Google Stadia: Ist das bereits der Anfang vom Ende?

 

Google gibt die Auflösung der Google Stadia Games-Abteilung bekannt

Hiobsbotschaften zum Feierabend aus Mountain View. Wie der Google Stadia Vizepräsident Phil Harrison soeben bekannt gegeben hat, sind starke Veränderungen geplant. So wird das gesamte SG&E-Team (Stadia Games & Entertainment) aufgelöst. Der Großteil der Mitarbeiter wird in anderen Google-Bereichen eingeteilt. Doch es gibt auch Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen. Prominentestes Beispiel ist wohl die kanadische Game-Produzentin Jade Raymond – bekannt von Titeln wie Assassin’s Creed, Star Wars: Battlefront, Tom Clancy’s Splinter Cell oder Watch Dogs. Sie hatte 2019 die Leitung der Google Gaming-Abteilung übernommen und nun bekannt gegeben Google zu verlassen, um andere Möglichkeiten zu nutzen.

Hinter der SG&E-Abteilung steht die interne Spiele-Entwicklung für entsprechende Exklusiv-Titel und die Umsetzung von Fremdtiteln bei Google Stadia. Phil Harrison gibt wie folgt bekannt:

„Das Erstellen von erstklassigen Spielen von Grund auf erfordert viele Jahre an Zeit und erhebliche Investitionen. Die Kosten steigen dabei exponentiell. Angesichts unseres Fokus darauf, auf der bewährten Technologie von Stadia aufzubauen und unsere Partnerschaften zu vertiefen, haben wir beschlossen nicht weiter in die Bereitstellung exklusiver Inhalte unseres internen Entwicklungsteams zu investieren.“

Zaghaftes Interesse war abzusehen

Angefangene Titel sollen jedoch noch fertiggestellt werden, heißt es weiter. Im Klartext: Google setzt den Rotstift bei Google Stadia an. Allen Anschein nach ist das Interesse an Cloud-Gaming-Diensten doch noch nicht so groß, wie ursprünglich von Google kalkuliert, beziehungsweise erhofft. Schlussendlich kosten die Spiele bei Google Stadia genauso viel, wie bei den Konsolen-Anbietern wie Microsoft mit der Xbox oder Sony mit der PlayStation. Der Vorteil bei dem Cloud-Gaming ist letzten Endes nur die Ersparnis der Konsolen-Investition und das erworbene Spiel über mehrere Plattformen (Smartphone, Fernseher und PC) hinweg spielen zu können.

Tatsächlich habe ich schon ein wenig Angst, das Google seine berühmte Reißleine zieht und alles wieder einstampft. Viele Leichen wie Daydream oder Google+ säumen bereits den Google Friedhof. So geht es vermutlich vielen anderen auch und erklärt die Zurückhaltung.

[Quelle: Google]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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