Ruhig ist es um den einstigen Android-Pionier HTC geworden. Fast schon zu ruhig. Anlässlich der TechCrunch Disrupt meldet sich der neue HTC-CEO Yves Maitre zu Wort und gibt Einblicke über Fehler und Zukunftspläne.
Der 1997 gegründete taiwanische Smartphone-Hersteller HTC ist aktuell im Zusammenhang mit Android-Smartphones selten bis gar kein Thema. Angesichts der Meilensteine – wie das erste Android-Smartphone überhaupt – ist das ein durchaus trauriger Fakt. Vermutlich mit ein Grund, warum Mitgründerin und ehemalige Geschäftsführerin Cher Wang vor knapp einen Monat ihren Posten für Yves Maitre frei gemacht hat. Frau Wang bleibt aber noch dem Unternehmen im Aufsichtsgremium treu. Maitre wechselte mit sofortiger Wirkung seinen EVP-Posten (Executive Vice President) bei dem französischen Telekommunikationskonzern Orange zu HTC.
Anlässlich der TechCrunch Disrupt in San Francisco gab der neue HTC-CEO seine Einschätzung über das Unternehmen bekannt. Seiner Meinung nach hat das HTC den Anschluss zu den Mitbewerbern verpasst, da es in der Vergangenheit an Smartphone-Innovationen mangelte. Vielmehr wurde alle Energie in Augmented und Virtual Reality gesteckt. Seiner Meinung nach viel zu früh.
„Zur falschen Zeit im Recht zu sein, ist falsch und zur richtigen Zeit im Unrecht zu sein, ist richtig. Ich denke, wir waren zur falschen Zeit im Recht und jetzt müssen wir aufholen. Wir haben einen Zeitfehler gemacht. Es ist sehr schwer, das richtige timing zu erkennen. Es war ein schwerwiegender Fehler und wir zahlen nun dafür, aber wir haben noch immer so viele Vorteile in Bezug auf Innovation, Team und Bilanzen, dass ich denke, dass wir uns von dem Zeitfehler erholen„, so Yves Maitre.
Im zweiten Quartal hatte HTC den fünften Quartalsverlust in Folge. Im vergangenen März und Juli musste der Konzern ein Viertel seiner Mitarbeiter entlassen. Es war ein steiler Sturz. Im Jahr 2011 machte das Unternehmen laut Analysten-Angaben rund 11 Prozent des weltweiten Smartphone-Umsatzes aus. Inzwischen werden die Zahlen in den Berichten routinemäßig unter den „Anderen“ klassifiziert.
Meiner Meinung nach ist aber nicht die fehlende Innovation der Grund. Denn die hat das Unternehmen immer wieder mit neuen Funktionen wie beispielsweise Edge Sense, Sonic Zoom und dem Translucent-Design oder dem Verzicht auf die typischen Hardware-Buttons bewiesen. Vielmehr ist das taiwanische Unternehmen nicht dem Ansturm der chinesischen Konkurrenz gewachsen, die mit High-End-Technik zu Schnäppchen-Preisen den Markt regelrecht überschwemmt haben.
Maitre zumindest will wieder stärker in den typischen Industrie-Ländern mit Premium-Smartphones angreifen. Außerordentliches Potential sieht der CEO in der 5G-Technologie. Eine Information die ich bereits im Jahre 2017 im persönlichen Gespräch mit HTC-Smartphone-Chef Chia-Lin Chang in Taipeh, bei der Präsentation des HTC U11, in Erfahrung bringen konnte.
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