ZTE Blade V8 – Dual Kamera Smartphone mit Ambitionen im Test

Mit dem ZTE Blade V8 führt der chinesische Hersteller seine Linie der Blade-Geräte fort, mit denen man in der gehobenen Mittelklasse punkten möchte. Ob dies gelingt, zeigt unser Test.

Design und Verarbeitung

ZTE Blade V8 Rückseite

Das ZTE Blade V8 trumpft mit einem äußerst präzise verarbeiteten Aluminium-Gehäuse auf, welches auf der Rückseite an der Ober- und Unterseite mit Kunststoffelementen abgesetzt ist, um einen besseren Empfang zu ermöglichen. Dies ist ihnen auch gelungen. Trotz des Kunststoffs macht das Blade V8 einen absolut hochwertigen Eindruck und fasst sich auch nach längerer Zeit angenehm an. Dies liegt unter anderem an der Phase, welche man am Übergang von den Seiten zur Rückseite angebracht hat.

ZTE Blade V8 Phase

Die Bedienung findet komplett auf der rechten Seite des Gerätes statt. Dies ist für Rechtshänder, welche das Blade meist mit der linken Hand halten, ganz zuträglich, Linkshänder dürften jedoch ihre Probleme haben. Im physischen Homebutton, der typischerweise auf der Front unten mittig angebracht ist, ist ein Finderabdrucksensor installiert. Dieser funktioniert sehr zuverlässig. Ich muss jedoch zugeben, dass ich den Fingerabdruck der Bequemlichkeit halber nicht mehr nutze. Asche auf mein Haupt.

ZTE Blade V8 Homebutton

Im Großen und Ganzen macht ZTE mit dem Design des Blade V8 keine Experimente. Es sieht aus wie 80 % der Smartphones da draußen. Rechter Hand befinden sich die Laut- Leise Knöpfe, sowie der Powerbutton. An der Unterseite sehen wir Bohrungen für den blechern klingenden Mono-Lautsprecher und den Micro-USB-Anschluss(!). Ja, ZTE liefert das Blade V8 heutzutage tatsächlich noch mit Micro-USB statt dem Type-C aus, auch wenn sie dies mit einem ovalen Ausschnitt zu kaschieren versuchen. Hier wurde am falschen Ende gespart. An der linken Geräteseite finden wir nur den SIM-Karten-Einschub, welcher zwei SIM-Karten im Dual-Standby-Betrieb oder eine SIM-Karte und eine Micro-SD-Karte aufnimmt. Diese ist auch bitter nötig, bei lediglich 32 GB internem Speicher, von dem nur 23 GB zur Verfügung stehen.

Technische Daten

Technische Daten ZTE Blade V8
Konnektivität LTE: B1(B4)/B3(B2)/B5(B18/B19/B26)/B8/B20(B28/B12)/B7(B40/B38/B41(2610-2630MHz))

UMTS: B1/B5/B8

GSM: B2/B3/B5/B8

Support Vo LTE, CA

Prozessor Qualcomm Snapdragon 435 (MSM8940), Octa-Core(1.4GHz*4 + 1.1GHz*4)
Betriebssystem Android  N, Android 7.0
Abmessungen 148.4 x 71.5 x 7.7 mm (L x B x H)
Display 5.2“ Zoll, FHD, 2.5D, 16 Mio. Farben
Kamera Rückseite: 13MP AF + 2MP FF mit Blitz

Front: 13MP FF mit Blitz

Akku 2.730mAh, fest verbaut
Schnittstellen 3,5 mm Klinke für Kopfhörer, USB Typ C
Speicher 3GB (RAM) + 32GB  eMMC (ROM)
Weitere Features •    Wi-Fi 802.11b/g/n, Bluetooth 4.1

•    GPS

•    Beschleunigungs-, Annäherungs-, Umgebungslicht- und Hallsensoren, Gyroskop, Kompass, FM Radio

•    Fingerprint

Hardware und Software

Unter der Aluminium-Haube des ZTE Blade V8 arbeitet ein recht sparsamer Qualcomm Snapdragon 435 Prozessor mit immerhin 8 Kernen, die auf 1,4 GHz getaktet sind. Die geringe Leistung macht sich unter anderem bei der Temperatur bemerkbar. Das Aluminium-Gehäuse wird nicht nur bei rechenintensiven Apps schnell mal unangenehm warm. Dies ist jedoch im Alltag die einzige Einschränkung. Klar ist das V8 kein ausgesprochenes Spielehandy, das muss man wissen. Für den täglichen Gebrauch, wie surfen, Musik hören oder ähnliche Anwendungen, reicht es vollkommen aus. Mich begleitet es nun bereits seit mehreren Wochen im Alltag und gefällt insbesondere durch sein angenehm niedriges Gewicht von nur 145 Gramm.

Obwohl ZTE dem Android Nougat 7.0 mit einer eigenen Benutzeroberfläche den Stempel aufgedrückt hat, findet man sich schnell in den Menüs zurecht. Im Grunde beinhaltet MiFavor, wie diese Oberfläche genannt wird, nur leichte Anpassungen und einige Zusatz-Apps, wie einen Fitness-Tracker und Notizen. Gewöhnungsbedürftig ist, dass Apps grundsätzlich auf dem Startbildschirm abgelegt werden und kein App-Drawer existiert. Dieser lässt sich auch in den Einstellungen nicht aktivieren, wie bei anderen Herstellern. Dadurch wird es schnell unübersichtlich, je mehr auf dem Gerät installiert wird. Ohne Probleme lässt sich aber ein alternativer Launcher installieren.  

Display und Akku

Da das ZTE Blade V8 recht kompakte Abmaße besitzt, fällt es kaum auf, dass das IPS-Display immerhin 5,2 Zoll groß ist. Die Auflösung ist mit 1.980 x 1.080 Pixeln zwar ganz ordentlich, kommt jedoch über HD nicht hinaus. Dies mag im Alltag nicht auffallen, allerdings beabsichtigt ZTE mit dem Blade V8 einen Einstieg in die virtuelle Realität zu bieten. Dies zeigt sich unter anderem daran, dass die Verpackung als 3D-Brille genutzt werden kann. Für ein einigermaßen akzeptables Erlebnis hat sich jedoch herausgestellt, dass es mindestens 2K-Auflösungen braucht. Ansonsten ist die Darstellung einfach zu unscharf und anstrengend für die Augen.

Die Farbwiedergabe ist klar und natürlich. Die Schwarzwerte für ein IPS-Display sogar recht ordentlich.

Obwohl der Akku mal gerade 2.730 mAh hat, sorgt der sparsame Snapdragon 435 doch für erstaunliche Akkulaufzeiten. Über den Tag kommt man mehr als locker, zumindest wenn man 3 oder 4 Stunden Screen On Zeit nicht übersteigt. Bei mir waren es im Schnitt 2,5 bis 3 Stunden, mit kurzen Ladungen während der Autofahrt und nach 16 Stunden waren immer 40 bis 50 % übrig. Dies haben nicht mal die 4.000 mAh Geräte von Umidigi geschafft.

Kamera

Bei der Kamera möchte das ZTE Blade V8 punkten. Hinten wie vorne ist ein 13 Megapixel-Sensor verbaut. Auf der Rückseite zusätzlich auch ein 2 Megapixelsensor, der für gute Bokeh-Aufnahmen sorgt. Als kleine Spielerei lassen sich auch 3D-Aufnahmen schießen. Dies ist jedoch kein Kaufargument in meinen Augen.

Die Qualität der Bilder sollte jeder für sich selbst beurteilen. Uns gefällt es für ein Smartphone dieser Preisklasse. Die Kamera-App ist leider etwas “hakelig” und verhindert durch einen verzögerten Start leider den einen oder anderen Schnappschuss. Ist sie jedoch rechtzeitig am Start, hat sie einen schnellen und zuverlässigen Autofokus. Ein paar mehr oder weniger lustige Kamera-Effekte tun ihr übriges.

Fazit des ZTE Blade V8

Das ZTE Blade V8 ist für den aktuellen Preis von knapp über 200 Euro zwar immer noch kein Schnäppchen, jedoch bekommt man für sein Geld ordentliche Qualität geliefert. Gerade die lange Akkulaufzeit macht Spaß und sorgt für wenige Sorgenfalten. Wer auf ein bisschen Leistung verzichten kann, kann mit diesem Gerät nichts falsch machen.

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Andreas Voetz

Seit 1997 im Internet unterwegs, habe ich vor einigen Jahren meine Leidenschaft für das bloggen entdeckt. Als ich 2010 mein erstes Android-Handy in Händen hielt, war es um mich geschehen. Mein Thema war gefunden und man kann diverse Beiträge auf einigen Seiten, als auch meinem privaten Blog begutachten.

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