Neffos X1 im Test – Einsteigerklasse im Aluminiumgewand

Das Neffos X1 ist eines von zwei Geräten, die der Router-Hersteller TP-Link dieses Jahr auf dem MWC vorgestellt hat. Was das 200 Euro Gerät so schafft, klären wir in unserem Test.

Neffos X1 – Design und Verarbeitung

Das Neffos X1 kommt wie so viele Einsteigerklasse Smartphones heutzutage in einem Unibody-Aluminium-Gehäuse daher. Nach dem auspacken ist man angenehm von dem leichte Gewicht überrascht. Nur 135 Gramm bringt es auf die Waage. Die kompakten Maße von 142 x 71 x 7,95 Millimeter liegen gut in der Hand. Das Neffos X1 ist gut verarbeitet. Es sind keinerlei Spaltmaße zu entdecken.

Neffos X1 von vorne

 

Auf der rechten Seite findet man die Laut- Leisewippe und den Powerknopf. Dieser ist leicht angeraut und so auch blind gut zu erfühlen. Auf der Unterseite befinden sich die Bohrungen für den Mono-Lautsprecher und das Mikrofon, sowie der Micro-USB Anschluss. Auf der linken Seite ist neben dem Simkarten Slot, der auch die optionale microSD-Karte aufnimmt ein kleiner Schieberegler, mit dem sich das Neffos X1 ganz schnell in den Lautlos-Modus versetzen lässt. Dies ist insofern praktisch, dass man das Gerät dafür nicht einmal entsperren muss.

Apropos entsperren. Das Neffos X1 verfügt auch über einen Fingerabdrucksensor. Dieser befindet sich auf der Rückseite des Geräts, unterhalb der 13 Megapixel Kamera und dem Dualtone-LED-Blitz. Der Sensor arbeitet recht schnell und zuverlässig, zumindest, wenn die Fingerkuppen sauber sind.

Neffos X1 Fingerabdruckscanner

Neffos X1 – Hardware und Software

Im Herzen des Neffos X1 schlägt ein MediaTek Helio P10 Prozessor mit acht Kernen, die auf 2 GHz getaktet sind. DIese Leistung ist zusammen mit der ARM mali-T860MP2 550 MHz GPU ausreichend für die meisten Spiele, unter anderem Asphalt 8. Anspruchsvollere Spiele sind leider nicht in voller Auflösung spielbar. Man muss aber bedenken, dass das Neffos X1 kein ausgesuchtes Spielehandy ist. Für alle anderen Anwendungen, rund um surfen, Video schauen und Co. ist das Gerät mehr als ausreichend ausgestattet.

Neffos X1 Dualsim

TP-Link spendiert dem Neffos X1 leider nur 2 Gigabyte Arbeitsspeicher. Als internem Speicher stehen leider nur 16 oder 32 Gigabyte zur Verfügung, je nach Ausstattung. Unser Testgerät hat den 16 Gigabyte Speicher, von dem leider nur etwas über 10 Gigabyte zur Verfügung stehen. Dies ist gelinde gesagt unterirdisch. Hier wurde am falschen Ende gespart. Wenigstens lässt sich der Speicher per microSD-Karte um weitere 32 Gigabyte aufrüsten. Auch hier wäre mehr wünschenswert. In Zeiten, in denen Apps im Betrieb regelmäßig die 200 Megabyte Grenze sprengen, ist so wenig Speicher nicht mehr Zeitgemäß.

Neffos X1 linke Seite

Ausgeliefert wird das Neffos mit Android 6.0 Nougat, auf welchem ein selbstentwickelter Launcher sitzt. Die Optik kommt nah an Vanilla Android ran, verzichtet jedoch vollständig auf den App Drawer, sodass sämtliche Apps auf dem Homescreen abgelegt werden. Hier wollte man sich wohl iOS annähern. Inwieweit dies gelungen ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Mir persönlich gefällt es nicht so gut. Apps lassen sich Android-Typisch in Ordnern organisieren, sodass man ein gewisses Maß an Ordnung herstellen kann. Ansonsten steht es einem frei, den Launcher seiner Wahl zu installieren.

Das Neffos X1 verfügt über unbeleuchtete Hardware-Tasten. So geht kein Platz auf dem Display verloren. Dankenswerter Weise kann man die Positionierung der Zurücktaste in den Einstellungen unter “Gerät > mehr > Intelligente Einstellungen” ändern. Standardmäßig ist diese rechts, ich mag sie jedoch links. Ein Pluspunkt, wenn auch nur ein kleiner.

Neffos X1 – Display und Akku

Im Neffos X1 ist ein 5 Zoll großes HD-Display verbaut, welches bei 293 dpi mit 1.280 x 780 Pixeln auflöst. Hier ist leider ein weiterer Punkt, wo am falschen Ende gespart wurde. Die Farben sind blass, kraftlos und hat einen Grauschleier. Der seitliche Betrachtungswinkel ist mit 120 Grad nicht gerade überwältigend. Der Vorteil liegt in seiner Größe. In Zeiten, wo 5.5 Zoll nahezu zum Standard geworden sind, bleibt das Neffos X1 so angenehm klein und kompakt. Ideal für unterwegs.

Der, dank Unibody-Aluminium-Gehäuse, fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 2.250 mAh. Dies reicht gerade einmal so hin, um über den Tag zu kommen. DIsplayOn Zeiten von mehr als drei Stunden sollte man bei dem X1 nicht erwarten. Leider fehlt auch eine Schnellladefunktion, die andere Geräte in der gleichen Preisklasse inzwischen haben. Eine volle Ladung dauert mindestens 2,5 bis 3 Stunden. Als Alternative muss unterwegs dann wohl ein Akkupack herhalten. Wer Energie sparen möchte, dem stehen zwei Stromsparmodi zur Verfügung.

Neffos X1 – Kamera

Als Hauptkamera kommt beim Neffos X1 ein 13 Megapixel Sensor zum Einsatz. Die Bildqualität ist durchschnittlich. Die Farben sind blass und ohne Tiefe. Die vorinstallierte Kamera-App hat nur sehr rudimentäre Einstellungsmöglichkeiten, sodass eine manuelle Anpassung nicht möglich ist. Überrascht war ich von der Lichtempfindlichkeit. Auch in der Dämmerung beobachtet man eine gute Lichtausbeute. Leider werden die Fotos dann jedoch etwas unscharf. Eine ruhige Hand sollte also gegeben sein.

Die 5 Megapixel Frontkamera macht ebenfalls noch ausreichend qualitative Fotos. Am ehesten wird diese sicherlich für Selfies genutzt. Ein eingebauter Facebeauty-Modus soll für Faltenlosigkeit sorgen. Mal davon abgesehen, dass ich nicht sonderlich fotogen bin, bügelt er die Falten recht zuverlässig, aber unnatürlich aus.

 

Neffos X1 – Technische Daten

Technische Daten TP-Link Neffos X1
Display 5 Zoll HD Display 1.280 x 780 Pixel 293 dpi
Prozessor MediaTek Helio P10 CPU, ARM Mali T-860 GPU
Arbeitsspeicher 2 / 3 Gigabyte
interner Speicher 16 / 32 Gigabyte
microSD-Karte ja, bis 32 Gigabyte
SIM Dual-SIM, Dual Standby
Betriebssystem Android 6.0 Nougat
Akku 2.250 mAh
Kamera 13 MP PDAF hinten mit Dualtone-LED-Blitz, 5 MP hinten
Konnektivität FDD-LTE (Band 1/3/5/7/8/20) / WCDMA (Band 1/5/8) / GSM (Band 2/3/5/8)
LTE Band 20 ja
Anschlüsse Micro-USB, 3,5 mm Klinke
Maße 142 x 71 x 7,95
Gewicht 135 Gramm

Fazit

TP-Link versucht mit dem Neffos X1 ein Bein in den hart umkämpften Markt der Einsteigerklasse-Smartphones zu bekommen. Leider gelingt es ihnen nicht ganz, denn für 199,00 Euro bekommt man besser ausgestattete Geräte. Wer zirka 50 Euro mehr ausgibt, kann sich sogar in die obere Mittelklasse begeben.

Nichtsdestotrotz ist das Neffos X1 ein gutes Smartphone, um in die Welt von Android einzutauchen. Leider ist nicht bekannt, ob es noch ein Update auf Android 7.0 Nougat bekommt. Wünschenswert wäre es.

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Andreas Voetz

Seit 1997 im Internet unterwegs, habe ich vor einigen Jahren meine Leidenschaft für das bloggen entdeckt. Als ich 2010 mein erstes Android-Handy in Händen hielt, war es um mich geschehen. Mein Thema war gefunden und man kann diverse Beiträge auf einigen Seiten, als auch meinem privaten Blog begutachten.

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