 1. Januar 2017 installiert. Aktuell wurde uns noch kein weiteres Update angeboten. Es bleibt zu hoffen, dass LG sich hier erbarmt und wenigstens auf die aktuelle Patchebene updated.

Die LG eigene Oberfläche UX 5.0+ verzichtet auf einen App-Drawer, was im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig ist. Damit das Ganze nicht zu unübersichtlich wird, sollte man auf die Möglichkeit setzen, Apps in Ordnern zu organisieren. Wem dies nicht gefällt, der kann sich ja einen der vielen alternativen Launcher installieren.

LG K8 (2017) – Display und Akku

Das LG K8 (2017) ist mit einem 5 Zoll großen TFT Display ausgestattet, welches in HD mit 1.280 x 720 Pixel bei 294 ppi auflöst. Dies klingt auf dem Papier besser, als es in der Realität aussieht. Leider ist die Farbdarstellung sehr blass und kraftlos. Hier sind wir von LG, die selber Displays herstellen, eigentlich viel besseres gewohnt. Auch der seitliche Betrachtungswinkel ist nicht gerade gut, um nicht zu sagen schlecht. Das Display dunkelt sehr schnell ab und wird somit unleserlich. Das mag ok sein, wenn man nicht möchte, dass der Nebenmann in der S-Bahn mitlesen kann, doch hat man das Gerät auf dem Tisch liegen wird das Ganze sehr schnell hinderlich.

LG K8 (2017)LG K8 (2017)LG K8 (2017)

Der in 2.5D ausgeführte Digitizer macht die Bedienung recht angenehm, wäre da nicht die oben bereits erwähnte scharfe Kante beim Übergang zum Kunststoffgehäuse. Beim streichen über die Seiten hat man so das Gefühl, sich gleich die Fingerkuppen aufzuschneiden. Unschön gelöst.

Mit 2.500 mAh ist das LG K8 (2017) nicht gerade üppig bestückt, doch reicht es, um über den Tag zu kommen. Alternativ hat man ja, im Gegensatz zu anderen Smartphones heutzutage, die Möglichkeit den Akku zu wechseln.

LG K8 (2017) – Kamera

Als Hauptkamera wurde ein 13 Megapixel-Sensor verbaut. Dieser schießt, in Kombination mit der eingebauten Software ganz ordentliche Bilder. Leider hat der Sensor leichte Probleme bei Gegenlicht, wie auf dem Strandfoto zu sehen ist. Detailaufnahmen gelingen jedoch recht gut.

LG K8 (2017)

Der Autofokus arbeitet präzise und ausreichend schnell. Schaut man sich die Bilder im Detail an, fällt einem jedoch ein leichtes auswaschen der Pixel auf. Das LG K8 (2017) ist für die Preisklasse jedoch nicht als Foto-Handy gedacht. Man kann also mit dem Ergebnis leben.

 

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Die Selfiekamera löst mit 5 Megapixeln auf. Das Ergebnis ist zufriedenstellend, aber auch nicht mehr.

 

Wie schon beim Display, sind die Farben der Fotos blass und kraftlos. Passt also perfekt zum Gesamteindruck, der uns nicht vom Hocker haut. In der Preisklasse unter 200 Euro finden wir schon mehrere Konkurrenzprodukte, die bessere Leistungen erzielen. Wer zum Beispiel 100 Euro mehr investiert,  bekommt mit dem Umidig Z ein Smartphone, welches nicht nur eine bessere Kamera, sondern auch doppelt soviel Speicher zur Verfügung stellt.

LG K8 (2017) – Fazit

Für ein Einsteigergerät macht das LG K8 (2017) eigentlich eine gute Figur, doch möchte uns LG weismachen, dass es sich hier um ein Mittelklasse Smartphone handelt. Dies können wir leider nicht ganz nachvollziehen. Dafür sind die Spezifikationen und vor allem die Leistung nicht ausreichend. Als kleines Goodie erhält man mit dem Kauf des LG K8 (2017) 100 GB kostenlosen Speicher bei Google Drive für die Dauer von 2 Jahren. Dieses hat einen Wert von knappen 40 Euro, sofern man jährlich zahlt. Effektiv kommt das K8 somit auf den angemessenen Preis von 120 Euro.

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Andreas Voetz

Seit 1997 im Internet unterwegs, habe ich vor einigen Jahren meine Leidenschaft für das bloggen entdeckt. Als ich 2010 mein erstes Android-Handy in Händen hielt, war es um mich geschehen. Mein Thema war gefunden und man kann diverse Beiträge auf einigen Seiten, als auch meinem privaten Blog begutachten.

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