Corona-Warn-App erkennt nun QR-Code-Fälschungen!

Aktuell sind wir bei der Version 2.14.1 der Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts (RKI) angelangt. Mit der neuesten Ausführung der Anwendung für Android und Apple iOS gibt es zwei nennenswerte Veränderungen zu dem letzten Update, welches kurzfristig gestoppt werden musste. Zum einen wurde die Papierkorb-Funktion ausgeweitet, sodass versehentlich gelöschte Tests wiederhergestellt werden können und zum anderen werden nun auch gefälschte Impfzertifikate erkannt.

 

Immer mehr gefälschte Impfnachweise im Umlauf

Aktuell verzeichnet die Polizei einen massiver Anstieg beim Handel mit gefälschten Impfnachweisen. In den vergangenen Wochen stiegen die Zahlen rapide an, so die Landeskriminalämter. Und wenngleich es sich dabei nicht um ein Kavaliersdelikt handelt, sondern um Urkundenfälschung gemäß § 267 StGB, war die Rechtslage bislang unsicher. Durch die aktuelle Ampel-Koalition wurde daher mit Wirkung zum 24.11.21 das aktuelle Bundesgesetz geändert. Vereinfacht ausgedrückt machen sich Besitzer und Nutzer gefälschter Impfdokumente nun nach § 279 StGB – Gebrauch von unrichtigen Gesundheitszeugnissen – strafbar und müssen mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe rechnen.

Auch die Aussteller von gefälschten Impfzertifikaten und Impfpässen machen sich strafbar. Für sie gilt der § 75a Absatz 1 des IfSG, welcher eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren vorsieht. Hatte sich das Problem anfangs durch gefälschte Impfpässe bemerkbar gemacht, welche zwischen 150 und 250 Euro gehandelt werden, weitete sich das Problem auch auf das fälschen des QR-Codes für die Corona-Warn-App aus. Erst im Oktober wurde eine Apotheke in München aufgedeckt, wo allein in einem Monat über 500 Impfzertifikate für je 350 Euro verkauft wurden.

Digital gefälschte Impfnachweise

 

Corona-Warn-App Update erkennt gefälschte Zertifikate

Und damit muss ich bereits das aktuelle Update auf die Version 2.14.1 der Corona-Warn-App ein wenig entzaubern. Kein genialer Algorithmus wurde von den Entwicklern SAP und Deutsche Telekom AG ins Leben gerufen, sondern lediglich die Kennungen der Apotheken und Ärzte, welche der Fälschungen überführt wurden, sind in die App eingepflegt. Leider führt das auch zu Fehlermeldungen. Denn auch Nutzer*innen welche ein gültiges Zertifikat vorlegen konnten sind nun gesperrt. Weder das RKI noch die Bundesregierung geben aktuelle Zahlen zu den Betroffenen heraus. Sie können sich jedoch mit ihren Original-Dokumenten kostenlos ein neues Zertifikat in einer anderen Apotheke ausstellen lassen.

Papierkorb mit Wiederherstell-Funktion

Nahezu belanglos ist eine weitere neue Funktion, welche bereits mit der Version 2.13 – dem Papierkorb – eingepflegt wurde. Hier konnten fehlerhaft eingegebene Zertifikate gelöscht werden. Inzwischen lassen sich auch PCR- und Schnelltests löschen. Und nicht nur das, sollte hier zu voreilig ein Zertifikat entfernt worden sein, so lässt es sich ab sofort bis zu 30 Tage rückwirkend aus dem Papierkorb wiederherstellen.

Corona-Warn-App gelöschtes Zertifikat wiederherstellen

Den Papierkorb findet ihr bei Android oben rechts bei den drei Punkten, bei einem Apple iOS-iPhone wischt ihr nach unten um dort unter „Mehr“ den Papierkorb auszuwählen.

Corona-Warn-App
Corona-Warn-App
Entwickler: Robert Koch-Institut
Preis: Kostenlos
‎Corona-Warn-App
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[Quelle: Pressemitteilung]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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