Google Docs: Das Schreiben mit Sprachkommandos ist da

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google-docsIm Laufe der letzten Jahre hat sich Google Docs zu einer ernsthaften Alternative zum Office-Paket von Microsoft entwickelt. Gründe dafür sind unter anderem die kostenlose Verfügbarkeit in der Cloud und die Datei-Kompatibilität zu Microsoft Office. Nun hat Google eine weitere Funktion freigeschaltet: Das Verfassen von Texten komplett über die Sprache.

Vor gut sechs Monaten startete Google einen Testlauf, in welchem ausgewählte Nutzer die Spracheingabe des Konzerns in Google Docs verwenden konnten. Nun ist die Funktion für alle freigeschaltet und lässt sich dazu verwenden, komplette Texte nur mit Hilfe von Sprachkommandos zu verfassen. Selbst Funktionen zum Editieren und Formatieren der Dokumente umfasst das Update.

Google Docs lauscht mit

Damit Texte ohne Tastatur eingegeben werden können, muss die Funktion natürlich erst aktiviert werden. Dies geschieht in der Cloud-Version von Google Docs über das Menü „Tools“ in der Menüleiste und dort über den Eintrag „Spracheingabe“. Natürlich wird ein Mikrofon vorausgesetzt, damit die Spracheingabe überhaupt genutzt werden kann. Jede halbwegs vernünftige Webcam heutzutage besitzt ein solches Mikrofon.

Die Erkennung selbst funktioniert erstaunlich gut – das Gesprochene wird zügig erkannt und in textlicher Form in dem aktuell offenen Dokument eingefügt. Selbst Kommandos zum Formatieren von Text wie „Fett“, „Alles markieren“, „Text zentrieren“ oder „Schrift vergrößern“ sind möglich. Zumindest theoretisch

Wie das Alles funktioniert, hat Google in dem nachfolgenden kleinen Video kurz festgehalten:

Dennoch sollte man sich immer vor Augen halten, dass nicht alle Sprachkommandos in der englischen Version von Google Docs auch im Deutschen unterstützt werden. Eine Liste der verfügbaren Kommandos bekommt man entweder indem man bei aktivierter Spracheingabe „Voice commands help“ sagt, oder indem man auf dieser Website von Google nachschaut.

Bearbeiten mit Schwierigkeiten

Zu beachten ist, dass die Spracheingabe alleine nicht reicht, um ein perfektes Dokument mit Google Docs aufzusetzen. Es wird genügend Stellen im Text geben, wo man nochmal „per Hand“ nachbessern muss, auch wenn die Erkennung selbst hervorragend funktioniert. Zumindest wenn man sich rein auf den Text ohne Satzzeichen beschränkt.

Denn die Kommandos zum Editieren sowie Formatieren des Textes funktionieren nicht auf Deutsch. Selbst englische Kommandos haben in der deutschen Version von Google Docs Probleme überhaupt korrekt erkannt zu werden – sowohl als purer Text als auch in Form eines Befehls. Insofern werden die wenigsten Nutzer wohl tatsächlich auf die Spracheingabe in Google Docs zurückgreifen.

Die Webversion von Google Docs erreicht ihr unter diesem Link, um die neuen Sprachkommandos mal selbst ausprobieren zu können.

Was man allerdings nicht übersehen darf ist der Punkt, dass Menschen mit einer körperlichen Behinderung von der neuen Funktion enorm profitieren können. Nicht jeder Mensch ist physisch in der Lage eine Tastatur oder Maus zu nutzen, geschweige denn schnell zu schreiben. Für genau diese Gruppe von Menschen ist die nun freigeschaltete Spracheingabe zum formatieren von Textdokumenten ein wahrer Segen.

[Quelle: Google Docs Blog]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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