Google Stadia: Kostenlose Basis-Version erneut verschoben

Mountain View macht sich mit Google Stadia weiterhin keine Freunde. Erneut wird der Start der kostenlosen Basis-Version des Cloud-Gaming-Dienst verschoben. Wer aktuell spielen will muss den Google-Controller kaufen, obwohl das Unternehmen verspricht auch mit anderen Controllern Google Stadia nutzen zu können. Auch in Sachen neuer Spiele macht das Unternehmen nur kleine Schritte.

Google hat mit seinem Cloud-Gaming-Dienst Stadia viele Versprechungen gemacht, die der Konzern bis heute noch nicht eingehalten hat. Und dabei rollt die große Kündigungswelle der Kunden, die den Cloud-Gaming-Dienst 3 Monate kostenfrei nutzen konnten, unaufhaltsam auf das Unternehmen zu. Weder die kostenlose Basis-Version ist bis dato verfügbar. Noch kann man Google Stadia mit einem iOS- oder Android-Smartphone, außer den hauseigenen Google Pixel-Geräten spielen.

Klar muss man angesichts dem Neuland was Google hier betritt auch ein wenig Nachsicht walten lassen. Aber ein erneuter Verzug, wie ihn nun Phil Harrison, Vice President und General Manager von Google bekannt gibt, bringt potentielle Kunden auf die Barrikaden. Denn die kostenlose Basis-Version wird gleich mehrere Monate verschoben. Ein Termin zum Start ist nach wie vor nicht genannt. Bleibt also nach wie vor nur der kostenpflichtige Pro-Tarif für 9,99 Euro pro Monat. Beziehungsweise die „Stadia Premiere Edition“ für 129 Euro mit Controller, da man ja zum aktivieren einen Einladungscode benötigt. Den gibt es aber nur mit besagter Edition.

Neue Spiele braucht die Google Stadia

Anfang des Jahres meldete sich Google bereits zu Wort, um der schlechten Stimmung entgegen zu wirken. Man versprach 120 neue Spiele für dieses Jahr, worunter 10 exklusiv für Google Stadia sein sollten. Seid dem ist wenig passiert. Diesen Monat bekommen Founder- beziehungsweise Premiere-Kunden (andere gibt es ja auch nicht) mit „GYLT“ und „Metro Exodus“ zwei neue kostenlose Pro-Spiele. Weiterhin befüllt „Monster Energy Supercross 3“ für 70 Euro das Spiele-Angebot. Das war es dann aber auch schon.

Angeblich fürchtet Microsoft Google und nicht Sony oder Nintendo

In einem Interview äußerte sich Microsofts Xbox-Chef Phil Spencer unlängst, dass er eher die Google Stadia fürchte, anstelle der PlayStation 5 oder der Nintendo Switch. Genauer Wortlaut war:

„Wenn Sie über Nintendo und Sony sprechen, haben wir eine Menge Respekt vor ihnen, aber wir sehen Amazon und Google als die wichtigsten Konkurrenten für die Zukunft. Das soll nicht Nintendo und Sony missachten, aber die traditionellen Spiele-Firmen sind etwas aus der Position geraten.“

Spencer spricht im Speziellen die Cloud-Computing-Plattform „Microsoft Azure“ an. Keine Ahnung ob das jetzt tiefstapeln par excellence ist oder was der Xbox-Chef damit genau zum Ausdruck bringen will. Denn auch Project xCloud (bei uns noch nicht verfügbar) macht große Fortschritte und kann von Azure Gaming partizipieren.

Inzwischen hat auch Nvidia mit „Geforce Now“ den Beta-Status verlassen und steht mit monatlichen 5,49 Euro am Start. „Geforce Now“ ist als Client-App für Android-Geräte, MacOS-10.10- und 64-Bit-Windows-Systeme sowie Nvidia eigene Shield-Konsolen verfügbar und unser Gewinner im direkten Duell. Nicht nur ist hier bereits die Gratis-Version am Start, auch können bereits im Besitz befindliche Spiele (Steam und Epic-Games etc.) per Stream gespielt werden.

[Quelle: Protocol]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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