Privatbank prophezeit Kurseinbruch von Apple

Dank den hervorragenden Verkäufen von iPhone, iPad und der Mac-Sparte, durfte sich Apple über das höchste Quartalsergebnis aller Zeiten freuen, dass ein Unternehmen jemals in der Wirtschaft erzielt hat. Allerdings glauben nicht alle daran, dass es so ewig weitergeht und der US-Konzern weiterhin wächst. Eine Privatbank aus Deutschland warnt sogar vor dem Absturz.

Geht es nach der deutschen Privatbank Berenberg, dann könnte die Himmelfahrt des Aktienkurses von Apple schon bald ein Ende haben. Zumindest wird sich der Kurs auf lange Sicht nicht mehr großartig weiterentwickeln können und abstürzen. Das schreibt der Analyst der Bank Adnaan Ahmad in einer Notiz an seine Klienten und warnt davor, dass Apple mittlerweile zu abhängig geworden ist vom iPhone. Was die fast schon gewohnten immer neuen Rekord-Ergebnisse bei Umsatz und Gewinn betrifft, dürfte der Analyst gar nicht mal so Unrecht haben.

Apple kurz vor dem Crash?

Aktuell liegt der Aktienkurs für den Konzern auf einem Wert von fast 130 US-Dollar pro Aktienpapier und damit wie gewohnt auf einem sehr hohen Niveau. Manche Analysten gehen sogar mittlerweile davon aus, dass der Konzern von CEO Tim Cook als erstes Börsen-notiertes Unternehmen überhaupt die Grenze von 1.000 Milliarden US-Dollar Börsenwert überschreiten kann. Derzeit liegt man bei gut 774 Milliarden US-Dollar Börsenwert, ein bisschen Luft nach oben hin ist also noch offen. Trotzdem bewertet Adnaan Ahmad die Apple-Aktie langfristig nur noch mit 60 US-Dollar und damit bei etwas mehr als der Hälfte des aktuellen Kurswertes.

In seiner Begründung schreibt der Analyst, dass das Unternehmen etwa 70 Prozent Umsatz und mehr als 85 Prozent Gewinn nur durch das iPhone erwirtschaftet. Auf lange Sicht wird der Markt für Smartphones jedoch dermaßen gesättigt sein, dass Apple immer weniger seiner jeweils aktuellsten Modelle an seine Kunden verkaufen kann, wodurch Umsatz und Gewinn entsprechend stark einbrechen werden. Durch das Gesetz der großen Zahlen (Wikipedia), kann Apple auf lange Sicht nicht mehr wachsen.

Denn im Highend-Markt, wo das Unternehmen einen deutlich größeren Preis durchsetzen kann, ist auf lange Sicht kein beliebig großer Marktanteil mehr zu gewinnen. Als bestes Beispiel sieht Ahmad das iPad, den iPod und die Mac-Sparte. In den genannten Bereichen hat sich das Wachstum entweder verlangsamt oder geht sogar bereits wieder zurück. Übrigens sieht er die Apple Watch nicht als möglichen Retter in der Not, um Apple weiteres Wachstum zu bescheren.

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Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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