Google ändert Play-Store-Richtlinien zum Besseren

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Der App Store ist einer der Dreh- und Angelpunkte für den Erfolg einer mobilen Plattform. Bestes Beispiel dürfte der iTunes Store von Apple sein, der allgemein hin als Vorbild für die Verzahnung von Smartphone, Tablet und Inhalte gilt. Der offene Gegenspieler ist dabei Google mit seinem Play Store und eben jener Play Store hat jüngst eine Überarbeitung der Richtlinien für Entwickler erhalten.

Das alleine ist eigentlich kaum eine News wert für den einfachen Nutzer, wenn die geänderten Richtlinien nicht auch Auswirkungen auf unsereins haben. Zum Beispiel wird es eng für Werbenetzwerke wie Air-Push, welche Werbung in die Notification Bar einschleusen, ohne das eine App geöffnet wurde oder das diese Werbung sich entfernen lässt. Bisher konnte man nur die Air-Push enthaltende App durch Apps wie Addons Detector entlarven und durch Deinstallation der „verseuchten“ App den Spuk beenden. In einer an alle im Google Play Store registrierten Entwickler verschickten eMail heißt es:

Ads Context

It must be clear to the user which app each ad is associated with or implemented in. Ads must not make changes to the functioning of the user’s device outside the ad by doing things such as installing shortcuts, bookmarks or icons or changing default settings without the user’s knowledge and consent. If an ad makes such changes it must be clear to the user which app has made the change and the user must be able to reverse the change easily, by either adjusting the settings on the device, advertising preferences in the app, or uninstalling the app altogether.

Ads must not simulate or impersonate system notifications or warnings.

Deutsche Übersetzung:

Kontext von Anzeigen

Es muss klar ersichtlich für den Benutzer sein, welche App mit welcher Anzeige verbunden ist oder diese implementiert hat. Anzeigen dürfen des Weiteren keine Veränderung an der Funktionalität des Gerätes durchführen außerhalb der Anzeige, wie zum Beispiel das Erstellen von Verknüpfungen, Lesezeichen oder Icons oder das ändern von Einstellungen ohne Wissen des Benutzers und dessen Einverständnis. Sollte eine Anzeige derartiges durchführen, muss es für den Benutzer klar sein, welche App dafür verantwortlich ist und der Benutzer muss in der Lage sein, diese Änderungen auf einfache Weise wieder rückgängig zu machen, indem die Einstellungen geändert werden können, in den Einstellungen der App oder durch Deinstallation der App.

Anzeigen dürfen keine Systembenachrichtigungen oder Warnungen simulieren oder imitieren.

Ist damit AirPush und Konsorten ein Riegel vorgeschoben? Nicht ganz, die Netzwerke können auch weiterhin Werbung ausliefern aber es muss klar sein, durch welche App die Werbung auf das eigene Gerät gelangt ist. Im Großen und Ganzen also ein Schritt in die richtige Richtung. Dennoch beschreibt die neue Richtlinie nicht, wie der Benutzer über die vorzunehmenden Änderungen durch eine App in Kenntnis zu setzen sei. Das kann zum Beispiel lediglich ein Hinweis in der App-Beschreibung sein, eine kurze Passage im „Über die App“-Fenster der App oder im Idealfall per In-App-Dialog.

Das ist ein weiterer Schritt, nachdem bereits Android 4.1 Jelly Bean eine Funktion zum selektiven deaktivieren von Benachrichtigungen hat. Wer sich für die genauen Änderungen interessiert und zudem des Englischen mächtig ist, findet hier bei AndroidPolice eine Gegenüberstellung der alten und neuen Textpassagen. Findet ihr den Schritt eigentlich unnötig oder für längst überfällig? Oder würdet ihr lieber gleich ein komplettes Verbot von AirPush und Co. von Google wünschen? Teilt uns eure Meinung in den Kommentaren mit.

Addons Detector
Entwickler: denper
Preis: Kostenlos+

[Quelel: AndroidPolice | via AndroidPit]
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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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