Der OnePlus-Mutterkonzern hatte im Vorfeld viel Aufmerksamkeit für sein „dünnstes Foldable“ – das Oppo Find N5 – erzeugt und auch erhalten. Doch zur großen Schande, war das Unternehmen nicht Willens, das Foldable im Book-Design global verfügbar zu machen. Nicht einmal als mögliches OnePlus Open 2. Bleibt also nur der Import über den deutschen Onlinehändler TradingShenzhen*. Ob sich dieser auch lohnt, erfahrt Ihr in diesem nun folgenden ausführlichen Testbericht!
Inhaltsverzeichnis
Der Metallrahmen enthält mehrere Antennenstreifen für einen besseren Empfang. Besonders praktisch ist der Alert-Slider an der Seite, bekannt von der in Europa recht erfolgreichen Tochter OnePlus, der schnelles Umschalten zwischen Lautstärken ermöglicht. Der Powerbutton mit Fingerabdrucksensor liegt allerdings etwas zu hoch. Zumindest für meine zarten Klavierhände. Alternativ ist jedoch auch eine Gesichtserkennung möglich. Weitere Anschlüsse und Funktionen wie USB-Type-C 3.0, Infrarot und Stereo-Lautsprecher sind ebenfalls vorhanden. Eine eSIM wird wie so häufig bei chinesischen Importen nicht unterstützt.
Im Alltag überzeugt das Find N5 in seinen verfügbaren Farben Cosmic Black und Misty White durch seine Flexibilität. Im zusammengeklappten Zustand dient es als reguläres Smartphone, aufgeklappt wird es zur praktischen Arbeitsfläche. Es wirkt modern und hochwertig – ideal für produktives Arbeiten oder als technisches Highlight im Freundeskreis um mal wieder auf dicke Hose zu machen.
Das Oppo Find N5 überzeugt als schlankes, hochwertiges Foldable mit starkem Alltagsnutzen und überraschendem Formfaktor.
Als besonders attraktiv empfinde ich das stufenlos verstellbare Panel, welches einem auch das Arbeiten auf unterschiedliche Art und Weisen ermöglicht. Also beispielsweise auch im Desktopmodus.
Das AMOLED-Außendisplay bietet mit einer Diagonale von 6,62 Zoll eine Auflösung von 2.616 × 1.140 Pixeln. Auch hier eine Bildwiederholrate von 120 Bilder pro Sekunde. Beide Panels unterstützen die LTPO-Technologie, DolbyVision, HDR, Widevine L1 und arbeiten mit einer flimmerfreien 2.160 Hertz PWM-Frequenz.
Das Cover-Display wird durch Nanocrystal-Glas geschützt. Das Innendisplay besteht aus Kunststoff und ist deutlich empfindlicher – selbst Fingernägel können Kratzer verursachen. Ein Always-On-Display ist ebenfalls vorhanden. Insgesamt liefert Oppo mit dem Find N5 zwei der besten Displays im Foldable-Segment und legt im Vergleich zum Vorgänger spürbar bei Helligkeit und Qualität zu.
Das Oppo Find N5 überzeugt mit zwei herausragenden AMOLED-Displays, die Maßstäbe bei Helligkeit, Bildqualität und Ausstattung setzen und zusätzlich mit einem Stylus bedienbar sind.
Trotz der Drosselung reicht die Leistung des Oppo Find N5 für alle gängigen Anwendungen. Selbst intensives Multitasking oder Gaming wie Real Racing 3 in voller Auflösung sind problemlos möglich. Auch in den kommenden Jahren dürfte die Performance für viele Nutzer*innen mehr als ausreichend sein.
Zum reinen Datenvergleich gibt es auch noch die Werte des AnTuTu-Benchmarktest mit 2.165.261 Punkten. Der Geekbench liefert 2.799 im Single- und 7.794 Punkte im Multi-Core-Test. Zum Vergleich: Das Motorola Razr 60 Ultra (zum Test) lieferte ebenfalls mit einem Snapdragon 8 Elite an dieser Stelle 2.625 und 8.092 Punkte.
Das Oppo Find N5 ist mit bis zu 16 GB LPDDR5X RAM und internen UFS 4.0 Programmspeicher bis zu 1 TB erhältlich. Unser Testgerät hatte 16/512 GB an Bord und sorgte so für hohe Multitasking-Fähigkeiten und schnelle Datenraten mit Lese-/Schreib-Geschwindigkeiten von 3.700/3400 MB/s.
Trotz leicht gedrosselter CPU-Leistung liefert das Oppo Find N5 starke Performance, bleibt kühl und ist bestens für Alltag und Multitasking gerüstet.
Die Zeiten, wo Foldables mit einem schlechterem Kamera-Setup leben mussten, gehören längst der Vergangenheit an. Und auch das Oppo Find N5 kann trotz seiner geringen Bautiefe – zumindest auf dem Datenblatt – mit einer guten Ausstattung punkten.
Die 50-Megapixel-Hauptkamera ist mit einem 1/1.56 Zoll großem Lytia LYT-700 Image-Sensor von Sony ausgestattet. Dieser bietet eine äquivalente Brennweite von 21 Millimeter bei einer maximalen Offenblende von f/1.9. Es gibt eine optische Bildstabilisierung (OIS) und einen Phase Detection Autofocus (PDAF).
Flankiert wird diese von einer weiteren 50-Megapixel-Kamera. Dieser erhält eine Periskop-Telezoom-Optik mit einer maximalen Brennweite von äquivalenten 70 Millimetern. Hier bestätigt das Datenblatt ebenfalls eine Unterstützung durch 2-axis-OIS und PDAF. Der Zoom bietet bis zu einer 3-fachen Vergrößerung verlustfreie Aufnahmen. Mit digitaler Unterstützung geht es hoch bis zu einem 120-fachen Zoom. Die Blende beträgt hier nur mäßige f/2.7. Beim Bildsensor selbst, setzt Oppo auf einen ISOCELL JN5 von Samsung der eine Größe von 1/2.75 Zoll hat.
Das Trio wird durch eine 8-MP-Ultra-Weitwinkel-Kamera (f/2.2) komplettiert. Sie ist mit einer Sensorgröße von 1/4.0 Zoll bei einer Pixelgröße von 1.12µm das schwächste Glied des Setups. Eben jene Kamera ist auch für die Makro-Aufnahmen verantwortlich. Die OIS und Autofokus unterstützte Optik bietet ein Sichtfeld (FOV) von 116 Grad. Es wird eine äquivalente Brennweite von 15 Millimetern angegeben.
Außendisplay
Keine Frage: Zwei Displays verlangen nach zwei Frontkameras, welche aber augenscheinlich identisch zu sein scheinen. Leider haben wir hier nicht die Typen-Bezeichnung der beiden 1/4.0 Zoll großen Image-Sensoren herausbekommen können. Wir wissen jedoch von einer maximalen Offenblende von f/2.4 und einer äquivalenten Brennweite von 21 Millimeter. Auch hier beträgt die Pixelgröße 1.12µm.
Die 4-Linsen-Optik bietet ein maximales Sichtfeld von 91 Grad und liegt damit über der Hauptkamera, die unabhängig von der Ultra-Weitwinkel-Kamera lediglich 89 Grad bietet.
Innendisplay
Oppo setzt beim Find N5 nicht nur auf starke Hardware, sondern ergänzt das Kamerasystem durch smarte Softwarelösungen. Die Kooperation mit Hasselblad bringt zusätzliche Funktionen wie den Master-Modus, spezielle Farbprofile und den ikonischen Auslöse-Sound. Die Kamera-App richtet sich damit klar an ambitionierte Nutzer*innen, die gerne kreativ fotografieren.
Die 50-Megapixel-Hauptkamera überzeugt bei Tageslicht mit hoher Schärfe, satten, aber nicht übertriebenen Farben und starker Dynamik. Auch bei Gegenlicht bleiben Details erhalten. Der 3-fach optische Zoom liefert detailreiche Porträts und bleibt selbst bei höheren Vergrößerungen überraschend stabil in der Bildqualität. Bis zur 6-fachen Vergrößerung ist noch alles im grünen Bereich. Ein Foto mit einer 120-fachen Vergrößerung dient eher zu Spionagezwecken, kann aber als Beweismaterial nicht verwendet werden.
Die Ultra-Weitwinkelkamera mit 8 Megapixeln ist sichtbar schwächer, reicht bei gutem Licht aber für ordentliche Landschaftsaufnahmen. Bei Nacht glänzt die Hauptkamera mit guter Farbwiedergabe und geringem Rauschen, während Zoom und UWW-Sensor hier klar abfallen.
Die beiden 8-Megapixel-Frontkameras liefern solide Selfies mit natürlicher Hautdarstellung, bleiben aber technisch hinter der Konkurrenz. Dank des flexiblen Foldable-Designs lässt sich das Cover-Display als Sucher nutzen – so sind hochwertige Selbstporträts mit der Haupt- oder Zoomkamera möglich, was ein echter Mehrwert ist.
Das Oppo Find N5 überzeugt mit starker Haupt- und Zoomkamera, zeigt aber Schwächen bei Ultra-Weitwinkel- und Selfie-Aufnahmen.
Mit normalen Ladegeräten erreicht man nur 15 Watt. Kabelloses Laden wird ebenfalls unterstützt – je nach Technik mit 10 bis 50 Watt. Eine Stunde YouTube verbraucht knapp 5 Prozent der Akku-Kapazität, unabhängig vom Display. Die automatische Bildwiederholrate pendelte sich meist bei 60 Hertz ein.
Das Oppo Find N5 überzeugt mit außergewöhnlicher Akkulaufzeit, schnellem Laden und effizienter Energienutzung trotz schlankem Design.
Apropos „wichtigsten Apps“: TradingShenzhen bietet Euch ab sofort ein absolutes nützliches Tool mit dem Namen Android Debloater. Es befreit Euch mit einem Klick von allen lästigen chinesischen Anwendungen – auch als Bloatware bezeichnet. Zusätzlich könnt Ihr – falls noch nicht geschehen – wichtige Google-Anwendungen (inkl. SetEdit) mit einem Schlag installieren. Wir haben es beim Oppo Find N5 ausprobiert und waren überrascht wie gut und schnell es funktioniert! Von einer nahezu unfassbaren Flut an chinesischen Anwendungen, wurden wir mit einem Schlag auf ein übersichtliches Minimum reduziert.
Das Oppo Find N5 kommt mit ColorOS 15.0.1 auf Basis von Android 15 zu Euch. Das interessante ist, das diese in China ausgelieferte Variante bereits einige Systemsprachen – darunter auch Deutsch – mitbringt. In China gewährt das Unternehmen 4 Jahre System- und 6 Jahre Sicherheits-Updates. Natürlich kein Google-Sicherheitspatch, da Google-Dienste in China nahezu gar nicht genutzt werden. Auf unserem Test-Sample durften wir noch das Android Sicherheitsupdate vom 1. Juni 2025 begrüßen.
Der große innere Bildschirm eignet sich hervorragend für Multitasking. Zwei Apps lassen sich nebeneinander in der gewohnten Smartphone-Ansicht anzeigen. Diese Kombinationen können gespeichert werden, sodass sie nicht jedes Mal neu angeordnet werden müssen. Ein ähnliches Feature bietet auch Samsungs One UI für das Galaxy Z Fold 7. Über einen Schieberegler kann der Platzanteil der Apps angepasst werden. Zusätzlich lassen sich schwebende Fenster einblenden, um weitere Inhalte parallel anzuzeigen.
Dadurch bleibt bei Videos und Serien viel ungenutzte Fläche am Bildschirmrand. Egal ob das Gerät horizontal oder vertikal gehalten wird, große schwarze Balken sind kaum zu vermeiden. Das schränkt den Vorteil des größeren Displays beim Medienkonsum deutlich ein.
Das Oppo Find N5 überzeugt mit starkem Multitasking, guter Softwareanpassung und cleverem Import-Support, schwächelt aber beim Medienkonsum.
| Datenblatt | |
|---|---|
| Produkt |
Oppo Find N5
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| Bild | |
| Display |
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| SoC |
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| Speicher |
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| OS |
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| Kameramodul |
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| Selfie-Kamera |
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| Akku Ladestandard |
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| Konnektivität |
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| IP-Zertifizierung |
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| Abmessungen und Gewicht |
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| Farben |
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| Preis |
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Oppo setzt mit dem Find N5 wieder einmal neue Maßstäbe im Foldable-Segment und liefert 2025 das bisher dünnste Gerät seiner Klasse. Während beim Honor Magic V5 noch Uneinigkeit über die tatsächliche Bauhöhe herrscht, ist das Oppo Find N5 klar als schlankes und durchdachtes Foldable positioniert. Im geschlossenen Zustand wirkt es wie ein normales Smartphone, im aufgeklappten Zustand verwandelt es sich in ein fast quadratisches 8-Zoll-Tablet. Lediglich der verbaute USB-Type-C-Anschluss stellt dabei die physikalische Grenze für die Gehäusedicke dar.
Trotz all dieser Stärken gibt es auch einige klare Schwächen. Das chinesische System des Import-Smartphones bringt Einschränkungen mit sich, die man vor dem Kauf kennen sollte – auch wenn Tools wie der Android Debloater von TradingShenzhen vieles erleichtern.
Die Ultra-Weitwinkel-Kamera enttäuscht im Vergleich zum Rest der Ausstattung, und auch der Lautsprecher fällt relativ leise aus. Die etwas geringere Rechenleistung im Vergleich zu Topmodellen anderer Hersteller ist hingegen kaum spürbar. Wer das aktuell wohl beste und eines der dünnsten Foldables besitzen möchte, findet beim Import über TradingShenzhen* eine solide Option – mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher für knapp unter 1.400 Euro.
Kurzfassung
Das Oppo Find N5 überzeugt mit starker Ausstattung, schlankem Design und hoher Alltagstauglichkeit im Foldable-Bereich. Schwächen wie die Ultra-Weitwinkelkamera und das chinesische System sind vorhanden, ändern aber wenig am insgesamt starken Gesamtpaket.
Pro
Kontra
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