Facebook droht Milliarden-Strafe in den USA

Facebook kommt der Daten-Skandal im Zusammenhang mit der englischen Beratungsfirma Cambridge Analytica augenscheinlich teuer zu stehen. Wenngleich das Unternehmen eine Einigung mit der US-Handelsaufsicht FTC anstrebt, scheint diese dennoch in Milliardenhöhe zu gehen. Das Social Network ist ersten Aussagen nach sehr besorgt.

Berichte der „Washington Post“ besagen, dass in den im März 2018 begonnen Ermittlungen der US-Handelsaufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) gegen Facebook eine Einigung angestrebt wird. Dem sozialen Netzwerk wird vorgeworfen, bereits 2015 darüber Kenntnis gehabt zu haben, dass der Cambridge Professor Aleksandr Kogan 87 Millionen Nutzerdaten an die Beratungsfirma Cambridge Analytica weitergeben hatte. Die britische Datenanalysefirma wurde inzwischen aufgelöst.

Das Unternehmen von Mark Zuckerberg soll mit Nachdruck an einer Einigung interessiert sein, da dem Unternehmen sonst eine gerichtliche Auseinandersetzung drohe, die nicht nur den Ruf schädigen, sondern vermutlich auch bedeutend teurer werden würde.

Zwei mit dem Vorgang betraute Personen äußerten sich gegenüber der Washington Post, dass die jemals in der US-amerikanischen Geschichte, höchste Strafzahlung von einem Technologie-Unternehmen erwartet wird. Der Google-Mutterkonzern Alphabet führt diese traurige Zahlung mit 22,5 Milliarden US-Dollar im Augenblick an. Hier war ebenfalls der Missbrauch von Daten Grund für die Strafzahlung.

Facebook wurde bereits 2011 bestraft

Die FTC ermittelt weiterhin, ob Facebook gegen die 2011 geschlossene Vereinbahrung verstoßen habe. Schon damals musste Mark Zuckerberg eine hohe Strafe zahlen, da das Unternehmen nachweislich gegen Datenschutzgesetze verstoßen hatte. Seit jener Zeit müssen sich Nutzer explizit einverstanden erklären, dass ihre Daten an Dritte zu Werbezwecken weitergegeben werden können. Das soziale Netzwerk muss die Nutzer nun transparenter über eine Weitergabe der Daten informieren.

Facebook bestätigt offiziell mit der FTC in Verhandlungen zu sein, will aber keine weiteren Informationen bekannt geben. Auch die US-Handelsaufsicht gibt lediglich Auskunft darüber, dass man sich in der Angelegenheit noch nicht geeinigt habe.

[Quelle: Washington Post]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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