Microsoft verdient über Foxconn an jedem zweiten Android Gerät mit

Microsoft Patente

Microsoft hat mit einem Lizenzabkommen einen großen Deal an Land gezogen und verdient an jedem zweiten Android Gerät mit. Der Deal mit Hon Hai Precision Industries, die Muttergesellschaft von Foxconn, spült viel Geld in Microsoft seine Kassen, da rund 40 Prozent aller elektronischen Geräte weltweit über dessen Fließbänder produziert werden.

Apple produziert bei Foxconn genauso wie Amazon sein Kindle und Acer seine Notebooks. All diese veschiedensten Geräte werden in China auf den Fließbändern Foxconns produziert, welche über mehrere Fabriken in China verfügen. Das Lizenzabkommen mit Microsoft deckt eine Menge an Geräten ab, unter anderem Android Geräte wie Smartphones, Tablets und Fernseher sowie auch Chrome OS Geräte. Mit den Zahlungen umgeht Foxconn Lizenzklagen von Microsoft, da anscheinend einige Patente von Microsoft verletzt wurden. Allerdings sind bisher keine Details durchgesickert, um wie viel Geld es sich handelt und wie genau dieses Abkommen gestrickt ist.

Solche Abkommen hat Microsoft aber auch mit Unternehmen wie LG, HTC und Samsung sowie weiteren OEM-Herstellern wie Pegatron, Quanta, Wistron oder Compal. Durch die Unterzeichnung Foxconns werden nun über 50% aller Android Geräte mit einem Geldanteil für Microsoft produziert und wenn mehrere Unternehmen betroffen sind, machen diese sich untereinander aus wer die Zahlungen zu leisten hat.

Laut Berichten aus dem Jahre 2011 macht der Anteil den der Software-Konzern durch Android verdient deutlich mehr aus, als was Microsoft mit Smartphones auf Basis des eigenen Windows Phone Betriebssystems erwirtschaftet. Diese sind ja immer noch mit einem sehr kleinem Anteil am Smartphonemarkt vertreten, auch wenn dieser langsam aber stetig wächst.

Aber nicht alle Hersteller sind bereit sich Microsoft zu beugen, unter anderem weigert sich der von Google übernommene Hersteller Motorola solche Zahlungen und Lizenzabkommen mit Microsoft einzugehen. Zwischen den beiden Konzernen laufen derzeit auch noch mehrere Patentklagen, die sich sicher noch eine ganze Weile in die Länge ziehen dürften. Jedenfalls können wir da noch einiges erwarten.

Goldman Sachs schätzt die Einnahmen von Microsoft durch Android auf rund 444 Millionen US-Dollar. Insgesamt sind über 1100 Patentabkommen durch Microsoft abgeschlossen worden, wovon nicht wenige mit Android Herstellern unterzeichnet wurden.

Fraglich ist, welche Lösung die bessere ist. Einerseits kann man das Wort Patentklage schon nicht mehr hören bzw. lesen, vor allem wenn man an Google bzw. Samsung vs. Apple denkt. Andererseits fragt man sich wo dieser Patentwahn noch hinführt. Wenn man liest, dass Microsoft mit derartigen Patenten so viel verdient, könnte man fast glauben, dass die eigenen Windows Mobile 7 Geräte für den Konzern generell von weniger Interesse sind.

Wie sehr ihr das? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

[Quelle: Webstandard.at]

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