Siri: Entwickler-Team in Boston soll vergrößert werden

Die mit iOS 5 vorgestellte virtuelle Sprachassistentin Siri soll in Zukunft eine immer größere Rolle spielen, was bereits seit längerem bekannt ist. Neben einer Ausdehnung auf die Mac-Plattform wird vor allem am Funktionsumfang und der Erkennung der Sprache gearbeitet und das alles unter dem Dach von Apple. Und wie es scheint, nehmen die Pläne nun konkretere Formen an.

Ganz konkret werden die Pläne erst dadurch, dass eine Lokalzeitung aus Boston davon berichtet, dass Apple neue Büroflächen für sein in Boston stationiertes Entwickler-Team sucht, welches sich für die Wartung und Weiterentwicklung von Siri kümmert. So soll laut BetaBoston ein halbes Stockwerk an der Adresse 1 Broadway sich im Besitz von Apple befinden und das bereits vor Ort befindliche Team stark erweitern. Weiter heißt es unter anderem das Apple plane, zusätzliche 65 Mitarbeiter im neuen Boston-Büro einzustellen.

Bostoner Siri-Team und die Vergrößerung

Die Informationen will ein Redakteur von BetaBoston direkt von drei Maklern haben, mit denen er über die möglichen Pläne Apples gesprochen hat. Zwar wollte sich das zuständige Makler-Büro nicht konkret dazu äußern, aber das Apple seine virtuelle Assistentin Siri stark erweitern will ist kein Geheimnis mehr. Dazu braucht es allerdings entsprechende Man-Power und das wiederum setzt auch entsprechend große Büros voraus.

Schon länger wird unter anderem darüber spekuliert, dass Apple die Software zur Spracherkennung und die Engine in Zukunft komplett selbst entwickeln will (zum Beitrag). Bisher stammt die Software-Lösung von Nuance. Fraglich ist nur wie lange noch, denn das auf Spracherkennung spezialisierte Unternehmen ist seit etlichen Wochen in Verhandlungen mit interessierten Unternehmen, die Nuance übernehmen könnten. Unter anderem ist dafür Samsung im Gespräch (zum Beitrag), welche mit S Voice ebenfalls einen virtuellen Sprachassistenten haben.

Insofern machen die verstärkten Anstrengungen Apples rund um Siri und dessen Entwickler-Team einiges an Sinn: Man will sich einfach unabhängiger von Dritt-Entwicklern machen Ob das Vorhaben funktioniert lässt sich jetzt noch nicht wirklich sagen, aber mancher wird vermutlich ein wenig mit Sorge in Richtung des Wechsels von Google Maps zu Apple Maps schauen, wo es zu Beginn zum Teil erhebliche Mängel gab. Zwar sind diese mittlerweile alle behoben und Apple Maps zu einem verlässlichen Tool geworden, aber ein fader Beigeschmack bleibt dennoch zurück.

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Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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