Letztes Wochenende, bevor am 22. Oktober um 14:00 Uhr deutscher Zeit der chinesische Hersteller die Huawei Mate 40 Serie präsentieren wird. Meine Vermutung: Für Deutschland steht vorerst nur das Huawei Mate 40 Pro zur Verfügung. Die restlichen drei Kandidaten der Flaggschiff-Serie, werden vorerst nur in China erhältlich sein. Wir informieren euch nun mit allen technischen Daten und Bildmaterials des 40 Pro.
Schauen wir uns doch einmal das Pro-Modell an, welches mit angrenzender Sicherheit trotz Huawei Mobile Services und der Huawei AppGallery in deutsche Verkaufsregale landen wird. Die Front begrüßt uns mit einem 6,76 Zoll großen und leicht an den Seiten gewölbten AMOLED-Display. Und schon geht ein stöhnen durch die Ränge. Niemand will ein „Waterfall-Display“ – doch ich schon! Die Auflösung beträgt 2.772 x 1.344 Pixeln bei 456 ppi. Unter dem Display befindet sich ein überarbeiteter Fingerabdrucksensor. Oben links eine Dual-Frontkamera im Display (Punch Hole) mit einer 13-Megapixel- und einer 3D-Kamera mit Tiefenwahrnehmung, welche es dem Nutzer erlauben soll das Mate 40 Pro per Gesten in der Luft zu steuern.
Auf der Rückseite erinnert das Pro-Modell der Mate 40 Serie ein wenig an einen Apple iPod. Das Kamera-Array bleibt zumindest beim Mate 40 Pro rund, obwohl uns Bilder der vergangenen Tage schon anderes weiß machen wollten. Auf unseren vorliegenden Bildern, die von keinem geringeren als Deutschlands Leak-Hoffnung Roland Quandt stammen, sieht es so aus, als ob das Kamera-System nur wenige Millimeter aus dem Gehäuse ragen. Dieses besteht aus drei indirekt vier Kameras. Denn Huawei verbaut einen neu entwickelten Autofokus, der mit einem Kamera-Sensor zusammenarbeitet. Wie die Kombination aus einem optischen und einem Laser-Autofokus funktioniert, werden wir wohl am Donnerstag erfahren.
Das restliche Trio besteht aus einer 50-Megapixel-Hauptkamera mit OIS und einer Blende von f/1.9, einem 20-Megapixel-Ultra-Weitwinkel-Objektiv (f/1.8) und einer 12-Megapixel-Periskop-Kamera (f/3.4) die wie gewohnt einen 5-fach optischen und somit verlustfreien Zoom bietet. Auch hier sind nun 8K-Videoaufnahmen möglich.
Kommen wir noch rasch zu dem Herzstück des Huawei Mate 40 Pro. Klar – die Spatzen pfeifen es von den Dächern – es wird ein HiSilicon Kirin 9000 Octa-Core-Prozessor sein, der noch bis vor dem Verbot am 15. September 2020 im 5-Nanometer-Verfahren bei TSMC produziert wurde. BTW der einzige Chip-Hersteller der dazu in der Lage ist. Es gibt vier ARM Cortex-A77-Kerne wovon einer im Ludacris-Mode bis zu 3,13 GHz taktet. Die restlichen drei immerhin noch stolze 2,54 GHz. Weitere vier ARM Cortex-A55-Kerne takten bis maximal 2,04 GHz. Für grafische Unterstützung sorgt ein ARM Mali-G78-GPU. Natürlich gibt es auch eine Neural Engine und ein Modem, welches auch auf schnellen LTE-5G-Frequenzen unterwegs sein kann.
Speichertechnisch gibt es hierzulande keine Auswahl, wie beispielsweise im Heimatland China. Hier wird es ausschließlich 8 GB LPDDR 5x RAM mit 256 GB internen UFS-3.1-Speicher geben. Erweiterung nur durch Huawei seine eigene NanoMemory-Card. Für ein Pro-Flaggschiff wären wohl 12 GB RAM Standard gewesen, die es auch in Asien geben wird. Aber unterm Strich bringen die im Alltag nicht wirklich was.
Last but not least bleibt noch die Energiezelle. In das Huawei Mate 40 Pro passt bei einer Größe von 162,9 x 75,5 x 9,1 Millimeter und einem Gewicht von 212 Gramm ein 4.400 mAh starker Akku. Dieser bietet einen 65-Watt-SuperCharge-Suport (Netzteil im Lieferumfang), Wireless Charging und Reverse-Charging. Auf dem Device ist die AOSP-Version von Android 10 mit Huawei seiner Benutzeroberfläche EMUI 11 an Bord. Logisch – aufgrund der aktuellen US-Sanktionen ohne Google-Dienste und Anwendungen. Nach Deutschland kommt das Huawei Mate 40 Pro nur in zwei Farben: Space Silber und Ceramic Black. Preis(e) folgen am Donnerstag. Rechnet aber nicht mit einem Schnäppchen.
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