Energizer Max P18K Pop ist ein Flop

Auf dem MWC 2019 machte schnell unter den Kollegen eine kleine Messe-Attraktion die Runde: Der Energizer Max P18K Pop. Ein Android-Smartphone mit einer Akkukapazität von 18.000 mAh. Doch das Crowdfunding scheiterte nun auf ganzer Linie.

 

Allen Anschein nach waren nicht nur wir der Meinung, dass ein derart dickes Smartphone – wie der Energizer Max P18K Pop eher unpraktisch ist. Auf dem MWC 2019 zeigte Avenir Telecom einen Prototypen der Öffentlichkeit. Das Android-Smartphone bietet ein 6,2 Zoll großes LC-Display mit einer Auflösung von 2.280 x 1.080 Pixel. Doch der Clou ist wohl der 18.000 mAh starke Akku, der den Energizer auf eine Dicke von 18 Millimeter und einem Gewicht von 470 Gramm katapultiert. Nachvollziehbar, dass sich bei derartigen Ausmaßen kaum Investoren bei Indiegogo finden ließen.

Stolze elf Unterstützer, die insgesamt  13.398 Euro investierten, nahmen an dem Crowdfunding teil. Avenir Telecom benötigte aber über eine Million Euro um den Energizer Max P18K Pop zu realisieren. Damit gilt die Schwarmfinanzierung als gescheitert.

Energizer Max P18K Pop mit Dual-Pop-Up-Kamera

Von vorn machte das Vorserienmodell einen unscheinbaren Eindruck. Verfügte sogar als erstes Smartphone „am Markt“, über eine Dual-Pop-Up-Kamera (16- und 2-Megapixel) oben im Gehäuse. Auch hinten konnte das dicke Ding mit einer 12-, 5- und 2 Megapixel Triple-Kamera überzeugen. Die weiteren technischen Daten sollten ein MediaTek Helio P70 Octa-Core-Prozessor, 6 GB RAM und 128 GB interner Programmspeicher werden. Keine Flaggschiff-Werte aber für einen angestrebten Verkaufspreis von 699 US-Dollar – respektive 599 US-Dollar im „Early Bird“-Angebot – durchaus vertretbar.

Energizer Max P18K Pop
Dual-Pop-Up-Frontkamera

Wer gleich drei Energizer Max P18K Pop geordert hätte, dürfte sich einen satten Rabatt von 510 US-Dollar einstreichen. Doch dazu ist es ja nun leider nicht gekommen. Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, dass Avenir Telecom die gesamte Aktion als Marketing für das eigene Unternehmen angesetzt hatte. Mitarbeiter sollen „out of the record“ verraten haben, das niemand damit rechnen würde das Smartphone jemals zu bauen und das gigantische Finanzierungsziel von 1.071.486 US-Dollar zu erreichen. Das würde auch erklären, warum beispielsweise beide Kameras auf dem Mobile World Congress in Barcelona, ohne Funktion waren.

[Quelle: The Verge]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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