Nothing Phone (1): CEO Carl Pei beim schummeln erwischt!

Ja da hat der Nothing-CEO und Co-Founder Carl Pei ein wenig bei der Auslegung der technischen Daten des Nothing Phone (1) daneben gelegen. Denn anstelle der beworbenen Helligkeit von 1.200 Nits sind es am Ende doch nur tatsächliche 700 Nits, wie das Unternehmen nun im Nachgang korrigierte. Das ist nicht die typische Übertreibung die wir im Grunde von allen Smartphone-Herstellern mehr oder weniger gewohnt sind, sondern schon bewusste Täuschung.

 

Nothing Phone (1)

Der ehemalige Mitgründer von OnePlus und aktueller Geschäftsführer des englischen Start-Up-Unternehmens Nothing ist gemein hin als Großmeister des Marketings bekannt. Geniale Umsetzung der künstlichen Verknappung haben mit dem Invite-Verfahren nicht nur bei OnePlus zum Erfolg geführt, sondern sollten nun auch zum Start des Nothing Phone (1) erneut herhalten. Inzwischen ist das erste Smartphone aus England offiziell und lässt sich auch ohne exklusive Einladung ab 459 Euro kaufen.

Kleine Verzerrung der maximalen Helligkeit des Nothing Phone (1)

Pei hatte das Android-Device unter anderem mit einem 6,55 Zoll großem Visionox-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixel (FHD+) und einer Bildwiederholrate von 120 Hertz beworben. Das Besondere an dem Panel war unter anderem die maximale Helligkeit von 1.200 Nits. Dieser Spitzenwert wird auch „Average Picture Level“ (APL) genannt und kann nicht manuell erreicht werden. Da beträgt der Spitzenwert lediglich 500 Nits. Diese Helligkeit kommt nur zustande  Automatikmodus, „wenn diese über den Helligkeitssensor in Abhängigkeit zum Umgebungslicht reguliert wird“, so die Kollegen von ComputerBase. Sie waren es auch, welche das Unternehmen bereits am 13. Juli mit der Tatsache konfrontiert hatten.

Die Kollegen ließen sich nicht abwimmeln

Die Kollegen wollten lediglich in Erfahrung bringen, unter welchen Labor-Bedingungen denn dieser Wert mit dem Nothing Phone (1) erreicht werden kann. Denn auch HDR-Videos oder ein besonders kleiner APL führten lediglich zu maximalen 660 Nits. Häufige Nachfragen hatten Antworten wie „das beschriebene Verhalten wird noch vom Support-Team untersucht“ oder das Thema habe „Intern eine hohe Priorität“. Nachdem die Kollegen hartnäckig blieben, bekamen sie nun am 3. August das finale Ergebnis, dass man ebenfalls auf einen Spitzenwert von 700 Nits kommen würde. Man entschuldigte sich für den Umstand und versprach die Angaben entsprechend zu korrigieren. Das ist inzwischen nun passiert, sodass das Nothing Phone (1) nun offiziell mit 500 Nits, beziehungsweise 700 Nits im Peak beworben wird.

[Quelle: Nothing | ComputerBase]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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