Das ist Android 12

Google hat die erste Preview von Android 12 für Entwickler und solche die es noch werden wollen offiziell veröffentlicht. Das gibt uns die Gelegenheit einen ersten Blick auf das neue mobile Betriebssystem zu werfen und euch über die wichtigsten Neuerungen zu informieren. Weiterhin ist in groben Zügen auch schon der Fahrplan für die Verteilung des unter dem Codenamen „Snow Cone“ geführten OS bekannt.

 

Der Fahrplan steht

Google hat seine erste Developer Preview für Android 12 veröffentlicht. Der erste große Schritt, dass jenes mobile Betriebssystem auch unsere Smartphones über lang oder kurz erreichen wird, ist getan. Zwar mangelt es auf einigen Geräten noch der aktuellen Android-11-Version, aber Träger eines Flaggschiffs sind sich einer zügigen Verfügbarkeit sicher. Hier gibt Google genaue Auskünfte, die unter Umständen enttäuschen werden. Denn vor September 2021 wird keine OTA-Verteilung (Over the air) einer finalen Version stattfinden. Dem steht ein eng getakteter Fahrplan im Wege, der unter anderem mit Meilensteinen Mitte April für einen Beta-Launch und Mitte Juni für eine „Platform Stability“-Version für OEM-Partner (Original Equipment Manufacturer), welche dann das Android Open Source Project entsprechend ihren Bedürfnissen anpassen können.

Android 12 Fahrplan

Die nun erste Developer Preview von Android 12 für das Google Pixel 3, 3a, 4, 4a (5G) und Pixel 5 ist also von der finalen Variante noch weit entfernt und wird im Laufe der Zeit mit Sicherheit noch einige Funktionen oder Designveränderungen erhalten. Dennoch wollen wir uns den ersten bestätigten Features in diesem Beitrag einmal widmen.

Medien unter Android 12

In der ersten von Google genannten Kategorie dreht sich alles um Medien. Google will sich allen Anschein nach von dem komprimierten Bildformat *.jpg verabschieden. Das neue Format nennt sich AVIF (AV1 Image Format). AVIF ist ein Containerformat für Bilder und Bildsequenzen, die mit AV1 codiert wurden. Es nutzt den Intra-Frame-codierten Inhalt der Videokomprimierung. Dies verbessert die Bildqualität bei gleicher Dateigröße im Vergleich zu älteren Bildformaten wie JPEG erheblich. Auch bewegte Bilder können unter Android 12 HEVC- (H.265) und HDR- (HDR10 und HDR10 +) Videos automatisch in AVC (H.264) umcodieren.

Weiterhin hat Google das haptische Feedback mit Hilfe des Vibrationsmotors für ein noch intensiveres Spiel- und Audioerlebnis überarbeitet. Bei einem selbst erstellten Screenshot stehen in Zukunft eine Auswahl an Bearbeitungsoptionen zur Auswahl. Und auch ganz praktisch dürfte das schnelle wechseln zwischen zwei Audioquellen im Media-Player werden.

Sicherheit und der Datenschutz

Seit jeher steht das Thema Sicherheit stark im Fokus von Google. Auch mit Android 12 hat man hier einige Verbesserungen im Angebot, welche euch den Umgang mit eurem Smartphone noch transparenter und natürlich sicherer machen soll. Die vom Browser bekannte „SameSite-Cookie“-History soll auch für eure Anwendungen portiert werden, sodass auch im nachhinein von euch rekonstruiert werden kann, wo welche Daten hingegangen sind. Ebenfalls erhaltet ihr in Zukunft eine Meldung wenn Kamera, Mikrofon und GPS aktiv ist.

Google übernimmt ein Feature, welches bereits von OnePlus oder Xiaomi bekannt ist. Dabei handelt es sich um das weitergeben eures WLAN-Passwort via QR-Code. Mountain View wird diese Funktion zukünftig in Nearby Share integrieren. Mit der Teilen-Funktion hat sich Mountain View generell ausgiebiger beschäftigt. So soll unter Android Snow Cone (eine als Schneeball bezeichnete Eisspeise) das Teilen von Bilder, Videos, Kontakten und anderen Daten über die Tastatur und Zwischenablage deutlich einfacher werden.

Unsichtbare Frontkamera

Zu guter Letzt noch ein Feature welches bereits von den Kollegen bei „Android Police“ heftig beworben wurde. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit in den Entwicklereinstellungen beim Google Pixel 5 die Frontkamera zu verbergen. Nicht das dies mit der „Under Display“-Kamera des ZTE Axon 20 verwechselt wird. In den Entwicklereinstellungen wird lediglich die Statusleiste vergrößert und in Schwarz gefärbt. Ob hier jeder kostbare Displayfläche verschenken will, ist daher fraglich.

[Quelle: Android Developer]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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