Notebooks mit Windows und Android: Google spielt nicht mit

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Google sagt Nein zu Android-Dualboot-Tablets

Sowohl Samsung als auch ASUS haben in den letzten Monaten das eine oder andere Gerät vorgestellt, dass mit Android von Google und Windows von Microsoft ausgestattet war. Nur eines haben all diese Geräte gemeinsam: Sie kommen trotz offizieller Vorstellung nicht auf den Markt. Die Gründe dafür sind bei näherer Betrachtung richtig banal.

Zuletzt machte ASUS mit dem Transformer Book Duet TD300 von sich Reden, welches der taiwanische Konzern zur CES 2014 in Las Vegas vorgestellt hat. Ein Intel-basiertes Tablet mit Tastatur-Dock und gleich zwei Betriebssystemen war eine echte Besonderheit. ASUS umwarb das Gerät als ein 4-in-1: Ein Tablet oder Notebook mit jeweils Android oder Windows als Betriebssystem, quasi die perfekte Kombination mehrerer Geräte und zweier Welten. Zuvor sorgte im Sommer 2013 das Ativ Q von Samsung für ähnliche Aufmerksamkeit, wobei die Südkoreaner einen etwas anderen Weg eingeschlagen hatten. Trotzdem werden es beide Geräte nicht in den Handel schaffen und Schuld daran soll Google sein, wie das taiwanische Branchenportal DigiTimes berichtet.

 

Google mag kein Dualboot

Denn der Internet-Konzern aus Mountain View hat ganz einfach die Befürchtung, dass Microsoft durch solch eine Dualboot-Geschichte einen großen Fuß in das Geschäft mit Tablets bekommen könnte. Dieser wird bekanntlich im Prinzip zwischen Google und Apple mit seinem iPad fast aufgeteilt, Microsoft spielt eine extrem kleine und unbedeutende Rolle. Damit das so bleibt hat der Konzern hinter Android ASUS kurzerhand „nahegelegt“, auf das Dualboot-Gerät zu verzichten. ASUS als auch Google werden natürlich einen Teufel tun und sich dazu äußern. Somit bleibt nur die Emulation von Android über einen virtuellen PC übrig.

Wäre das ASUS Transformer Book Duet zu einem Erfolg geworden, hätte dies wiederum andere Hersteller anlocken und zu weiteren Dualboot-Geräten führen können. Die Vormachtstellung von Android-Tablets und dem iPad wäre somit stark gefährdet gewesen und Microsoft könnte an Marktanteilen hinzu gewinnen. Das die Interventionen von Google erfolgreich waren zeigt das Verschwinden des Transformer Book Duet aus den virtuellen Händler-Regalen und das sang- und klanglose Einstellen des Ativ Q, das ein richtig feiner Notebook-Hybrid hätte werden können.

Das dürfte die Zukunft der Dualboot-Smartphones von Karbonn nun auch in Frage stellen.

[Quelle: AppDated]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

  1. patte schreibt:

    Dummheit pur! Wie heißt es so schön wenn man auf der Stelle tritt geht man Schritte weit zurück.
    Hier hätte Evolutionsgeschichte geschrieben werden können ! Ich wünsche mir zwar momentan nur ein perfektes Transformerbook mit Android am besten von HTC , da Asus es einfach nicht drauf hat aber abgetan von zwei Betriebssystemen wäre ich ganz und gar nicht … Momentan muss ich zwei Geräte mit mir rumschleppen

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