Es ist bekannt, dass sich Apple gerne wegen den kleinsten Ähnlichkeiten mit anderen Firmen und Konzernen anlegt. Das hat der südkoreanische Konkurrent Samsung nur zu Genüge zu spüren bekommen. Nun haben die Mannen der Rechtsabteilung aus Cupertino einen neuen erklärten Fein auserkoren. Ausgerechnet in Mexiko und das auch noch phonetisch quasi identisch. Gefundenes Futter also.
Das Apple gern gegen namensgleiche oder ähnliche Firmen vorgeht, ist hinlänglich bekannt. Bekanntestes Beispiel ist hier das Bonner Café Apfelkind, wo sich der Milliardenschwere Konzern am Logo gestört fühlte. Das in dem Café auch noch Apfelkuchen und Apfelkind-Merchandise verkauft wurde, ist reiner Zufall. Zeigt aber, dass Apple hinter jeder annähernden Ähnlichkeit dreistes kopieren sieht. Nun wird das nächste Kapitel dieser Klagewut aufgeschlagen und das im sonnigen (und staubigen) Mexiko.
Gegner der aktuellen Auseinandersetzung ist das mexikanische Unternehmen iFone, welches seit 2002 unter diesem Namen tätig ist. Schlechte Karten also für Apple, mit einer Klage wegen zu großer phonetischer Ähnlichkeit durchzukommen, zumal Apples iPhone erst im Jahre 2007 auf den Markt kam. Nur ist der Konzern halt mit eben jener Klage gescheitert, auch wenn der eigentliche Grund dafür ein relativ banaler ist. Apple geht es einfach nur darum, den Begriff „iPhone“ in verschiedenen Klassen zu sichern. Derzeit hat man den Markennamen „iPhone“ in den Klassen 9 und 28 Inne, allerdings soll noch die Klasse 38 in den Besitz von Apple übergehen.
In Klasse 38 befinden sich unter anderem bereits die Markennamen iMessage und FaceTime von Apple, dummerweise aber auch der Firmenname iFone. Also klagte der iPhone-Konzern wegen phonetischer Ähnlichkeit und verlor prompt, eben weil die beklagte Firma wesentlich länger existiert wie das gleichklingende Smartphone. Natürlich ging Apple in Berufung. Und scheiterte abermals. Bisher hat iFone nicht zum Gegenschlag ausgeholt, man erwäge es allerdings. Immerhin hat der Rechtsstreit mit Apple ein gewisses Loch im Unternehmensvermögen hinterlassen, sogar ein Verkaufsverbot für das iPhone erwägt das mexikanische Unternehmen.




















Holzkohlen
Gerechtigkeit, es gibt sie noch. Ich wünsche der Firma iFone viel Glück im Rechtschreit gegen Apple!